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Meldung vom 22.02.2024

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Gesprächskonzert – Den gewaltsam Verstummten zuhören …

Musik und Gespräch zu Komponistinnen und Komponisten, die in der NS-Zeit ermordet wurden

Die Veranstaltung erinnert an drei Künstlerinnen und Künstler, die gewaltsam verstummt sind. Der Komponist, Korrepetitor und Dirigent Viktor Ullmann wurde 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und am 18. Oktober 1944 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet. Auch Gideon Klein, Komponist und Pianist, wurde 1941 nach Theresienstadt gebracht; 1945 wurde er in Auschwitz-Birkenau ermordet. Beide Komponisten schufen in Theresienstadt eine Vielzahl an Musik, unter anderem eine Oper.

Die tschechoslowakische deutschsprachige Schriftstellerin Ilse Weber wurde nach ihrer Internierung in Theresienstadt weiter nach Auschwitz gebracht. Vor Kriegsausbruch war sie eine erfolgreich arbeitende Künstlerin, wurde mehrfach veröffentlicht. Im Lager arbeitete Weber als Krankenschwester im Kinderkrankenhaus, las und sang für die Kleinen und versuchte, mit ihren Texten Hoffnung zu geben. Ihre Texte und Lieder waren im Lager vermutlich weit verbreitet, wurden nach der Befreiung in Theresienstadt geborgen und im Nachhinein von Überlebenden aus dem Gedächtnis notiert. Einige wurden wohl von Weber selbst auf der Gitarre begleitet. In die Gaskammer ging Ilse Weber im Oktober 1944 ihrem jüngeren Sohn Tommy und den ihr anvertrauten Kindern im Oktober »freiwillig«, um ihnen die Angst zu nehmen.

In zwei Gesprächen werden ausgehend von den Klängen der Werke die Biografien und Umstände in Theresienstadt genauer beleuchtet. Diskutiert wird außerdem, was wir als Gesellschaft im 21. Jahrhundert dafür tun können, verstummte Stimmen hörbar zu machen, wo das demokratische Potenzial von Musik und der Oper zu verorten ist und welchen Beitrag sie zu einem vielfältigen und inklusiven Miteinander leisten können.

Eine Veranstaltung der Bayerischen Staatsoper in Kooperation mit dem Thomas Mann House in Los Angeles und in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Im Gespräch: Lydia Grün, Tomáš Kraus, Vladimir Jurowski und Kai Hinrich Müller

Moderation: Andrea Thilo

Ausführende: Noa Beinart, Alt

Robert Dölle, Rezitation, Vladimir Jurowski, Klavier

Susanne Gargerle, Violine, Tilo Widenmeyer, Viola

Allan Bergius, Violoncello

Sonntag, 3. März 2024, Beginn: 17 Uhr (bis ca. 21 Uhr)

Bayerische Akademie der Schönen Künste

Max-Joseph-Platz 3, 80539 München

Eintritt: 20 € / 10 € ermäßigt (Kartenvorverkauf: Tageskasse der Bayerischen Staatsoper, Marstallplatz 5, 80539 München, tickets@staatsoper.de, Tel.: 089-21 85 19 20, Öffnungszeiten: Mo–Sa 10–19 Uhr).

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