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Meldung vom 20.10.2021

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Zwei neuberufene Professoren an der Hochschule für Musik Nürnberg

Nikolay Borchev (Gesang) und Johannes Otter (Horn) beginnen Lehrtätigkeit

Zwei neue Professoren begannen gestern am ersten Vorlesungstag des Wintersemesters ihre Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik Nürnberg in der Veilhofstraße. Der Bariton Nikolay Borchev kennt Nürnberg bereits sehr gut: „Schon während der Zeit meines Engagements an der Münchner Staatsoper war ich oft und gern in der Stadt. Im Übrigen bin ich einige Male im Theater eingesprungen und habe auch diesen Teil des Nürnberger Kulturlebens kennengelernt.“

Die Möglichkeit, jungen Sängerinnen und Sängern das für den Beruf notwendige Rüstzeug in einer eigenen Gesangsklasse mit auf den Weg geben zu können, reizte ihn ganz besonders: „Da ich mittlerweile auf fast zwei Jahrzehnte Berufsleben zurückblicke und die Umstände des Berufes mit all seinen verschiedenen Facetten kenne, ist es mir ein besonderes Anliegen, den Studierenden auch mit Rat zur Seite zu stehen: Neben gutem Unterricht bedarf es hier und da ganz bestimmt auch des Austausches, um Entscheidungen während des Studiums und beispielsweise zu Beginn einer Laufbahn als Sängerin oder Sänger zu treffen. Und so wünsche ich mir vor allem ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen den Lernenden und mir - der ich ebenfalls ein Lernender und nunmehr auch ein Lehrender bin.“

Der aus der Schweiz stammende Hornist Johannes Otter hat von Nürnberg noch nicht so viel gesehen. „Da ich viel mit dem Fahrrad unterwegs bin, werde ich die Stadt und Region schnell erkunden um z.B. mögliche Konzertorte für die Hornklasse zu finden. Das Hochschulgebäude in der Veilhofstraße hat es ihm aber schon angetan: „Es empfängt einen mit freundlicher Strenge und einem tollen Mix aus Alt und Modern, so dass man darin ein ‚Zuhause‘ finden kann, was somit zu einer möglichst idealen Lernatmosphäre beiträgt, in der auch die Kreativität lebt.

Besonders freue ich mich darauf, individuell und mit genügend Zeit auf die Studierenden eingehen zu können, um so mit den angehenden Hornisten zusammen einen Weg zu finden, welcher ihnen ermöglicht, ihr volles künstlerisches Potential zu entfalten. Ein Ziel ist es sicher, die Studierenden mit viel Ruhe und Zeit das Hornspiel erlernen lassen zu können, so dass sie später ihre eigenen Lehrer sein können, denn wir Hornisten hören z.B. nie auf, nach dem idealen und schönsten Klang zu suchen.

Eine Vision wäre, Musikerinnen und Musiker in die weite Welt gehen lassen zu können, welche sowohl als Solokünstler, Kammer-Orchestermusikerr und auch als Lehrende voller Selbstvertrauen und Freude an der Musik in den vielseitigsten Situationen das Horn dem Publikum so zu Gehör zu bringen, dass das Horn in den Sälen dieser Welt die neue erste Geige spielt.

