Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Gürzenich-Orchester Köln: Johannes-Passion unter Andrea Marcon
Debüts von Dirigent Marcon und dem La Cetra Vokalensemble
Gürzenich-Orchester Köln, Foto: Holger Talinski
Andrea Marcon gibt sein Debüt beim Gürzenich-Orchester mit Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion am Karfreitag, dem 3. April 2026, um 18 Uhr in der Kölner Philharmonie. Ebenfalls erstmals zu Gast ist das La Cetra Vokalensemble. Die solistischen Partien übernehmen Shira Patchornik, Sara Mingardo, Andrew Staples, Mirko Ludwig und Christian Wagner. Die Johannes-Passion BWV 245 von Johann Sebastian Bach zählt zu den eindrucksvollsten Werken der geistlichen Musik. Sie entstand kurz nach Bachs Amtsantritt als Thomaskantor und wurde am Karfreitag 1724 in der Leipziger Nikolaikirche uraufgeführt. Im Vergleich zur später komponierten Matthäus-Passion wirkt sie unmittelbarer und dramatischer. Insbesondere die aufwühlenden Turba-Chöre verleihen dem Geschehen eine eindringliche, fast theatralische Intensität. [27.03.2026]
Nachwuchsförderung zeitgenössischer Musik – Bewerbungsphase gestartet
CD Fanny Mendelssohn-Hensel: Klavierwerke (1821-46) mit Sontraud Speidel. Foto: Ars Produktion
Das Musikfestival KlangART Vision vergibt den 3. Fanny Mendelssohn Kompositionspreis in Zusammenarbeit mit dem Fanny Mendelssohn Förderpreis, Hamburg und der Moses Mendelssohn Akademie, Halberstadt. Die Bewerbungsphase hat begonnen: Komponistinnen und Komponisten unter 35 Jahren mit EU-Wohnsitz sind eingeladen, sich bis zum 25. April online zu bewerben. Der Fanny Mendelssohn Kompositionspreis zur Förderung junger zeitgenössischer Komponisten ist geknüpft an eine Auftragskomposition und dotiert mit einem Preisgeld von 10.000 Euro, die zweckgebunden für die Aufführung und Verbreitung des Werks eingesetzt werden. [27.03.2026]
Preisträgerkonzert "Prix Serdang" mit Rudolf Buchbinder und Initiator Adrian Flury. Foto: Thomas Entzeroth
Der in der Villa Serdang bei Solothurn beheimatete Klavierpreis versteht sich nicht als Leistungsvergleich, sondern als gezielte Förderung herausragender junger Künstlerpersönlichkeiten. „In einer Zeit, in der viele junge Musikerinnen und Musiker unter enormem Erwartungsdruck stehen, setzt der Prix Serdang bewusst auf Freiheit statt auf Vorgaben. Denn es geht uns nicht darum, Karrieren zu formen, sondern sie zu ermöglichen. Der Prix Serdang hat sich in kurzer Zeit zu mehr entwickelt als nur zu einem Preis – zu einem Netzwerk des Vertrauens. Dieses Fundament möchten wir in den kommenden Jahren weiter ausbauen“, so Initiator Adrian Flury. [27.03.2026]
Philharmonie Berlin: "Debüt im Deutschlandfunk Kultur"
Mit Dirigentin Nil Venditti und den Solisten Leonid Surkov (Oboe) und Benjamin Herzl (Violine)
Nil Venditti, Foto: Alessandro Bertani
Sonntag, dem 19. April, um 20.00 Uhr in der Philharmonie Berlin ihren Saisonabschluss. Mit der Dirigentin Nil Venditti am Pult und den beiden Solisten Leonid Surkov (Oboe) und Benjamin Herzl (Violine) sind drei vielversprechende junge Musikerpersönlichkeiten zu erleben. Sie präsentieren sich mit einem ungewöhnlichen Programm mit Werken von María Huld Markan Sigfúsdóttir, John Corigliano, Kurt Schwertsik und Ottorino Respighi erstmals dem Berliner Publikum.
Die aus Perugia stammende italienisch-türkische Dirigentin Nil Venditti studierte Dirigieren an der Zürcher Hochschule der Künste und besuchte die Dirigierakademie des Pärnu Music Festivals. Darüber hinaus absolvierte sie ein Cellostudium in Italien. Nach zahlreichen Wettbewerbserfolgen, unter anderem beim „Premio Claudio Abbado für junge Musiker“ und beim Dirigierwettbewerb „Jeunesses Musicales“ in Bukarest, ist sie seit Beginn der Spielzeit 2024/2025 Erste Gastdirigentin der Royal Northern Sinfonia in Nordengland. Venditti dirigiert bei renommierten Symphonieorchestern in ganz Europa und ist zudem eine gefragte Operndirigentin. Im Sommer 2025 leitete sie das Schleswig-Holstein Festival Orchestra bei der Uraufführung des Mandolinenkonzerts von Fazıl Say. Sie eröffnet das Konzert mit „Oceans“ der isländischen Komponistin María Huld Markan Sigfúsdóttir. Darin lässt die Komponistin klangliche Bilder der Meere rund um ihre Heimat Island entstehen. Zum Abschluss ist Ottorino Respighis Sinfonische Dichtung „Feste romane“ zu hören.
Von seinen zahlreichen Wettbewerbserfolgen ist der 1. Preis beim 73. Internationalen ARD-Wettbewerb 2024 für den Oboisten Leonid Surkov der bedeutendste. In Moskau geboren, begann er seine Ausbildung an der Gnessin-Musikfachschule, bevor er an der UdK Berlin in die Klasse von Prof. Washington Barella wechselte. Nach zwei Spielzeiten an der Akademie des NDR Elbphilharmonie Orchesters ist Surkov seit 2024 Solo-Oboist beim Musikkollegium Winterthur in der Schweiz. Darüber hinaus ist er als Gastsolist bei Orchestern wie dem Tokyo Philharmonic oder dem Philharmonischen Orchester Basel sowie als Gastmusiker in zahlreichen Klangkörpern zu erleben. Er spielt in Berlin John Coriglianos eindrucksvolles Oboenkonzert, das sich sämtlichen Möglichkeiten des Instrumentes widmet.
Der Geiger Benjamin Herzl studierte am Mozarteum Salzburg sowie an den Musikuniversitäten in Wien bei Christian Altenburger und Julian Rachlin. Nach Auszeichnungen beim Internationalen Brahms-Wettbewerb sowie mit dem von Vadim Repin [27.03.2026]