Ernst von Siemens Musikpreis 2020 für Tabea Zimmermann
Digitale Preisverleihung live aus dem Münchner Prinzregententheater
Am 15. Juni 2021 verleiht die Ernst von Siemens Musikstiftung der Musikerin Tabea Zimmermann den internationalen Ernst von Siemens Musikpreis. Der mit 250.000 Euro dotierte Preis wird der Bratschistin bei einem Festakt im Münchner Prinzregententheater überreicht. Die Laudatio hält Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages a.D. und Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die Moderatorin Teresa Vogl führt durch den Abend. Der Festakt findet in diesem Jahr als reines Digitalformat statt und wird auf www.evs-musikstiftung.ch sowie www.br-klassik.de ab 19:30 Uhr live übertragen.
Pandemiebedingte Verschiebung der Preisverleihung
Das Kuratorium der Ernst von Siemens Musikstiftung zeichnet mit Tabea Zimmermann eine Künstlerin aus, die alle Energie darauf lenkt, zum Kern des musikalischen Wesens vorzudringen und diese Erfahrung mit dem Publikum zu teilen. Durch ihr tiefes musikalisches Verständnis und ihre bedingungslose Liebe zur Musik, die sie mit unermüdlichem Enthusiasmus vermittelt, gestaltet Tabea Zimmermann mit ihrer Bratsche seit vielen Jahren die musikalische Gegenwart auf eindrücklichste Art und Weise. Die Ernst von Siemens Musikstiftung verleiht Tabea Zimmermann den Ernst von Siemens Musikpreis 2020 für ein Leben im Dienste der Musik. Aufgrund der Pandemie wurde die Preisverleihung um ein Jahr auf den 15. Juni 2021 verschoben.
Solistin, Kammermusikerin, Dozentin
Tabea Zimmermann wurde 1966 in Lahr im Schwarzwald geboren und fing bereits als Dreijährige mit dem Bratschenspiel an. Ihre außergewöhnliche Begabung erkannte ihr erster Lehrer Dietmar Mantel früh und förderte seine Schülerin exzellent. Einen Schwerpunkt ihrer kammermusikalischen Arbeit bildete für Tabea Zimmermann in den letzten Jahren das Arcanto Quartett mit Antje Weithaas, Daniel Sepec und Jean-Guihen Queyras aber auch Triobesetzungen mit Jörg Widmann und Dénes Várjon und Duorezitale mit den Pianisten Javier Perianes, Kirill Gerstein und Thomas Hoppe. Ihre Leidenschaft für die Kammermusik findet ihren Ausdruck auch in der künstlerischen Leitung der Beethoven-Woche Bonn, die Tabea Zimmermann gemeinsam mit Luis Gago von 2015–2020 gestaltet hat. Als Solistin arbeitet sie regelmäßig mit weltweit bedeutenden Orchestern wie dem Royal Concertgebouw Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem Orchestre de Paris, dem London Symphony Orchestra, Les Siècles, der New World Symphony oder dem Israel Philharmonic Orchestra um nur einige zu nennen. Mit dem Ensemble Resonanz, bei dem sie zwei Jahre als Artist-in-Residence wirkte und das sie oft von der Bratsche aus leitete, verbindet sie eine enge musikalische Freundschaft.
Intensiver Austausch mit zeitgenössischen Komponisten
Tabea Zimmermann hat das Interesse vieler zeitgenössischer Komponisten für die Bratsche geweckt; über 50 Uraufführungen von Ligeti über Kurtàg, Rihm und Holliger bis zu Jarrell, Lentz, Höller, Mantovani und Poppe gespielt und zahlreiche neue Werke in das Konzert- und Kammermusikrepertoire eingeführt.
Neben ihrer regen Konzerttätigkeit setzt sich Tabea Zimmermann seit langem für den musikalischen Nachwuchs ein. Zunächst als Professorin an der Musikhochschule Saarbrücken ist sie nach einer Lehrstation an der Frankfurter Hochschule für Musik seit Oktober 2002 Professorin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin.
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