„Pas de deux“ - Klavierduo mit Ballettmusik zu vier Händen
Nadezda Pisareva & Georgy Tchaidze im Konzerthaus Berlin
Zu einem „Pas de Deux“ lädt das Klavierduo Nadezda Pisareva & Georgy Tchaidze am Freitag, den 20. Oktober, ins Konzerthaus Berlin. Beginnend um 20 Uhr präsentieren die beiden international renommierten Musiker mit der Dornröschen-Suite von Peter I. Tschaikowsky und Maurice Ravels Ma mère l’Oye zwei märchenhafte Ballettmusiken, bevor sie sich nach der Pause mit Igor Strawinskys epochalem Sacre du Printemps in die Welt der vorzeitlichen Rituale stürzen. Vier Hände entfesseln an einem Flügel eine vielschichtige Palette an Klangfarben und mitreißenden Rhythmen.
Klangprächtige Welt der Märchen
Seit fünfzehn Jahren kennen sich die Pianistin Nadezda Pisareva und ihr Kollege Georgy Tchaidze, und fast ebenso lange gönnen sie sich – trotz einer Vielfalt unterschiedlichster internationaler Verpflichtungen – das Vergnügen, gemeinsam an einem Klavier zu vier Händen zu musizieren. Ihr Programm haben die beiden Wahlberliner, die einen großen Teil ihres Studiums bei Klaus Hellwig an der UdK absolvierten, durch verschiedene rote Fäden miteinander verflochten. Peter Tschaikowskys Dornröschen-Suite, 1891 von dem jungen Sergej Rachmaninoff für „quatre mains“ eingerichtet, lenkt sogleich mit großem Schwung in die unerschöpfliche Welt des Märchens, in der auch der subtile Ästhet Maurice Ravel einem Defilee zerbrechlich-skurrilen Gestalten begegnete: Nachdem auch er zunächst etwas von der „schlafenden Schönen“ erzählt hatte, entdeckte er in Charles Perraults Contes de ma mère l’oye weitere Figuren, die ihm – dem ewigen Kind – schließlich zu einer bezaubernden Ballettmusik gerieten.
Vom Uraufführungs-Skandal zum Dauerbrenner
Mit den märchenhaften Tänzen eines Feuervogels begann auch die Weltkarriere von Igor Strawinsky, der freilich in seiner russischen Heimat nicht nur den bösen Kaschtschei kennenlernte: Mit dem wilden, heidnische Ritual des Sacre du printemps, bei dessen Uraufführung vor einhundertundzehn Jahren das Publikum die Contenance verlor, stieß der Komponist die Pforten zur Neuen Musik weit auf – rücksichtslos, hemmungslos und brutal entfesselte er den Skandal, der ihn, da er in Paris geschah, berühmt machen mußte. Das Duo Pisareva-Tchaidze spielt zum Abschluß ihres „Pas de Deux“ Strawinskys eigenes Arrangement, an dessen Ausführung sich einst Claude Debussy beteiligte – und der verstand bekanntlich etwas von Musik.
Veranstaltungsort: Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal, Gendarmenmarkt 2, 10117 Berlin
Tickets: 15€ | 20€ (zzgl. VVK) - Vorverkauf und weitere Informationen: konzerthaus.de
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