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CD • SACD • DVD-Audio • DVD Video

Besprechungen der letzten 30 Tage

Johann Sebastian Bach

The Overtures • Original Versions

cpo 555 346-2

1 CD • 73min • 2019

14.06.20219 10 9

Um zu erkennen, wie Musiker Bachs Ouvertüren bzw. Orchestersuiten interpretieren, muss man nur die zwei bekanntesten Stücke daraus als erstes anhören: die nur zu berühmte und beliebte Air und die immer begeisternde Badinerie. Das Concerto Copenhagen unter Lars Ulrik Mortensen gibt in der Gesamtaufnahme der vier Suiten auch damit seine Visitenkarte ab

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César Franck

Trois Pièces • Trois Chorals

BIS 2349

1 CD/SACD stereo/surround • 81min • 2020

13.06.202110 10 10

In Frankreich bestellt man „Un grand Crème“, wenn man einen großen Milchkaffee trinken will. Dann bekommt man eine große Tasse Kaffee mit sahniger Crema: lecker, süffig, belebend. So in etwa verhält es sich auch bei dieser Aufnahme der Trois Pièces und der Trois Chorals von César Franck, die der finnische Organist Pétur Sakari an der Cavaillé-Coll-Orgel der Kathedrale Sainte-Croix in Orléans gemacht hat.

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Claire de Lune

Debussy • Franck • Ravel

Thorofon CTH2669

1 CD • 58min • 2020

12.06.20219 9 9

Gerade junge Musikerinnen und Musiker leiden derzeit immer noch stark unter pandemiebedingten Auftrittsverboten, wo doch jeder Publikumsapplaus eine emotionale Bestätigung ist, um weiter zu machen. Der Geiger Philipp Jonas und der Pianist Maximilian Schairer haben aus der Not eine Tugend gemacht. Nachdem sie in den letzten Jahren viel auf internationaler Tour waren, nutzten sie die Live-Zwangspause, um eine hochkarätige CD-Produktion zu produzieren.

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Elena Kolesnitschenko

»Concert Sans Orchestre«

GWK Records 152

1 CD • 77min • 2020

11.06.20218 8 8

„Ein wahrer Lobgesang auf mein Instrument“ – so bezeichnet die Ukrainerin Elena Kolesnitschenko ihre Einspielung von Werken Saint-Saëns‘, Wolfgang Amadeus Mozarts, Skrjabins, Johann Sebastian Bachs und Schumanns. Und weiter: „Bei der Auswahl habe ich versucht, […] die gewaltige Bandbreite an Möglichkeiten bzw. Facetten des Klaviers zu präsentieren […] Das Programm bietet eine breite Palette an unterschiedlichen Stilen, kompositorischen und pianistischen Ansätzen.“

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Richard Dubugnon

Klavieriana • Chamber Symphonies

BIS 2229

1 CD/SACD stereo/surround • 64min • 2019

10.06.202110 10 10

In Deutschland noch nicht ganz so bekannt, aber international seit gut 20 Jahren viel gespielt und mittlerweile vielleicht der meistaufgeführte schweizerische Komponist seiner Generation, kann Richard Dubugnon (Jahrgang 1968) auf der neuen BIS-SACD mit drei Werken mittlerer (beethovenscher) Orchesterbesetzung überzeugen – den Kammersymphonien Nr. 1 & 2 sowie Klavieriana, einem ausgewachsenen Klavierkonzert, bei dem zusätzlich eine obligate Celesta solistisch fungiert.

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Quartetto Primavera

"Mach, dass der Mai nie vergeht"
Barockmusik für Mezzospran, Blockflöte und Continuo

Antes BM319319

1 CD • 54min • 2020

09.06.20218 9 8

Die hier vorgelegten Arien für Alt besingen die „Liebe in barocker Vielfalt“, so heißt es im Booklet. Sehr groß ist diese gewählte Vielfalt, von sehr bekannten (Bach, Telemann) bis sehr unbekannten (Jakob Greber, Johann Hugo von Wildener) Komponisten, von bekannten (aus Bach’schen Kantaten) bis zu völlig unbekannten Arien, bis hin zur Ersteinspielungen einer Händel-Arie und einer von Johann Hugo von Wildener, von religiös-mystischer bis zu heißer weltlicher Liebe in unbekümmerter Mischung.

