Ars Produktion 1 CD/SACD stereo/surround ARS38 379
Im Barock waren Multi-Instrumentalisten eher die Regel, denn die Ausnahme. So wurden Blockflöte, Oboe und Traverso häufig demselben Spieler in einer kombinierten Stimme zugewiesen. Dass jedoch heutzutage eine Solistin wie die Japanerin Miho Fukui sowohl das Barockfagott als auch die Barockoboe hochvirtuos und hochmusikalisch beherrscht, muss als alleinstellendes Ausnahmemerkmal gewertet werden. Selbst wenn man – wie ich – kein Verehrer Vivaldis ist, lauscht man ihren Aufnahmen mit wachsender Begeisterung.
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Das „Weltorchester“ gibt sich die Ehre
Jugendliche aus Peru, Bolivien und Tunesien musizieren gemeinsam in Bremen
Rodolfo Barraez, Foto: Fundamusical Simon Bolivar
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (DKB) ist seit Jahrzehnten ein Orchester von Weltrang, seit 2004 ist der estnische Dirigent Paavo Järvi ihr Künstlerischer Leiter. Die Förderung von Talenten ist für diese Musikerinnen und Musiker seit jeher eine Herzensangelegenheit. Am 16. Mai findet ein ganz besonderes Projekt in der Heimatstadt der DKB statt: Das „Weltorchester“, bei dem insgesamt zwölf Jugendliche – davon sieben aus Peru, fünf aus Bolivien und sieben aus Tunesien – in der Hansestadt begrüßt werden. Sie sind vom 6./7. Mai an in Bremen und proben ab 8. Mai eine Woche lang mit den ortsansässigen Musikerinnen und Musikern die „Eroica“, Ludwig van Beethovens 3. Sinfonie. [28.04.2026]
Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg lädt zum Ehrentag ein
"Misa Criolla" in der Elbphilharmonie zum deutschlandweiten Mitmachtag am 23. Mai 2026
Omer Meir Wellber, Foto: Rori Palazzo
Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg lädt mit Misa Criolla – Sing mit! zu einem besonderen Konzert in die Elbphilharmonie ein, das im Zeichen des ersten Deutschen Ehrentags steht. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber verbindet das Projekt musikalische Aufführung mit aktiver Beteiligung des Publikums. Die Misa Criolla von Ariel Ramírez steht im Mittelpunkt eines außergewöhnlichen Konzertprojekts, das das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber gemeinsam mit der Audi Jugendchorakademie in der Elbphilharmonie zur Aufführung bringt. [28.04.2026]
Lied-Duo gewinnt 1. Internationalen Fanny-Hensel-Wettbewerb
Die beiden Finalkonzerte mit jeweils vier Duos aus vier Kontinenten fanden am 25. April 2026 statt
Das Lied-Duo George Clark und Rachel Doubijanki gewann den 1. Preis, Foto: Pablo Valero
Beim weltweit ersten und einzigen Wettbewerb für Lied-Duo mit Fortepiano, der ausschließlich dem Werk von Fanny Hensel gewidmet ist, dem Fanny-Hensel-Wettbewerb, hat das Duo George Clark (Großbritannien), Bariton, und Rachel Doubijanski (Deutschland) den 1. Preis gewonnen. Benedetta Zanotto, Sopran, und Axel Trolese aus Italien wurden mit dem 2. Preis ausgezeichnet, das Duo Convivium (Lucia Boisserée, Sopran, Tung-Han Hu) aus Deutschland/Taiwan erhielt den 3. Preis. Die Publikumspreise gewannen das deutsche Duo Johannes Arzt, Bariton, und David Höppner (Abstimmung vor Ort) sowie das Duo Verheij & Sorotokin (Jasperina Verheij, Sopran, und Agata Sorotokin), Niederlande/USA, per Online-Abstimmung. [28.04.2026]
Der Dirigent bleibt ewitere fünf Jahre beim Orchestre Symphonique de Montréal
Rafael Payare, Foto: Antoine Saito
Das Orchestre symphonique de Montréal (OSM) verlängert den Vertrag mit seinem musikalischen und künstlerischen Leiter Rafael Payare um weitere fünf Jahre. Payare, dessen ursprüngliche Amtszeit in 2027 endet, wird seine Zusammenarbeit mit dem OSM bis Sommer 2032 fortsetzen. Seit seiner Ernennung im Jahr 2021 hat Rafael Payare die Position des OSM als eines der bedeutendsten nordamerikanischen Orchester gefestigt, indem er unter anderem die Rolle des OSM als eine Institution intensiviert hat, die fest in der kulturellen Identität von Montreal, Quebec und Kanada verwurzelt ist. [28.04.2026]
Auch das Jahr 2025 hat wieder zahlreiche empfehlenswerte Einspielungen hervorgebracht. Alle "CDs der Woche" und alle "Klassik Heute-Empfehlungen" finden Sie aufgelistet unter dem Menüpunkt "Medien -> Empfehlungen". Außerdem haben wir wieder eine Best of-Liste mit 30 Einspielungen des Jahres 2024 zusammengestellt, die unsere Rezensenten persönlich ganz besonders beeindruckt haben - besser geht's nicht!
Handel's Chandos Anthems No 6 & No 10
Tears Are My Daily Food
Etcetera 1 CD KTC 1858
Als Spion des Kurfürsten von Hannover kam Händel 1712 nach London, um auszuloten, was seinen Dienstherrn aus der im Vergleich mit dieser bedeutenden europäischen Hauptstadt spießigen deutschen Residenz erwartete, wenn er – wie sich abzeichnete – die britische Königswürde antreten würde. Der Komponist, in guter deutscher Tradition ausgebildet und mit allen italienischen Wassern gewaschen, fiel in London auf fruchtbaren Boden, wo die italienische Musik in hoher Gunst stand. Eine besondere Verbindung entstand zum Herzog von Chandos, für dessen Sonntagsgottesdienste Händel die Chandos Anthems schuf. Diese Werke trafen mit ihrer Würde ebenso wie mit ihrer Innigkeit perfekt den Geschmack des Herzogs, der sie als very noble bezeichnete. Noch heute nehmen sie unter den Werken Händels einen verdient hohen Platz ein.
dass Vicenzo Bellini die Cavatina "Casta diva" aus seiner Oper "Norma" achtmal umgschrieben hat?
„...“
Die Musik ist die Waise, deren Vater und Mutter keiner nennen kann. Und vielleicht ist es, daß gerade in dem Geheimnisvollen ihres Ursprungs der Reiz ihrer Schönheit liegt.