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Meldung vom 10.03.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Premiere »Die tote Stadt« von Erich Wolfgang Korngold

Neuinszenierung am Deutschen Nationaltheater Weimar

Im Rahmen des zweiten Äquinoktiums (Tag-und-Nacht-Gleiche im Frühling und Herbst), das neue Theaterfestival am Deutschen Nationaltheater Weimar, kommt ein hochspannender musikalischer Psychothriller zur Premiere: Für die Oper Die tote Stadt von Erich Wolfgang Korngold hebt sich am Samstag, 21. März 2026, um 19.30 Uhr im Großen Haus der Vorhang. Über 100 Jahre nach der letzten Weimarer Aufführung kehrt das Werk nun unter der musikalischen Leitung von Dominik Beykirch und in der Inszenierung von Teamintendant und Operndirektor Dorian Dreher wieder ans DNT zurück. Neben dem Musiktheaterensemble und dem Opernchor des DNT sind auch der Kinderchor der schola cantorum weimar sowie als Gäste Daniela Köhler (als Marietta) und Corby Welch (als Paul) zu erleben.

Erfolgsoper des jungen Komponisten

Die 1920 zeitgleich in Hamburg und Köln uraufgeführte Oper feierte große Erfolge, bis die Nationalsozialisten sie wegen der jüdischen Herkunft Korngolds von den Spielplänen deutscher Bühnen verbannten – heute wird Die tote Stadt wieder regelmäßiger aufgeführt. Das von Erich Wolfgang Korngold selbst und seinem Vater unter dem gemeinsamen Pseudonym Paul Schott verfasste Libretto basiert auf Georges Rodenbachs Roman »Bruges-la-Morte« und zeichnet ein düsteres Familienportrait: Jahrelang versinkt Paul in seiner Trauer um die tote Marie. Als er der Tänzerin Marietta begegnet, die Marie verblüffend ähnelt, verschwimmen für ihn Traum, Erinnerung und Realität. Korngolds Oper mit ihrem imposanten, spätromantischen Klang erforscht die Abgründe der menschlichen Psyche. Regisseur Dorian Dreher widmet sich in seiner Inszenierung den träumerisch-traumatischen Trugbildern an der Grenze zwischen Erinnerung und Illusion.

Erich Wolfgang Korngold: Die tote Stadt

Weitere Vorstellungen: 27. März, 4. April, 19. April, 30. April, 9. Mai, 22. Mai 2026

Einführung: 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung im Foyer

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