Die neue Spielzeit 2021/22 an der Wiener Staatsoper
Fünf Premierenproduktionen sowie die »Rossini Mania« mit der Cecilia Bartoli
Ging es in der ersten Spielzeit der neuen Direktion an der Wiener Staatsoper um die Erneuerung des Kernrepertoires, so ist die Saison 2021/22 nun einem neuen Thema gewidmet: »Für unsere Premieren haben wir revolutionäre Werke ausgesucht, Werke, die den Lauf der Kulturgeschichte verändert haben. Werke, nach deren Uraufführung am nächsten Morgen zwar alles so war wie immer – und doch alles ganz anders«, so Direktor Bogdan Roščić in seinem Vorwort zum neuen Saisonbuch. »Ich glaube, diese Werke sind die richtigen Meilensteine für einen Moment in unser aller Leben, in dem nichts so stark spürbar ist wie die Notwendigkeit und auch die Sehnsucht, uns über irgendeine Schwelle zu heben und so in ein nächstes Kapitel hinein.« Auf dem Programm stehen fünf Premierenproduktionen sowie die »Rossini Mania«, mit der Cecilia Bartoli erstmals in abendfüllenden Aufführungen am Haus zu erleben sein wird, neun Wiederaufnahmen und eine Musikalische Neueinstudierung.
Große Stars und junge Künstler
Musikdirektor Philippe Jordan leitet selbst drei Premieren, eine Musikalische Neueinstudierung sowie zwei Repertoireproduktionen. Zu seiner Sicht auf die kommende Spielzeit sagt er: »Jedes Einlassen auf eine zentrale Oper, sofern es tatsächlich mit offenem Geist und mutigem Herzen geschieht, wirft all die Fragen, die wir an die großen Werke stellen, auf uns zurück. [...] Die Neuproduktionen, ebenso wie die Wiederaufnahmen und das große Repertoire, die die Spielzeit 2021/22 formen, fordern genau dieses empathische Nachforschen aufs Höchste heraus.«
Auch in der nächsten Spielzeit gastieren zentrale Künstlerinnen und Künstler wie Anna Netrebko, Elīna Garanča, Jonas Kaufmann und Juan Diego Flórez an der Wiener Staatsoper. Zahlreiche Sängerinnen und Sänger feierten erst in der noch laufenden Spielzeit ihre Debüts im Haus am Ring, können aber schon jetzt als Wiener Publikumslieblinge bezeichnet werden wie, um nur eine Auswahl zu nennen, etwa Asmik Grigorian, Pretty Yende, Nicole Car, Andrè Schuen oder Étienne Dupuis.
Weiterhin werden auch Ensemblesänge und Mitglieder des Opernstudios in großen Partien zu erleben sein.
Die von der neuen Direktion für alle fünf Spielzeiten gesetzten Schwerpunkte – die Werke von Mozart, Wagner sowie jene klassisch gewordenen Opern des 20. Jahrhunderts, die eine Brücke zwischen Tradition und zeitgenössischer Komposition bilden – finden sich auch in der kommenden Spielzeit wieder, ebenso wie die intensive Weiterführung der Kinder- und Jugendprojekte (u. a. mit der nun nachgeholten Uraufführung der Entführung ins Zauberreich) sowie die Öffnung des Hauses für alle.
Die Premieren
Diese Produktionen stehen in der Saison 2021/22 auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper: Rossinis Il barbiere di Siviglia (28. Sept. 2021), Inszenierung: Herbet Fritsch, Musikalische Leitung: Michele Mariotti; Mozarts Don Giovanni (5. Dez. 2021), Inszenierung Barrie Kosky, Musikalische Leitung: Philippe Jordan; Alban Bergs Wozzeck (21. März 2022), Inszenierung: Simone Stone, Musikalische Leitung: Philippe Jordan, Titelpartie: Christian Gerhaher; Wagners Tristan und Isolde (14. April 2022), Inszenierung: Calixto Bieito, Musikalische Leitung: Philippe Jordan; Monteverdis L'Orfeo (11. Juni 2022), Inszenierung Tom Morris, Musikalische Leitung Pablo Heras-Casado und Rossinis La Cenerentola (28. Juni 2022), Inszenierung: Claudia Blersch, Musikalische Leitung: Gianluca Capuano als Gastspiel der Oper von Monte-Carlo. Am 3., 5. und 7. Juli 2022 folgt dann noch Rossinis Il Turco in Italia in der Inszenierung von Jean-Louis Grinda und der Musikalischen Leitung von Gianluca Capuano sowie die Rossini-Benefiz-Gala mit Cecilia Bartoli, Verduhi Abrahamyan und Rolando Villazón zu Gunsten von AMADE, der Associacion des Amis de l'Enfance. Weitere Informationen unter www.
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