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Meldung vom 26.09.2025

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Saisonstart der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin

Konzerte in der Schweriner Paulskirche und der Konzertkirche Neubrandenburg

Mit einem Programm voller Tiefgang, Dramatik und Kontraste ist die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin zum Auftakt in ihrer neuen Konzertsaison unterwegs – am 3. Oktober in der Schweriner Paulskirche und am 5. Oktober in der Konzertkirche Neubrandenburg. Die Musikalische Leitung des Konzertes liegt in den Händen von Anna Rakitina, einer jungen russischen Dirigentin, die zum ersten Mal am Pult der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin steht.

Komponistin Florence Price - eine Entdeckung

Das Konzert wird eröffnet mit einem zarten, emotional berührenden Werk von Florence Price (1887–1953). Sie war die erste afroamerikanische Komponistin, deren Sinfonie von einem der bedeutenden US-amerikanischen Orchester zur Aufführung gebracht wurde. In ihrer Musik verbindet Price europäische klassische Traditionen mit afroamerikanischen Spirituals und Rhythmen. Adoration entstand ursprünglich für Orgel und ist geprägt von eingängiger, inniger Melodik. Heute zählt Adoration zu ihren meistgespielten Werken und wird sowohl in kirchlichen als auch in konzertanten Kontexten aufgeführt.

Neues Werk für Horn und Orchester

Als Solist ist Stefan Dohr – Solo-Hornist der Berliner Philharmoniker – zu Gast: Er spielt den Solopart im Konzert für Horn und Orchester von Steingrimur Rohloff, einem deutsch-isländischen Komponisten. Der gefeierte Solist und Kammermusiker Dohr ist eine feste Größe in der internationalen Hornlandschaft. Das Werk Rohloffs hat er erst im Mai 2025 mit dem Aalborg Symfoniorkester in Dänemark uraufgeführt. Virtuos, kantig und emotional wird hier die Vielseitigkeit des Horns in einem innovativen Dialog mit dem Orchester präsentiert.

Sinfonie des Abschieds

Tief in menschliche Abgründe führt das Publikum Tschaikowskis 6. Sinfonie, die als das persönlichste und emotionalste Werk des russischen Komponisten gilt. Der Beiname Pathétique (Die Leidenschaftliche) geht allerdings auf den Bruder des Komponisten zurück. Tschaikowski selbst bestätigte, dass seine Sinfonie programmatisch sei und außermusikalische Inhalte transportiere: Dieses Programm aber solle „für alle ein Rätsel bleiben“. Auch bekannte er, dass das Werk „voll von subjektiven Gefühlsregungen“ sei. Kurz nach der Uraufführung verstarb Pjotr I. Tschaikowski, was der Sinfonie bis heute eine Aura von Abschied und Rätselhaftigkeit verleiht.

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