Biografien

Der aus der Schweiz stammende Hornist Johannes Otter war vor seiner Dozentur an der Hochschule der Künste Bern (2012–2022) schon zwei Jahre als Assistent in der Detmolder Hornklasse von Prof. Norbert Stertz tätig und entdeckte somit seine Leidenschaft für das Unterrichten sehr früh. Diese wurde sicher auch schon in der Musikschulzeit in der Hornklasse von Stefan Ruf in Basel gelegt. Zum Studium zog es Johannes Otter nach Frankfurt und Berlin (Klasse Prof. Marie Luise Neunecker) und nach Basel zum pädagogischen Master (Klasse Prof. Christian Lampert). Nach Stationen bei Orchestern in Duisburg, Hannover und Berlin ist er nun Wechselhornist in Teilzeit bei der NDR Radiophilharmonie. Neben dem Spiel als Orchestermusiker ist ihm die zeitgenössische Musik ein großes Anliegen. In diese konnte er als junger Hornist bei der Ensemble Modern-Akademie und dem Luzern Festival Akademie Orchestra tief eintauchen. Dieses Faible verfolgt er bis hin zu Projekten der Pop-Musik wie z. B. Anna Lidmans „Partner in Crime“. Im Moment entstehen so immer wieder Programmschwerpunkte, welche oft komponistenbezogen sind und somit zu intensiver Zusammenarbeit mit Komponisten wie Daniel Schnyder, Trygve Madsen, Thüring Bräm, Antony Plog führen. Zudem ist er als gefragter Lehrer immer wieder auf Meisterkursen anzutreffen (Musikkurswochen Arosa, Schwarzwälder Horntage). Erst kürzlich erfolgte sein Debut beim BR Sinfonieorchester und bei German Hornsound.

Der Bariton Nikolay Borchev kam als sehr junger Sänger für einige Jahre ins Ensemble der Bayerischen Staatsoper, bevor er für zwei Spielzeiten fest an die Wiener Staatsoper wechselte. Der Künstler hat sich schnell ein großes und vielfältiges Repertoire erarbeitet und sich mittlerweile aufgrund seiner stimmlichen wie darstellerischen Qualitäten auf allen bedeutenden europäischen Bühnen etabliert. So sang er u.a. am Royal Opera House Covent Garden, in der Carnegie Hall New York, an der Opéra Comique Paris, an der Staatsoper Hamburg, an der Staatsoper Berlin, der Oper Frankfurt, an der Ópera de Bilbao, am Palau de les Arts Valencia, am Theater an der Wien, am Staatstheater Stuttgart. Den Künstler verbindet eine enge Zusammenarbeit mit seinem früheren Stammhaus, der Bayerischen Staatsoper wohin er zuletzt u. a. als ‚Schneidebart’ in Richard Strauss‘ Die schweigsame Frau, als ‚Prosdocimo’ in Rossinis Il Turco in Italia und als Mercurio in Cavallis La Callisto zurückkehrte.

Er ist regelmäßiger Gast an der Deutschen Oper Berlin, am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, am Theater Basel, der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, der Oper Leipzig, der Oper Köln, am Theater St. Gallen, der Staatsoperette Dresden, der Opéra de Lyon sowie bei verschiedenen Festspielen. Als früherer Preisträger bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern ist Nikolay Borchev dort häufig in Liederabenden und Konzerten zu hören, kürzlich auch im Rahmen eines „Sängerportraits“ inklusive CD-Produktion der „Schönen Magelone“ von Johannes Brahms. Als gefragter Konzertsänger arbeitet Nikolay Borchev immer wieder mit namhaften Orchestern zusammen. Der Künstler verfügt über ein breitgefächertes Repertoire an Lied-Programmen, das die Liedzyklen von Beethoven, Schubert, Schumann, Mahler und Wolf ebenso enthält wie Lieder von Schostakowitsch, Tschaikowsky oder Grieg. Einladungen führen ihn u.a. immer wieder zur Schubertiade nach Vilabertran, ins Konzerthaus Dortmund, zu den Brühler Schlosskonzerten, zum Eppaner Liedsommer und in den Palais des Beaux-Arts.

Nikolay Borchev wurde in Pinsk/Weißrussland geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung ab dem 7. Lebensjahr in den Fächern Klavier, Flöte und Orgel in Moskau. Ab dem 16. Lebensjahr studierte er Gesang am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium bei Pavel Lisitsian und Maria Ariya, anschließend an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Heinz Reeh, Júlia Várady und Wolfram Rieger. Er gewann mehrere Preise bei internationalen Gesangswettbewerben.

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