Das ungarische Label mit langer Geschichte hatte in den letzten Jahren einen schwierigen Prozeß durchzumachen: die Wandlung von einem Staatsbetrieb zu einem privaten Unternehmen. Naturgemäß sind einheimische Komponisten stark im Katalog vertreten: Bartók, Liszt, Kodály, Leo Weiner und Ernst von Dohnányi. Man kann bei Hungaroton-Aufnahmen herausragende Künstler entdecken, bevor sie von großen internationalen Firmen unter Vertrag genommen wurden, zum Beispiel András Schiff oder Zoltán Kocsis – der übrigens immer noch für Hungaroton tätig ist, auch als Dirigent. Der Gesamtkatalog deckt alle musikgeschichtlichen Epochen ab, im Bereich der Barockmusik hat sich vor allem die Capella Savaria unter der Leitung von Nicholas McGegan und Pál Németh profilieren können, mit der eine Vielzahl von Aufnahmen in historischer Aufführungspraxis vorliegen, so viele Händel-Opern, eingespielt anläßlich der Göttinger Händel-Festspiele. In jüngster Zeit bereichert man den Katalog um viele Aufnahmen zeitgenössischer ungarischer Komponisten.