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Meldung vom 06.07.2025

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Letzte Abo-Konzerte der Saison des SWR-Symphonieorchesters

Andrès Orozco-Estrada dirigiert Werke von Johannes Brahms und Richard Strauss

Im zehnten (und letzten) Abonnementkonzert der laufenden Saison interpretiert der Weltklasse-Oboist François Leleux das späte Oboenkonzert von Richard Strauss. Andrès Orozco-Estrada steht am Pult des SWR Symphonieorchesters und präsentiert in der zweiten Konzerthälfte die zweite Sinfonie von Johannes Brahms.

Begegnet sind sich die beiden Komponisten, die ein halbes Lebensalter trennt, nur bei einer einzigen Gelegenheit. Das war 1885, Strauss war 21 Jahre alt und Assistent Hans von Bülows an der Meininger Hofkapelle, damals ein Spitzenorchester von europäischem Rang. Brahms, 52 Jahre alt und ein berühmter Komponist, vertraute dem Orchester die Uraufführung seiner vierten Sinfonie an, die er selbst dirigierte.

Grundverschiedene Charaktere

Während seines Aufenthaltes hörte er sich die f-Moll-Sinfonie seines jungen Kollegen an, und, um ein Urteil gebeten, sagte er: „ganz hübsch“, empfahl dem jungen Strauss aber dringend, Tanzsätze Schuberts zu studieren, wegen deren achttaktiger Melodien. Was er wohl meinte: Strauss' Einfälle seien form- und endlos. Strauss selbst scheint den Rat nicht beherzigt zu haben, betrachtet man die ausschweifende Musik der Tondichtungen, die er in den folgenden Jahren schrieb. Er zeigte sich erst mächtig beeindruckt von Brahms' „Vierter“, nahm später aber eine distanzierte Stellung zu ihm ein, zu nahe stand er der „Neudeutschen Schule“ um Wagner und deren Plädoyer für die Programmmusik.

Erst sein Spätwerk, zu dem auch das Oboenkonzert gehört, zeigt wieder eine tiefe innere Nähe zur Tonsprache von Brahms. So wirken die beiden Werke dieses Konzertabends überraschend verwandt und nicht so, als trennte sie fast ein Dreivierteljahrhundert – sowie zwei Weltkriege, mehrere Systemwechsel und auch die großen Umwälzungen innerhalb der Musikgeschichte.

Abonnementskonzerte in Stuttgart, Mannheim und Freiburg:

Dienstag 17. Juli 2025 um 20 Uhr

Freitag, 18. Juli 2025 um 20 Uhr

Stuttgart, Liederhalle

Samstag, 19. Juli 2025 um 19 Uhr

Mannheim, Rosengarten

Sonntag, 20. Juli 2025 um 19 Uhr

Freiburg, Konzerthaus

Konzerteinführung mit Meinhard Sarembar jeweils 1 Stunde vor Konzertbeginn.

Tickets unter SWRTicketservice.de und - soweit verfügbar - an der Abendkasse.

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