Kremerata Lettonica am Freitag, 6. August 2021 überträgt BR-KLASSIK Franken live ab 20.15 Uhr im Hörfunk, im Fernsehen auf ARD-alpha und per Videostream auf www.br-klassik.de/concert.">

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Meldung vom 26.07.2021

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Gidon Kremer bei der Bachwoche Ansbach

Das Kammermusikensemble ist die Kremerata Lettonica

Alle zwei Jahre im Sommer wird Ansbach zum Mekka für Bach-Fans. Markenzeichen der Bachwoche Ansbach, die in diesem Jahr vom 30. Juli bis 8. August stattfindet, sind neben der Musik von Johann Sebastian Bach die Musiker von Weltrang. Einer der Stargäste ist in diesem Jahr der Geiger Gidon Kremer, der einmal bekundete: "Man kann kaum besser als Bach komponieren". Seinen Auftritt mit der Kremerata Lettonica am Freitag, 6. August 2021 überträgt BR-KLASSIK Franken live ab 20.15 Uhr im Hörfunk, im Fernsehen auf ARD-alpha und per Videostream auf www.br-klassik.de/concert.

Gidon Kremer kommt nach Ansbach mit einem besonderen Ensemble und einem besonderen Programm. In seinem Kammerorchester Kremerata Baltica spielen junge Musikerinnen und Musiker aus den baltischen Ländern. Aufgrund der Corona-Lage konnten lange Zeit nur die Mitglieder aus Lettland zusammen proben und reisen nun gemeinsam nach Ansbach – deshalb vorübergehend die Namensänderung in Kremerata Lettonica. Eine schmerzhafte Einschränkung in der musikalischen Entfaltung der jungen Musikerinnen und Musiker aus dem Baltikum, die einmal mehr ins Bewusstsein rückt, wie wichtig länderübergreifende Zusammenarbeit gerade im Kulturbereich sein kann.

Spannende Begegnungen

Das Konzertprogramm trägt unverkennbar die Handschrift des Ensembles und seines Mentors: Ausgehend von Johann Sebastian Bach bekommen etablierte ebenso wie junge Komponisten aus dem Baltikum und Osteuropa ein internationales Podium. Neben bekannten Namen wie Giya Kancheli und Valentin Silvestrov präsentiert Gidon Kremer spannende Entdeckungen wie den 1977 geborenen Andrius Žlabys. Der Klaviersolist ist Georgijs Osokins.

Historischer Rückblick auf die Bachwoche Ansbach

Das renommierte Musikfest wurde 1947 von Bach-Enthusiasten aus München gegründet, die auf der Suche nach vom Krieg weitgehend unversehrten Spielorten waren und zunächst in der Sommerresidenz der Grafen von Schönborn in Pommersfelden fündig wurden. Seit 1948 findet die Bachwoche im mittelfränkischen Ansbach statt. Zu den Gründern gehörten der Dirigent Ferdinand Leitner, der Organist, Chorleiter und Dirigent Karl Richter sowie der Bratschist und Kunsthändler Carl Weymar, der das Festival auch in den ersten Jahren leitete. 1954 übernahm Karl Richter die Leitung, trat dort auch mit dem Münchener Bach-Chor auf und holte bedeutende Solisten wie Peter Pears, Fritz Wunderlich und Dietrich Fischer-Dieskau nach Ansbach. Seit 2006 ist Andreas Bomba Intendant der Bachwoche, die heute von der historischen Aufführungspraxis bis zum Crossover die ganze Bandbreite musikalischer Auseinandersetzung mit der Musik des Thomaskantors abbildet.

Seit 1951 verbindet das Festival eine enge Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk. Rundfunkmitschnitte und aktuelle Berichterstattung trugen zur überregionalen Bekanntheit des Festivals bei. Später kamen CD-Koproduktionen hinzu, heute ist die Bachwoche Ansbach auf allen Ausspielwegen des Bayerischen Rundfunks präsent.

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