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Tālivaldis Keninš

Symphonies Nos. 4 & 6 • Canzona Sonata

Ondine ODE 1354-2

1 CD • 53min • 2021

08.06.20219 10 9

Mehr als nur verdienstvoll ist auch die zweite CD des finnischen Labels Ondine, das gerade eine Wiederentdeckung des symphonischen und konzertanten Werkes des in Lettland geborenen Komponisten Tālivaldis Ķeniņš (1919-2008) einläutet. Etwa eine Generation älter als der heute international mit Abstand bekannteste lettische Komponist, Peteris Vasks, hat Ķeniņš zunächst in Riga, dann in Paris u.a. bei Messiaen studiert, bevor er 1951 eine neue Heimat in Kanada fand und dort eine durchaus gewichtige Rolle im Musikleben spielte.

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Domenico Cimarosa

Il Matrimonio Segreto

cpo 555 295-2

3 CD • 3h 18min • 2016

07.06.20218 8 8

Nur wenige Wochen nach Mozarts Tod am 7. Februar 1792 in Wien uraufgeführt, hat Domenico Cimarosas Il matrimonio segreto als einzige seiner etwa 70 Opern einen dauerhaften internationalen Erfolg gehabt. Auch auf deutschen Bühnen gehörte sie bis in die 70er Jahre zum festen Repertoire-Bestand kleiner wie großer Opernhäuser. An der Deutschen Oper Berlin etwa war sich Lorin Maazel nicht zu schade, dieses leichtgewichtige, aber melodienreiche und mit kunstvollen Ensembles gesegnete Werk zu dirigieren (von der Aufführung hat Arthaus einen 1967 entstandenen Video-Mitschnitt veröffentlicht).

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Royal

Stefan Koim
Dowland Britten Henze

Musicaphon M 56975

1 CD • 59min • 2013

06.06.20219 9 9

John Dowlands Ausstrahlung reicht bis in die Gegenwart hinein. Liegt es an der einprägsamen Melodik in vielen seinen unzähligen Liedern, Gedichtvertonungen und Tänzen? Oder resultiert sein Charisma aus seinem Selbstbewusstsein, mit dem Dowland sich als musikalischer Erneuerer auf Augenhöhe mit dem Revolutionär des neuzeitlichen Theaters William Shakespeare sieht? Der im westfälischen Hamm geborene, längst international gefragte Gitarrist Stefan Koim lenkt auf seiner aktuellen CD „Royal” den Blick auf jene Universalität, mit der Dowland die Instrumentalmusik als eigenständige Gattung emanzipierte.

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Joseph Bodin de Boismortier

Diverses Pièces de Viole op. 31

Antes BM319314

1 CD • 56min • 2019

05.06.20218 8 8

Joseph Bodin de Boismortier – an ihm schieden sich seinerzeit die Geister – und tun es immer noch. Die einen lobten seine Musik in himmlische Sphären, die anderen lehnten sie – und ihn – völlig ab, wobei der Komponist einigen seiner Zeitgenossen wohl schlicht und ergreifend zu geschäftstüchtig war. Denn ausgestattet mit einem Druckprivileg von König Ludwig XV. und versehen mit einem untrüglichen Gespür für lohnende Märkte, verdiente sich der Musicus ein goldenes Näschen.

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Michael Jarrell

Émergences-Résurgences • 4 Eindrücke • ... Le ciel, tout à l'heure encore si limpide...

