Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Rust-Preis 2024 für Alice Grouchman
Die Leipzigerin gewinnt den Violin-Förderwettbewerb der Ostdeutschen Sparkassenstiftung
Mit einer Festlichen Matinée ist der Rust-Preis 2024 der Ostdeutschen Sparkassenstiftung am vergangenen Sonntagmittag im Anhaltischen Theater Dessau zu Ende gegangen. Die Siegerin der zwölften Auflage des Violin-Förderwettbewerbs ist Alice Grouchman aus Leipzig. Die 20-Jährige hatte den Rust-Preis bereits 2022 gewonnen und konnte die Jury bei ihrer zweiten Teilnahme auch in diesem Jahr voll und ganz überzeugen.
Der ausgelobte Sonderpreis des Anhaltischen Theaters Dessau wird in diesem Jahr verdoppelt. Über einen Solo-Auftritt mit der Anhaltischen Philharmonie darf sich damit zum einen die 21 Jahre alte Rostockerin Leonie Seemann freuen. Nach 2018 und 2022 war sie in diesem Jahr zum dritten Mal beim Wettbewerb dabei. Außerdem als Solistin mit dem Dessauer Orchester auftreten darf Julia Lehnert aus Markkleeberg. Die 20-Jährige war 2022 ebenfalls erste Rust-Preisträgerin. Die drei Musikerinnen haben damit auch ihre von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung zur Verfügung gestellten Meistergeigen erfolgreich verteidigt. Der erste Preis ist zusätzlich mit 700 Euro dotiert.
Den zweiten Preis hat die Jury der erst 13-jährigen Alina Li als der Besten ihrer Altersgruppe zugesprochen. Die junge Potsdamerin kann damit bis zum nächsten Wettbewerb 2026 auf einer von ihr ausgewählten Meistergeige der Ostdeutschen Sparkassenstiftung spielen. Ihr Preis ist zudem mit 500 Euro dotiert. Der dritte Preis mit 250 Euro ging an die 19-jährige Helene Freytag aus dem sächsischen Borsdorf.
Konzerte mit Pianist Emanuel Ax am 16. und 18. April 2026
Mit Mieczysław Weinbergs Burattino und das goldene Schlüsselchen: Orchestersuite Nr. 4 op. 55d und Auszügen aus Sergej Prokofjews Romeo und Julia op. 64 wird Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla in den Konzerten vom 16. bis 18. April erstmalig am Pult der Berliner Philharmoniker stehen. Das Programm wird von John Williams‘ Konzert für Klavier und Orchester ergänzt, mit Emanuel Ax als Solist.
Er wird sein Amt im August 2026 als Nachfolger von Jeremy Bines antreten
Marco Medved hat die Berufung zum neuen Chordirektor der Deutschen Oper Berlin angenommen hat und wird sein Amt im August 2026 als Nachfolger von Jeremy Bines antreten. Der Mailänder Marco Medved genoss am Konservatorium Giuseppe Verdi eine exzellente Ausbildung in Klavier, Komposition, Chor- und Orchesterleitung, die er mit Auszeichnung abschloss. Seither verfügt er nach Leitungspositionen bei den Tiroler Festspielen Erl, beim National Centre for Performing Arts in Peking, den Festspielen Südtirol von Toblach, den Opern in Köln und Bonn und zuletzt am Teatro Petruzzelli in Bari über breit gefächerte Erfahrungen als Chordirektor im Opernbetrieb.
Theatermanagerin Karin Bergmann folgt auf Markus Hinterhäuser
Nachdem Intendant Markus Hinterhäuser nach wochelangem Streit mit dem Festspielkuratorium sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt hatte, übernimmt die Theatermanagerin Karin Bergmann vorläufig bis 2027 die künstlerische Leitung der Salzburger Festspiele. Die 1953 in Recklnghausen geborene Kulturmanagerin ist eine gute Wahl und bringt reichlich Erfahrung mit. Von 20214 bis 2019 leitete sie als erste Frau erfolgreich das Wiener Burgtheater und war als Schauspielchefin der Salzburger Festspiele im Gespräch.
Ältester deutscher Jazz-Preis, zum 46. Mal verliehen
Der gemeinsam vom Land Rheinland-Pfalz und dem Südwestrundfunk vergebene SWR Jazzpreis geht 2026 an die Pianistin Olga Reznichenko. Die Preisvergabe findet am 31. Oktober 2026 im Rahmen des Festivals Enjoy Jazz im BASF Gesellschaftshaus in Ludwigshafen statt. In der Jurybegründung heißt es: „Bewegung! Das scheint ein Credo von Olga Reznichenko zu sein. Extrem aktiv und extrem vielseitig gestaltet die Pianistin den Sound des aktuellen Jazz aus Deutschland maßgeblich mit. O.R.T. heißt ihr langjähriges Trio (mit Lorenz Heigenhuber und Maximilian Stadtfeld), man kann sie aber darüber hinaus auch an sehr vielen anderen musikalischen Orten treffen.