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Meldung vom 17.08.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Kasseler Musiktage mit dem Motto "Was bewegt Dich?"

Klassische Formate und experimentelle Ansätze

Die Kasseler Musiktage 2026 fragen nach dem, was Musik in uns und zwischen uns in Bewegung setzt: körperlich, gedanklich, emotional und im Raum. Vom 22. Oktober bis 1. November laden zehn Veranstaltungen in der documenta-Halle, Weinkirche, Alten Brüderkirche, Martinskirche, im Schauspielhaus und in der UK14 dazu ein, vertraute Konzertformen neu zu erleben, besondere Orte in Kassel klanglich zu entdecken und musikalischen Bewegungen vom Barock bis in die Gegenwart zu folgen. Unter dem Motto „Was bewegt Dich?“ entfaltet sich ein Festival, das klassische Formate ebenso ernst nimmt wie performative, genreübergreifende und experimentelle Ansätze.

Experimentelles und Minimal Music

Schon der Auftakt in der documenta-Halle zeigt, wie weit sich der Konzertbegriff öffnen kann. Das treppenhausorchester kehrt nach seinem gefeierten Auftritt 2018 mit Hygge nach Kassel zurück und erweitert den gewohnten Konzertabend mit dem Programm Disco um Steh- und Bewegungsräume, ohne das konzentrierte Zuhören aus dem Blick zu verlieren. Gleich am folgenden Abend bleibt das Festival mit Terry Rileys In C in der Weinkirche in Bewegung: Sieben Mitglieder des treppenhausorchester lassen ein ikonisches Werk der Minimal Music als offenen Prozess neu entstehen, der schon 2017 an diesem Ort bei den Musiktagen zu hören war. Auch das partizipative Projekt Bootsfahrt in der UK14 führt diese Spur weiter, wenn der Studio Lev Cho:r Kassel gemeinsam mit dem Bassklarinettisten und Komponisten Sem R. A. Wendt Wasser, Strömung und Stimme in ein szenisch-musikalisches Erlebnis übersetzt.

Alte Musik und ihre Resonanz im Heute

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit Alter Musik und ihren Resonanzen im Heute. Mit der Akademie für Alte Musik Berlin und der Sopranistin Roberta Mameli ist in Lamento mirabile eines der renommiertesten Barockensembles nach vielen Jahren wieder bei den Kasseler Musiktagen zu Gast: Zwischen Georg Friedrich Händel, Giovanni Battista Pergolesi und Giovanni Battista Ferrandini wird barocke Klangrede in großer emotionaler Bandbreite erfahrbar. Auch Claudio Monteverdi zieht sich wie eine feine Linie durch die jüngere Festivalgeschichte und kehrt nun in neuem Rahmen zurück: Der Countertenor Raffaele Pe und sein Ensemble La Lira di Orfeo gestalten in der Alten Brüderkirche in Monteverdi a solo einen intimen Abend mit Liedern, geistlichen Werken und Opernauszügen des italienischen Meisters. Einen vokalen Gegenpol setzt das Programm Erhöre uns in der Weinkirche, wo das Vokalensemble The Present nach seinem Kasseler Gastspiel 2022 mit Musik von Heinrich Schütz und der kalifornischen Komponistin Laura Steenberge versucht, Kontakt zu diesem Komponisten aufzunehmen, dessen Weltkarriere in Kassel begann.

Das Gesamtprogramm der Kasseler Musiktage 2026 ist über www.kasseler-musiktage.de abrufbar. Karten für alle Veranstaltungen sind ab dem 1. September 2026 über unseren Onlineshop, sämtliche Reservix-Vorverkaufsstellen sowie über unser Kartentelefon 0561-316 450 0 zu erwerben.

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