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Meldung vom 04.09.2025

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Zum Tod von Rodion Shchedrin

Der Komponist starb am 29. August 2025 im Alter von 92 Jahren

Der Komponist und Pianist Rodion Shchedrin ist am 29. August 2025 im Alter von 92 Jahren in München gestorben. Mit seinem unverwechselbaren Individualstil und seinem Charisma wurde das „Phänomen Shchedrin“, wie es der zwei Jahre ältere Alfred Schnittke einmal formulierte, zu einer Kultfigur der russischen Musik. In seinem Werk bekannte er sich ebenso zum Experiment wie zur Tradition, zur Folklore seiner Heimat wie zu archaischen Frühformen, die er mit avantgardistischen Verfahren – von seriellen bis zu aleatorischen Techniken – verband. Weltweite Popularität erlangte er mit seiner Bizet-Adaption Carmen-Suite sowie mit Balletten, die er für seine 2015 in München verstorbene Ehefrau, die legendäre Primaballerina des Bolschoi-Theaters Maya Plisetskaya, komponierte.

Umfangreiches Œuvre

Geboren 1932 als Sohn eines Musikers und einer Musikwissenschaftlerin in Moskau, studierte Shchedrin von 1950 bis 1955 am Moskauer Konservatorium, wo er später auch selbst lehrte. Sein umfangreiches Œuvre umfasst Sinfonien, Konzerte, Chormusik, Opern, Kammer- und Klavierwerke. 1976 wurde er korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, seit 1989 gehörte er der Berliner Akademie der Künste an. Für sein Chorwerk Der versiegelte Engel erhielt er 1992 den Russischen Staatspreis für Literatur und Kunst.

Stilistische Bandbreite

Shchedrins schillernde stilistische Spannweite reicht von der süffig-illustrativen Musik zu Tolstois Anna Karenina bis zu streng gearbeiteten polyphonen Partituren wie der an Bach orientierten Musik für die Stadt Köthen. Als Pianist von Rang schrieb er mehrere Klavierkonzerte und Solowerke, darunter die 24 Präludien und Fugen, die an Bach und Schostakowitsch anknüpfen. Für das Bolschoi-Theater entstand nicht nur ein ganzer Zyklus an Balletten, sondern auch die Oper Die toten Seelen nach Gogol.

Der Dirigent Lorin Maazel brachte es einmal auf den Punkt: „Die Quintessenz seiner Werke scheint auf den ersten Blick täuschend leicht zu verstehen zu sein, aber die kunstfertige Raffinesse seiner Tonsprache führt uns in die Tiefen seiner funkelnden Musik, die von Scharfsinn, Ironie, Humor, Lebensfreude und echter Komik erfüllt ist.“

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