BIS 2482

1 CD/SACD stereo/surround • 59min • 2019

04.06.20219 10 9

Michael Jarrell, Jahrgang 1958, gilt als einer der führenden Schweizer Komponisten seiner Generation. Eine Reihe seiner Werke liegt bereits auf CD vor, mit der vorliegenden Neuveröffentlichung ist er erstmals auch im Katalog von BIS vertreten. Enthalten sind drei seiner Orchesterwerke aus jüngerer Zeit, wobei das Bratschenkonzert Emergences-Résurgences sowie das Violinkonzert 4 Eindrücke (bereits sein viertes) von den jeweiligen Widmungsträgern Tabea Zimmermann bzw. Renaud Capuçon gespielt werden.

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One Woman Band

Experimental Music Circus

Kaleidos KAL 6352-2

1 CD • 56min • 2020

03.06.202110 10 10

Eine Musikerin wie Dorrit Bauerecker ist nicht einfach „nur“ Pianistin oder „nur“ Akkordeonspielerin, ebensowenig „nur“ Interpretin oder Improvisatorin. Und auch als fantasievolle Klangperformerin ist Dorrit Bauerecker ein Mensch mit vielen Rollen und Erfahrungen. Dieses Selbstverständnis findet auf ihrer CD-Produktion „One Woman Band“ auf dem Kaleidos-Label einen starken Widerhall. Bauerecker, die sich seit vielen Jahren von der aufgeweckten Kölner Musikszene anregen lässt, spielt hier alle Instrumente selbst.

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Guitar & Fortepiano

Rossini • Carulli • Hummel • Beethoven • Boccherini

Avi-music 8553080

1 CD • 57min • 2012

02.06.20219 9 9

Es ist eine Besetzung, gegen die eigentlich recht viel spricht: Gitarre und Klavier sind beides Harmonieinstrumente und kommen ganz gut alleine klar oder wenn, dann eher mit einem Melodieinstrument denn mit einem anderen Harmonieinstrument. Doch es war niemand Geringerer als der renommierte Gitarrist Pepe Romero, der vor einigen Jahren beim Schleswig-Holstein Musikfestival seinen Schüler Alexander-Sergei Ramírez und die Pianistin Sheila Arnold zusammenführte.

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Ravel

Robert Trevino

Ondine ODE 1385-2

1 CD • 70min • 2020

01.06.20217 9 7

Ein im Baskenland geborener Komponist, ein baskisches Orchester und ein Dirigent, der besonders die baskischen Elemente in der Orchestermusik Ravels herausarbeiten möchte. Kein leichtes Unterfangen, sind diese Elemente doch nicht gerade offensichtlich. Als solche nennt Robert Trevino, seit 2017 musikalischer Direktor des Baskischen Nationalorchesters, eine der baskischen Folklore ähnelnde „freie“ Rhythmik, eine dem baskischen Volksgesang abgelauschte improvisiert wirkende melodische Gestaltung und diese für Ravel so typische Direktheit der Tonsprache bzw. musikalischen Aussage, welche Trevino mit der baskischen Mentalität gleichsetzt.

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Cipriani Potter

Symphony No. 1

cpo 555 274-2

1 CD • 59min • 2019

31.05.20219 7 8

Wer war Cipriani Potter? Ich kannte diesen Komponisten bis zum Eintreffen dieser CD als Rezensionsexemplar nicht, obwohl er nach seinen Lebensdaten (1792-1871) einer Epoche angehört, die heute im Repertoire der Orchesterkonzerte ausgesprochen stark vertreten ist. Schon früh als Pianist ausgebildet, schaffte Potter es mit einer Ouvertüre seiner Komposition 1816 – im Alter von 24 Jahren – auf das Podium eines Philharmonischen Konzerts in London.

