Wolfgang Amadeus Mozart
The Violin Concertos
Roberto Gonzáles-Monjas • Mozarteumorchester Salzburg
Berlin Classics 0303023BC
2 CD • 2h 11min • 2024, 2025
25.02.2026
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Gesamteindruck:![]()
Sie könnten kaum besser zueinander passen: die fünf Violinkonzerte, die Mozart zwischen 1773 und 1776 in Salzburg komponierte und das traditionsreiche Mozarteumorchester Salzburg! Der Solist, der zugleich Dirigent ist, kommt allerdings aus Spanien: der 1988 in Valladolid geborene Roberto Gonzáles-Monjas. Bei dem im Januar 2026 erschienenen Album geht es um die authentischen Violinkonzerte Mozarts, eine Fälschung wie das so genannte „Adelaide-Konzert“ bleibt mit Recht außen vor. Dafür wird das Programm ergänzt durch drei Einzelstücke: das Adagio E-Dur KV 261, das Rondo B-Dur KV 269 und das Rondo C-Dur KV 373.
Die Gewichtung der Konzerte
Wenn man eine Gewichtung vornehmen will, dann sind die beiden früheren Konzerte, das in B-Dur KV 207 und das in D-Dur KV 211, noch etwas leicht-fertig und wohl deshalb seltener zu hören, die drei späteren in G-Dur KV 216, in D-Dur KV 218 und in A-Dur 219, sind dagegen vollendete Meisterwerke, die durchaus an die Seite der späteren Klavierkonzerte zu stellen sind.
Das Zusammenspiel von Solist und Orchester
Die Einspielungen durch Gonzáles-Monjas und das prächtig gelaunte Orchester kommen dem Einfallsreichtum des Komponisten von Anfang an auf die Spur: tänzerische Leichtigkeit, melodischer Tiefgang und nahtloses Zusammenspiel ergänzen sich vorzüglich. Gonzáles ist gleichsam ein Primus inter Pares, der das Geschehen sorgsam leitet und sich als Solist nicht zu sehr in den Vordergrund spielt. Sein feiner, sauberer Ton entfaltet sich dezent, die Virtuosität wird nicht zum Selbstzweck. Bei manchen Passagen wird der Violinist sogar von den kompakt agierenden Bläsern – meist zwei Oboen und zwei Hörner, in einigen langsamen Sätzen Flöten statt der Oboen – verdrängt. Der Geiger fügt ganz im Stil der Mozart-Zeit Verzierungen hinzu, die das Klangbild beleben, ohne dominant zu werden. Die in fast allen Sätzen geforderten Kadenzen oder Eingänge sind stilvoll gestaltet und erlauben dem Solisten, zusätzliche brillante Highlights zu setzen.
Aufschlussreiches Beiheft
Der Booklet-Text (deutsch und englisch) geht ausführlich auf die Entstehungsgeschichte der Violinkonzerte ein, gewürzt durch Zitate des Komponisten. Die Charakteristik der einzelnen Werke wird treffend beschrieben. Informationen zum Solisten wie zum Orchester sucht man allerdings vergeblich.
Prof. Klaus Trapp [25.02.2026]
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Komponisten und Werke der Einspielung
| Tr. | Komponist/Werk | hh:mm:ss |
|---|---|---|
| CD/SACD 1 | ||
| Wolfgang Amadeus Mozart | ||
| 1 | Violinkonzert Nr. 1 B-Dur KV 207 | 00:19:17 |
| 4 | Rondo B-Dur KV 269 für Violine und Orchester | 00:07:03 |
| 5 | Violinkonzert Nr. 2 D-Dur KV 211 | 00:19:41 |
| 8 | Konzert Nr. 3 G-Dur KV 216 für Violine und Orchester | 00:21:39 |
| CD/SACD 2 | ||
| 1 | Violinkonzert Nr. 4 D-Dur KV 218 | 00:22:49 |
| 4 | Konzert Nr. 5 A-Dur KV 219 für Violine und Orchester | 00:26:50 |
| 7 | Adagio E-Dur KV 261 | 00:06:52 |
| 8 | Rondo C-Dur KV 373 für Violine und Orchester | 00:06:12 |
Interpreten der Einspielung
- Roberto Gonzáles-Monjas (Violine)
- Mozarteumorchester Salzburg (Orchester)


