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Meldung vom 04.11.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Gürzenich-Orchester Köln: Debüt von Anastasia Kobekina

Riccardo Minasi dirigiert ein reines Schumann-Programm

Riccardo Minasi kehrt mit einem reinen Schumann-Programm zurück zum Gürzenich-Orchester Köln. Auf dem Programm der Konzerte am 8., 9. und 10. November in der Kölner Philharmonie stehen die Ouvertüre zu Manfred op. 115, das Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129 sowie die Sinfonie Nr. 2 op. 61 in C-Dur. Anastasia Kobekina gibt mit diesem Konzert ihr Debüt beim Gürzenich-Orchester.

Eindrucksvolles Schumann-Programm

Inspiriert von Lord Byrons dramatischem Gedicht über einen von Schuld und innerer Zerrissenheit gequälten Helden, entwarf Robert Schumann die Ouvertüre zu Manfred. Ursprünglich Teil eines umfangreichen Bühnenwerks mit Chören und Sprechtexten, entfaltet die Ouvertüre auch ohne Worte einen psychologischen Sog, der bis heute fasziniert.

Das Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll komponierte Schumann innerhalb von nur zwei Wochen kurz nach seinem Amtsantritt als städtischer Musikdirektor in Düsseldorf. Statt auf virtuose Effekte setzte er auf einen fließenden musikalischen Dialog zwischen Soloinstrument und Orchester.

Die Zweite Sinfonie entstand in einer gesundheitlich schwierigen Lebensphase Schumanns, in der er intensiv Johann Sebastian Bach studierte und sich besonders mit kontrapunktischen Techniken auseinandersetzte. Besonders im langsamen Satz verbinden sich tiefe Melancholie und innige Lyrik, bevor das Finale zu einem kraftvollen, beinahe triumphalen Aufbruch findet.

Gefragte Solistin mit vielseitigem Repertoire

Die russische Cellistin Anastasia Kobekina begann bereits im Alter von vier Jahren mit dem Cellospiel und entwickelte sich zu einer international gefragten Solistin mit einem außergewöhnlich vielseitigen Repertoire. Zu ihren Auszeichnungen zählen der erste Preis des TONALi-Wettbewerbs 2015, die Bronzemedaille beim Tschaikowsky-Wettbewerb 2019 und der Leonard Bernstein Award 2024. Als BBC New Generation Artist und mit ihrem Album Venice bei Sony Classical machte sie ebenso auf sich aufmerksam wie durch Auftritte bei den BBC Proms und in bedeutenden europäischen Konzertsälen.

International aktiver Dirigent

Der italienisch-japanische Dirigent und Geiger Riccardo Minasi verbindet historisch informierte Aufführungspraxis mit einem lebendigen, analytisch geschärften Zugang zum Orchesterrepertoire. Er war Mitbegründer und Dirigent des Ensembles Il Pomo d’Oro, Chefdirigent des Mozarteumorchesters Salzburg und Musikdirektor des Teatro Carlo Felice in Genua. Als Principal Guest Conductor des Ensemble Resonanz und mit Gastdirigaten bei führenden Orchestern Europas setzt er seine stilistische Vielseitigkeit auf internationalen Konzert- und Opernbühnen fort. Riccardo Minasi war zuletzt im Januar dieses Jahres mit Werken von Maurice Ravel, Hector Berlioz und Nikolai Rimski-Korsakow zu Gast beim Gürzenich-Orchester.

Konzerttermine:

Weitere Informationen und Karten unter

www.guerzenich-orchester.de/de/event-detail/delirium

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