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History of the Russian Piano Trio • 3

Naxos 8.574114

1 CD • 69min • 2018

30.05.20219 9 9

In Folge 3 seiner Anthologie zur Geschichte des russischen Klaviertrios widmet sich das Moskauer Brahms-Trio der Musik des „Mächtigen Häufleins“. Im Großen und Ganzen schenkte der Petersburger Novatorenkreis der Kammermusik nur nachgeordnete Aufmerksamkeit. Die meisten Werke publizierte César Cui mit drei Streichquartetten, einer Violinsonate und zahlreichen Duo-Miniaturen. Noch intensiver beschäftigten sich Alexander Borodin und Nikolai Rimskij-Korsakow mit kammermusikalischen Gattungen, doch veröffentlichte Borodin lediglich seine beiden Streichquartette, denen er einen guten Teil seines Ruhms verdankt, Rimskij-Korsakow bloß ein frühes Streichquartett und eine Serenade für Violoncello und Klavier.

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Sakura: Spring!

Works by Beethoven, Boulanger, Hamauzu, Nuss and Tailleferre

Genuin GEN 21747

1 CD • 62min • 2019, 2020

29.05.202110 10 10

Sakura – Frühling! So lautet der Titel dieser CD, mit der die Geigerin Malwina Sosnowski und der Pianist Benyamin Nuss dieser Jahreszeit und insbesondere der Zeit der japanischen Kirschblüte ihre Reverenz erweisen. Das fragile Blütenmeer fasziniert jedes Jahr aufs Neue, genauso wie diese spannende CD, die man gerne ein ums andere Mal hört, die aber nichts von ihrer Faszination verliert. Denn was Sosnowski und Nuss hier zusammengetragen haben, das versprüht geradezu den frühlinghaften Charme des Aufbruchs, musikalisch ebenso wie programmatisch.

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Lise Davidsen

Beethoven • Wagner • Verdi

Decca 485 1507

1 CD • 63min • 2020

28.05.20217 8 7

Seit der jungen Anna Netrebko hat keine Sängerin mehr einen derartigen Hype erlebt wie die jetzt 34jährige Norwegerin Lise Davidsen, die sich als Ariadne in Aix-en-Provence und Elisabeth in Bayreuth schon international einen Namen machen und vor drei Jahren mit der Firma Decca einen Exklusiv-Vertrag abschließen konnte. Ein Teil der Presse war rasch bei der Hand, sie zur neuen Kirsten Flagstad auszurufen. Doch solche Vorschußlorbeeren sind für eine aufstrebende Künstlerin eher eine Hypothek als eine Starthilfe.

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Max Drischner

Sonnenhymnus
Organ Works

cpo 555 376-2

1 CD • 77min • 2020

27.05.20219 9 9

Mit der Orgelmusik von Max Drischner verhält es sich zumeist wie mit einem Mauerblümchen: das ist einfach da und meistens nimmt man kaum Notiz davon, so unauffällig, verborgen und unscheinbar wirkt es. Das liegt im Falle Drischners nicht zuletzt an der Musik selbst, die selten stilistische Überraschungen bietet, sich überwiegend eines imitatorisch-polyphonen Satzes bedient, und deren Stilmittel in der Regel nicht über das hinausgegen, was vom Barock bis zur Romantik musikalisches Allgemeingut geworden ist.

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Sentiment

Works by Louis Couperin, Anita Mieze, Jacques Duphly, Jean-Philippe Rameau and Joseph-Nicolas-Pancrace Royer

Genuin GEN 21733

1 CD • 82min • 2021

26.05.202110 10 10

Musik des französischen Barocks und zeitgenössische Musik für Cembalo vereint Alexandra Ivanova auf ihrem CD-Debüt als Solistin in einem faszinierenden Brückenschlag über die Jahrhunderte: Neben drei bedeutenden Cembalomeistern der französischen Musik des 17. und 18. Jahrhunderts (Louis Couperin, Pancrace Royer und Jacques Duphly) erklingen Werke der 1980 geborenen lettischen Komponistin Anita Mieze – ihr Name ist übrigens nicht wie die deutsche Miezekatze auszusprechen, sondern mit einem „e“ nach dem „i“ und stimmhaftem „s“ in der Mitte, also etwa „Miësä“.

