Staatsoper Hamburg: Nachwuchspreise der Opernstiftung vergeben
Alexander Roslavets, Ana Torrequebrada und Sebastian Deutscher ausgezeichnet
Der Bass Alexander Roslavets und die Tänzerin Ana Torrequebrada sind die Träger des Dr. Wilhelm Oberdörffer-Preises. Der Eduard Söring-Preis geht an Sebastian Deutscher. Die mit je 8.000 Euro dotierten Preise werden am 13. April 2024 im Rahmen des Operndinners von der Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper vergeben. Bei der Wahl der Preisträgerinnen und Preisträger folgt die Opernstiftung der Empfehlung des Opernintendanten Georges Delnon, des Ballettintendanten Professor John Neumeier sowie des Hamburgischen Generalmusikdirektors Kent Nagano.
Auszeichnung und Ansporn für die jungen Künstler
„Es ist der Opernstiftung ein großes Anliegen, besondere Begabungen und die Vielseitigkeit des künstlerischen Nachwuchses zu fördern. Die Intendanten haben begabte Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die durch ihr besonderes Talent, Engagement, die Arbeit und Hingabe an ihre Kunst aufgefallen sind. Es ist uns eine große Freude ihre Karrieren durch die Verleihung unserer Preise zu ehren und sie dadurch zu unterstützen und weiter zu außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen zu motivieren“, sagt Geschäftsführerin Ulrike Schmidt. „Wir gratulieren unseren Preisträgerinnen und Preisträgern von Herzen und wünschen allen viel Glück auf ihrem Weg!“
Wandlungsfähiger Sänger
Opernintendant Georges Delnon gratuliert dem Preisträger: „Alexander Roslavets ist seit der Spielzeit 2016/17 Mitglied des Solistenensembles der Hamburgischen Staatsoper. Seitdem hat der Bass eine konstante und herausragende künstlerische Entwicklung gezeigt. So hat er in Partien wie Masetto (Don Giovanni), Boris Ismailow (Lady Macbeth von Mzensk) oder Warlaam (Boris Godunow) immer wieder unter Beweis gestellt, dass er ein vielseitiger und wandlungsfähiger Künstler ist. Hervorzuheben sind auch seine Auftritte an anderen bedeutenden Häusern. 2018 trat er als René in Tschaikowskis Iolanta erstmals an der Metropolitan Opera in New York auf. In jüngster Zeit feierte er als Boris Godunow in Paris einen großen Erfolg.“
Vielversprechende Künstlerin im Hamburger Ballett
Ballettintendant und Chefchoreograf John Neumeier lobt die diesjährige Oberdörffer-Preisträgerin: „Die in Burgos, Spanien, geborene 23-jährige Ballett-Tänzerin nahm 2017 am renommierten Nachwuchswettbewerb Prix de Lausanne teil und konnte sich aufgrund ihrer dort erbrachten Leistung für die Ballettschule des Hamburg Ballett qualifizieren. 2019 wurde sie dann in die Compagnie aufgenommen und tanzte von Anfang an auf einem sehr hohen Niveau und mit großer Disziplin. So verkörperte sie bereits mehrere große Solorollen in meinen Balletten, wie beispielsweise Marie in Der Nussknacker, Stella in Endstation Sehnsucht und Prudence Duvernoy in Die Kameliendame. Dabei zeichnet diese besondere Künstlerin vor allem eine sehr gute Technik mit starkem Ausdruck und beeindruckender Persönlichkeit aus. Ana Torrequebrada ist eine junge Künstlerin mit einer vielversprechenden Zukunft beim Hamburg Ballett.“
Verdiente Auszeichnung
Generalmusikdirektor Kent Nagano hebt beim diesjährigen Eduard-Söring-Preisträger seine Qualitäten als Stimmführer der 2. Violinen hervor: „Sebastian Deutscher ist ein außerordentlicher Künstler und ein wunderbarer Musiker. Während vieler Jahre im Orchester hat er zudem eine weitere beeindruckende Entwicklung gemacht; als Stimmführer hat er über die letzten Jahre einen phantastischen lyrischen Ton entwickelt. Er hat diesen besonderen und prestigeträchtigen Preis verdient, weil er zu unserer Hamburger Tradition etwas ganz Fundamentales beiträgt, wesentlich an der Formung des Klangs beteiligt ist und somit in die Zukunft weist.“
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