Quatuor Voce eröffnet Konzertsaison in Icking
Kammermusikreihe Meistersolisten im Isartal
Die Freude ist groß, endlich das erste Konzert der Reihe Meistersolisten im Isartal ankündigen zu können: Am 19./20. Juni wird im Ickinger Konzertsaal des Rainer Maria Rilke Gymnasiums das französische Quatuor Voce auf das Podium treten und das gleich zweimal: am Samstag um 19.30 Uhr und am Sonntag um 11.00 Uhr. BR Klassik wird das Konzert am Sonntag Vormittag aufzeichnen. Das Quatuor Voce gehört zu jenen Quartettformationen, die es verstehen, Traditionen aufzubrechen und die Gattung Streichquartett in der ganzen Vielfalt ihrer Ausdrucksformen zu entwickeln und aller formelhaften Strenge zu entledigen. Im Rahmen der Meistersolisten tauchen die vier Franzosen in zwei unterschiedliche Epochen ein und interpretieren Werke des 20. Jahrhunderts von Erwin Schulhoff und Benjamin Britten sowie eines der bedeutendsten Streichquartette von Wolfgang Amadeus Mozart.
Befreiender Einstieg mit Erwin Schulhoffs Fünf Stücken für Streichquartett
Der Wiedereinstieg in das Konzertleben könnte nicht passender sein. Erwin Schulhoffs Fünf Stücke für Streichquartett aus dem Jahr 1923 sprühen mit ihren vorwärtsstrebenden Rhythmen vor Vitalität und strömen den Geist der Befreiung aus. Eine Stimmungslage, die nach dem harten Lockdown wohl intensiv nachempfunden werden kann. Schulhoff wagt Exkursionen in die osteuropäische Volksmusik und vollzieht in seiner knappen Motivik und seinem tänzerischen Schwung vielschichtige Stimmungswechsel.
Mozarts Streichquartett KV 421 im Mittelpunkt des Konzerts
Das Quatuor Voce ist berühmt dafür, die klassische Literatur Zeitgenössischem gegenüberzustellen und bisweilen auch in einen neuen Kontext zu stellen. Dabei geht es ihnen nicht um schnelllebige Effekte, sondern um die Transformation in eine Rezeptionsästhetik, die das heutige Publikum erreicht. Als Referenz an Haydns berühmtes op. 33 komponiert, steht Mozarts Streichquartett in d-Moll KV 421 gleichsam als Ikone des klassischen Streichquartetts im Mittelpunkt des Konzertprogramms. Es gilt in seiner Komplexität und musikalischen Logik als eines der reifsten Werke, das Mozart in dieser Gattung schrieb. Die Tonart d-Moll offenbart Stimmungen des Schmerzes in der ganzen Ambivalenz von Tragik und Schönheit.
Zurück im 20. Jahrhundert mit Benjamin Britten
Das dritte und letzte Werk an diesem Konzerttag ist das im Konzertsaal eher selten zu hörende Streichquartett Nr. 2 in C-Dur op. 36 von Benjamin Britten aus dem Jahr 1945. In den ersten beiden Sätzen zeigt sich bereits eine breite musikalische Farbpalette und höchste Intensität. Das Werk ist eine „Hommage“ an Henry Purcell, was besonders im dritten Satz deutlich wird. Die „Chacony“ bezieht sich auf Purcells Chaconne: Britten komponierte ein Thema mit 21 Variationen in vier Abschnitten, mit Solokadenzen als Überleitungen. Der Charakter wechselt zwischen ganz ruhigen und melodiösen Passagen und verspielten Stimmungslagen zu nachdenklich fragender und fordernd nach vorne drängender Musik.
Coronabedingte Auflagen
Sofern der derzeitige 7-Tage Index für den Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen auch zum Zeitpunkt des Konzerts stabil unter 50 bleibt, ist kein PCR oder Schnelltest für den Eintritt erforderlich. Anderslautende Informationen werden zum Veranstaltungstag auf der Homepage veröffentlicht.
Das Tragen einer FFP2 Maske auch während des Konzerts und das Einhalten der aktuell geltenden Abstandsregeln ist nach wie vor verpflichtend. Die persönliche Anmeldung und Angabe der Kontaktdaten/Haushalte für die Nachverfolgung von Infektionsketten ist weiterhin erforderlich.
Ausführliche Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage unter Hygienekonzept. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zu den Künstlern finden Sie unter www.klangwelt- klassik.de
Karten gibt es im Vorverkauf im Ticket-Shop unter www.klangwelt-klassik.de , per E-Mail unter ticket@klangwelt-klassik.de sowie telefonisch unter 08178-7171, Restkarten an der Abendkasse ab 18.00 Uhr.
Samstag, 19. Juni 2021, 19.30 Uhr
Sonntag, 20. Juni 2021, 11.00 Uhr (das Konzert wird von BR Klassik aufgezeichnet)
Einführung jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn Referent: Musikkritiker Klaus Kalchschmid
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