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Brahms & Gernsheim

Piano Quartets

Audax Records ADX13780

1 CD • 62min • 2020

25.05.202110 10 10

Johannes Brahms und Friedrich Gernsheim waren einander freundschaftlich verbunden und halfen sich gegenseitig bei der Verbreitung ihrer Werke: Brahms ermöglichte es Gernsheim, sein Klavierkonzert in Wien mit den Philharmonikern vorzustellen; der langjährige Rotterdamer Musikdirektor Gernsheim hatte wesentlichen Anteil an der Durchsetzung der Brahmsschen Musik in den Niederlanden. Da beide Komponisten dem gleichen Stilkreis angehören und Gernsheim wie sein sechs Jahre älterer Zeitgenosse drei Klavierquartette geschrieben hat, liegt der Gedanke durchaus nahe, sämtliche Werke, die Brahms und Gernsheim zu dieser Kammermusikgattung beigesteuert haben, in einer Doppel-Gesamtaufnahme einander gegenüberzustellen.

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Georg Philipp Telemann

Easter Cantatas

cpo 555 425-2

1 CD • 72min • 2020

24.05.20219 9 9

Von 1721 bis zu seinem Tod am 25. Juni 1767 war Georg Philipp Telemann in Hamburg Kantor am Johanneum und Director Musices der Hansestadt: Als Hamburgischer Musikdirector hatte er auch für die geistliche Musik an den fünf Hauptkirchen der Stadt zu sorgen – ähnlich wie es dem Kollegen Bach in Leipzig oblag, der neben der Musik für St. Thomas auch die übrigen Kirchen der Messestadt mit geistlicher Musik zu versorgen hatte. Telemann hatte sich von Hamburg ja auch 1723 neben J. S. Bach um die Stelle als Thomaskantor in Leipzig beworben; allerdings hatte er diese Bewerbung vielleicht nur lanciert, um sein Hamburger Gehalt zu verbessern, was ihm zwei Mal gelang.

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Johannes Brahms

Philia

Anclef 20201031

1 CD • 22min • 2020

23.05.20218 9 8

Es gibt bei dieser Aufnahme keine Satzbezeichnungen und nur zwei Tracks, obwohl die Variationen über ein Thema von Robert Schumann op. 23 von Johannes Brahms inclusive des Themas elf Abschnitte enthalten.

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Time Stands Still

John Dowland • Nuno Côrte-Real

Artway Records AWR 020001

1 CD • 52min • 2019

22.05.20219 9 9

Der portugiesische Komponist Nuno Côrte-Real (Jg. 1971) war mir bisher kein Begriff, doch diese Adaption von sieben Lautenliedern des Shakespeare-Zeitgenossen John Dowland (1563-1626) hat mich doch sehr neugierig auf seine anderen Arbeiten gemacht. Schon als Arrangeur dieser Gesänge aus der Renaissance hat Côrte-Real gute Arbeit geleistet. Er reichert den Lautenpart, der hier von einer Harfe übernommen wird, mit wechselnden instrumentalen Klangfarben an, ohne die ursprüngliche Form der Lieder anzutasten, und erschließt ihnen damit eine zusätzliche Dimension.

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Moonbow

Gunnar Andreas Kristinsson

Sono Luminus DSL-92246

2 CD • 63min • 2020

21.05.20219 10 9

Vor 100 Jahren noch kaum auf der musikalischen Landkarte vertreten, verfügt Island mittlerweile über eine bemerkenswert aktive Musikszene. Mit der vorliegenden CD des amerikanischen Labels Sono Luminus wird die Phalanx der auf Tonträger vertretenen Komponisten um Gunnar Andreas Kristinsson (Jg. 1976) erweitert, dem (nach einer offenbar privaten Erstlings-CD und einem Beitrag auf einer Doppel-CD des Kammerorchesters Reykjavík) nun erstmals ein komplettes Album bei einem größeren Label gewidmet ist.

