Sommets Musicaux de Gstaad finden zum 22. Mal statt
Drei Konzertzyklen an drei außergewöhnlichen Spielstätten
Die Sommets Musicaux de Gstaad unter ihrem künstlerischen Leiter Renaud Capuçon gaben ihr Musikprogramm für die 22. Ausgabe des Festivals bekannt. Vom 28. Januar bis zum 5. Februar 2022 treffen sich die Musikliebhaber in der Kapelle von Gstaad und in den Kirchen von Saanen und Rougemont. Getreu den im Entstehungsjahr 2001 gesetzten Zielen planen die Sommets Musicaux de Gstaad neun aufeinanderfolgende Tage, an denen das Publikum die Möglichkeit hat, junge aufstrebende Künstler und Virtuosen von internationalem Rang und Namen zu erleben.
Trotz pandemiebedingter großer Schwierigkeiten 2021 haben die Sommets Musicaux de Gstaad durchgehalten und zum ersten Mal über Streaming-Dienste eine wunderbare Ausgabe geliefert, deren Erfolg weit über die Grenzen hinaus vermerkt wurde. Nun freut sich die Festivalleitung ganz besonders darauf, das Publikum in einer 2022er Ausgabe mit einem wunderbar abwechslungsreichen Programm endlich wiedersehen zu dürfen. Einige der annullierten Konzerte aus dem vergangenen Jahr wurden zwar erneut ins diesjährige Programm übernommen, doch die Hauptkonzerte wurden neu gestaltet und dürften getreue Festivalfans und Erstbesucher gleichermaßen entzücken. Dieses Jahr ist ein ganz besonderes für den künstlerischen Leiter der Sommets Musicaux de Gstaad, da es u. a. auch für seine Ernennung zum Chefdirigenten und künstlerischen Leiter des Kammerorchesters Lausanne steht, eine Funktion, die er ab der Saison 2021-2022 innehaben wird. Natürlich wollte Renaud Capuçon dann auch am 28. Januar um 19.30 Uhr in der Kirche von Saanen mit dem OCL das Festival eröffnen – dies mit einem selten gehörten Programm, in dem es zwei Violinkonzerte des fast ganz in Vergessenheit geratenen Komponisten Joseph Bologne – Chevalier de Saint-George zu hören geben wird und die Sinfonie Nr. 4 in A-Dur op. 90 «Italienische» von Mendelssohn.
Förderung junger Talente
Die Geige und die Förderung junger Talente stehen im Vordergrund über den gesamten Festivalverlauf, vor allem an
den Nachmittagen in der Kapelle von Gstaad, wo junge Geiger, die um den Prix Thierry Scherz und den Prix André Hoffmann wetteifern und 2021 keinen Wettbewerb spielen durften, das Publikum ungeduldig für ihre
Solovorstellung um 16.00 Uhr erwarten. In der Kirche von Rougemont wird am 30. Januar um 11.00 Uhr der Geiger
Guillaume Sutre mit einem Bachprogramm zu hören sein – auch er wird als Mentor für die jungen Geigerinnen und Geiger agieren. Am 1. Februar spielt der lettische Geiger Gidon Kremer – einer der größten Geiger und Musiker seiner Generation – ein Konzert in der Kirche von Saanen. Gidon Kremer wurde vom Vater und vom Großvater erzogen, beide waren Geiger. Er studierte unter der Leitung von David Oistrach. Begleitet wird er von der Kremarata Lithuanica, einem vor kurzem gegründeten Orchester, das mit talentierten jungen Musikern besetzt ist. Am Klavier sitzt der Lette Georgijs Osokins, in einem erstaunlichen, weitgehend mit Werken junger baltischer Komponisten bestückten Programm.
Prominenter Composer-in-Residence
Einmal mehr hat Renaud Capuçon sein Programm als Brücke zwischen neuen Musikergenerationen und bereits etablierten Stars der Szene konzipiert. Wolfgang Rihm, der – dank der Qualität und des Reichtums seines mittlerweile knapp vierhundert Werke umfassenden Schaffenskatalogs – inzwischen zu den Hauptakteuren in der zeitgenössischen Musik zählt, gibt dem Festival die Ehre, während der Sommets Musicaux de Gstaad als Composer-in-Residence tätig zu sein. Rihm, der bereits in jungen Jahren auch in die zeitgenössische Malerei eingeführt worden war, folgt der Lehre von Karlheinz Stockhausen in Köln und von Klaus Huber und Hans Heinrich Eggebrecht in Freiburg. Als anerkannter Komponist unterrichtet er ab 1978 in Darmstadt und danach ab 1981 an der Musikakademie München. Von 1984 bis 1989 ist er Mitherausgeber der Musikzeitschrift Melos und musikalischer Berater der Staatsoper Berlin. Zahlreiche Auszeichnungen und Preise schmücken seinen Werdegang, darunter u. a. der Ernst von Siemens-Preis im Jahr 2003, der Goldene Löwe der Biennale von Venedig (2010) und der Deutsche Verdienstorden im Jahr 2011. Rihms speziell für das Festival geschriebene Werk Episode für Geige und Klavier, wird jeden Nachmittag um 16.00 Uhr von den jungen Gastmusikern aufgeführt.
Programme, Tickets und Kartenvorverkauf über www.sommets-musicaux.ch
Der Kartenverkauf erfolgt über das Tourismusbüro Gstaad, ticketcorner.ch und die Abendkasse. Der Kartenverkauf
startet am 22. November 2021. Reservierungen unter: Tourismusbüro Gstaad: +41 33 748 81 82 ticketing@gstaad.ch
Konzertpreise: von CHF 30 bis CHF 150 je nach Kategorie und Veranstaltungsort.
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