Das „Weltorchester“ gibt sich die Ehre
Jugendliche aus Peru, Bolivien und Tunesien musizieren gemeinsam in Bremen
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (DKB) ist seit Jahrzehnten ein Orchester von Weltrang, seit 2004 ist der estnische Dirigent Paavo Järvi ihr Künstlerischer Leiter. Die Förderung von Talenten ist für diese Musikerinnen und Musiker seit jeher eine Herzensangelegenheit. Am 16. Mai findet ein ganz besonderes Projekt in der Heimatstadt der DKB statt: Das „Weltorchester“, bei dem insgesamt zwölf Jugendliche – davon sieben aus Peru, fünf aus Bolivien und sieben aus Tunesien – in der Hansestadt begrüßt werden. Sie sind vom 6./7. Mai an in Bremen und proben ab 8. Mai eine Woche lang mit den ortsansässigen Musikerinnen und Musikern die Eroica, Ludwig van Beethovens 3. Sinfonie.
Chancen für junge Menschen
Das Bremer Weltorchester eröffnet jungen Menschen in Bolivien, Peru und Tunesien, die teilweise in zutiefst benachteiligten Verhältnissen leben, Chancen, die ihren Lebensweg maßgeblich verbessern können. Gleichzeitig kann sich auch der Blick der Bremer Jugendlichen verändern: Bereits vor einigen Wochen reisten junge Mitglieder des Jugendsinfonieorchesters und des Jungen Kammerorchesters Bremen in alle drei Partnerländer, um mit Jugendlichen aus sozialen Musikprojekten zu musizieren. Dabei erlebten sie unmittelbar, wie sehr die Lebensrealitäten der Jugendlichen vor Ort von Armut, Unsicherheit und Perspektivlosigkeit geprägt sind – und wie die Musikprojekte oft die einzige Kraftquelle für mehr Selbstbewusstsein und den Mut sind, sich eine andere Zukunft vorzustellen.
Zukunftsweisendes Projekt
Auch die Botschafter aus dem Jugendsinfonieorchester Bremen und dem Jungen Kammerorchester Bremen werden als Teil des „Weltorchesters“ am Konzert mitwirken.
Zum Ende des 200-jährigen Jubiläums der Philharmonischen Gesellschaft Bremen setzt das Abschlusskonzert dieses einzigartigen Projekts ein Zeichen für internationale Verständigung, kulturellen Austausch und das Vertrauen in die Kraft der nächsten Generation. Ein wirkungsvoller, beispielhafter Impuls, den die Kulturstadt Bremen mit den Mitteln der Musik in die Welt sendet. Und damit in die Zukunft weist.
Fundament dieses Projektes waren jahrzehntelange weltweite Aktivitäten, initiiert von der Philharmonischen Gesellschaft Bremen, der Bremer Ehrenbürgerin und Kulturmäzenin Barbara Grobien und des „Zukunftslabors“, einer DKB-Initiative für Kinder und Jugendliche. Geeint von der Überzeugung, dass Musik die Kraft hat, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Dass Musik Möglichkeiten in sich birgt, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auch und gerade in sozial herausfordernden Situationen zu beflügeln und zu unterstützen.
Samstag, 16. Mai 2026, 19.30 Uhr Zech-Turm Bremen
Das „Weltorchester“ gibt sich die Ehre
- Jugendliche aus Peru, Bolivien und Tunesien musizieren gemeinsam in Bremen
- Beethoven: Ouvertüre „Die Geschöpfe des Prometheus“ op. 43
- Sibelius: Violinkonzert d-Moll op. 47
- Beethoven: Symphonie Nr. 3 „Eroica Es-Dur op. 55
- Guido St.Anna (Violine)
- Rodolfo Barraez (Dirigent)
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