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»Friendship«

Brahms – Joachim

GWK Records 150

1 CD • 50min • 2020

20.05.20219 9 9

Den Begriff „Beziehungszauber“ hat Thomas Mann für die vielfältig-verschlungene Symbolik des Ring des Nibelungen von Richard Wagner geprägt. „Beziehungszauber“ heißt ein Buch von Reinhard Piechocki über Clara Schumann und Johannes Brahms und mit „Beziehungszauber“ war die Ausstellung im Jahr 2011 am Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck betitelt, das von Prof. Dr. Wolfgang Sandberger geleitet wird, der für die vorliegende CD auch im Booklet den Begriff „Beziehungszauber“ verwendet.

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Colloquy

Works for Guitar Duo by Purcell • Philips • Johnson • Vaughan Williams • Dodgson • Phibbs • Dowland • Maxwell Davies

EM Records EMR CD067

1 CD • 57min • 2018

19.05.20219 9 9

Das 16. Jahrhundert war die große Zeit der Zupfinstrumente, vor allem in England. Renaissance-Komponisten, insbesondere John Dowland, haben auch heute noch eine ungebrochene Ausstrahlung. Das Duo Guitartes mit Anne-Kathrin Gerbeth und Bernhard Dolch wagen auf ihrer aktuellen CD eine aufschlussreiche Gesamtschau über viele spannende Aspekte der alten und neuen Gitarrenmusik. Das rückt diese Kompositionen durchaus in ein neues Licht.

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Tango Concertante

arde Trio

Ars Produktion ARS 38 324

1 CD/SACD stereo/surround • 70min • 2020

18.05.202110 10 10

Wenn ‚Klassik-Menschen‘ Tango spielen – dann kann das durchaus auch daneben gehen. Nämlich dann, wenn es sich um Musikerinnen und Musiker handelt, die aufgrund ihrer exklusiven Ausbildung glauben, jede Musik spielen zu können, ohne sich ausgiebig mit ihren Besonderheiten zu befassen. Sind die entsprechenden Interpreten aber mit einem gesunden Respekt vor anderen Musiktraditionen und einer großen musikalischen Offenheit ausgestattet, so kann daraus etwas ganz Bezauberndes werden.

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Felix Mendelssohn Bartholdy

String Quartets op. 44 Nos. 1 & 2

cpo 555 086-2

1 CD • 58min • 2016, 2018

17.05.20218 8 8

Man tut Felix Mendelssohn Bartholdy sicherlich nicht Unrecht, wenn man die Streichquartette op. 44 1 & 2 nicht zu seinen überzeugendsten Kompositionen rechnet. Die Werke entstanden in den Jahren 1837/38. Das D-Dur-Quartett ist ein „Quatuor concertant“, das die erste Violine dem verbleibenden Trio solistisch gegenüberstellt und auf die besonderen Fertigkeiten des Gewandhaus-Konzertmeisters Ferdinand David, für den später auch das Violinkonzert entstand, zugeschnitten wurde.

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Ballade

Emily Hoile

Ars Produktion ARS 38 316

1 CD/SACD stereo/surround • 56min • 2020

16.05.20219 9 9

„Mit meinem ersten Solo-Album möchte ich bislang selten auf der Harfe gehörte Werke vorstellen. Es bereitet mir große Freude, Kompositionen für Tasteninstrumente zu bearbeiten und damit das unserem Instrument zur Verfügung stehende Repertoire zu erweitern: J.S. Bachs Toccata in c-Moll und die Sonate K.135 von D. Scarlatti in E-Dur erleben mit diesem Album ihre Premiere auf der Harfe. Die Transkription der Ballade von C. Debussy soll die große Bedeutung, die das Paris der Jahrhundertwende für die Harfenmusik hatte, unterstreichen.“

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