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Meldung vom 19.04.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Händels "Giulio Cesare in Egitto" an der Deutschen Oper Berlin

Erstmals seit vielen Jahren wird wieder eine Barockoper auf der großen Bühne gezeigt

Mit der Premiere von Georg Friedrich Händels Giulio Cesare in Egitto am 25. April um 18 Uhr präsentiert die Deutsche Oper Berlin erstmals seit vielen Jahren wieder eine Barockoper auf der großen Bühne. Die 1724 in London uraufgeführte Oper verbindet Liebesdrama und Politthriller. Im Zentrum steht die ebenso faszinierende wie ambivalente Beziehung zwischen Cleopatra und Julius Caesar. Cleopatra erscheint dabei nicht nur als Liebende, sondern auch als politische Strategin, die Caesars Gunst nutzt, um ihre Position im Machtkampf gegen ihren Bruder Ptolemaios zu sichern. Nicola Hayms Libretto legt den Fokus auf die psychologische und emotionale Charakterzeichnung der Figuren. Händel hat dazu einige seiner schönsten Arien geschrieben.

Dirigent und Inszenierung

Dirigent Alessandro Quarta realisiert die Oper nicht mit einem spezialisierten Barockensemble, sondern mit dem Orchester der Deutsche Oper Berlin, ergänzt durch einige historische Instrumente wie Theorbe, Viola da Gamba und Laute. So entsteht ein transparenter und klanglich tragfähiger Zugang zu Händels Partitur. In der Inszenierung von David McVicar, ursprünglich für das Festival in Glyndebourne entstanden, wird die emotionale Tiefe der Musik in opulente Bildwelten übersetzt. Der international gefragte Regisseur greift auf Formen des barocken Soffittentheaters zurück – mit Prospektkulissen, flächigen Szenenwechseln und präzise erarbeiteten Choreografien. So entsteht eine Bühne, die bewusst zwischen theatraler Künstlichkeit und psychologischer Intensität oszilliert, ohne auf ironische Brechungen zu verzichten.

Hochkarätiges Sänger-Ensemble

In den Hauptpartien sind u. a. Christophe Dumaux (Giulio Cesare), Elena Tsallagova (Cleopatra) und Stephanie Wake-Edwards (Cornelia) zu erleben. Die russische Sopranistin Elena Tsallagova wird vom Publikum der Deutschen Oper Berlin sehr geschätzt und wurde zuletzt für ihre Interpretation von Zdenko/Zdenka in Arabella, der Titelpartie von La traviata, der Eva in Die Meistersinger von Nürnberg und von Dona Clara in Der Zwerg gefeiert.

Ensemblemitglied Stephanie Wake-Edwards erregte in der Violanta-Premiere mit ihrem warmen, nuancierten Mezzosopran als Barbara großes Aufsehen. Der französische Countertenor Christophe Dumaux verfügt über ein großes Repertoire im Barockfach, hat sich mit profilierten Orchestern einen exzellenten Ruf erarbeitet und wurde für seinen Cesare im Salzburger Festivalsommer 2025 viel gerühmt.

Georg Friedrich Händel: Giulio Cesare in Egitto

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