Die Liedsaison 2021/22 der IHWA Stuttgart
Internationale Hugo-Wolf-Akademie geht mit neuen Formaten an den Start
Nach der langen pandemischen Durststrecke brennen die Künstlerinnen und Künstler darauf, wieder vor Publikum zu stehen. Die Internationale Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart (IHWA) bietet ihnen gleich eine Reihe von Bühnen im Plural, live wie virtuell, und stets passgenau ausgewählt für die ganz unterschiedlichen Programme. Trotzdem haben sie einiges gemeinsam: Nicht nur liegt die künstlerische Messlatte höher denn je. Die coronabedingte Zwangspause hat die Kreativität und die Ambition erkennbar befeuert. So viel steht jedenfalls fest: Die Saison 2021/22 dürfte eine ganz besondere werden – nicht zuletzt durch die unausweichliche Erkenntnis: Wer nicht flexibel bleibt, hat schon verloren. Denn obwohl die IHWA für Herbst fest mit der Rückkehr der Live-Kultur auch in Innenräumen rechnet – eine zu frühe Festlegung möchte Intendantin Cornelia Weidner auf jeden Fall vermeiden.
Ein Fest für das Lied
10 Jahre Galeriekonzerte – das reicht mindestens für vier prall gefüllte Festivaltage: Die IHWA und die Staatsgalerie Stuttgart feiern ihr gemeinsames Jubiläum mit dem LiedHERBST und vielen aparten Formaten wie der LiedLOUNGE, Lied for LUNCH, Lied & WEIN, LiedGENUSS sowie Live-Tonübertragungen nach draußen in die Rotunde der Staatsgalerie. Bewusst hat die IHWA vor allem freie Künstlerinnen und Künstler eingeladen, darunter zahlreiche ehemalige Preisträgerinnen und Preisträger des Internationalen Wettbewerbs für Liedkunst Stuttgart (5. & 6. Oktober 2021 sowie 12. & 13. Oktober 2021, Staatsgalerie Stuttgart)
Im November 2019 begeisterten Brigitte Fassbaender und Pianist Wolfram Rieger mit dem Melodramen-Abend Enoch Arden von Richard Strauss das IHWA-Publikum. Mit dem Programm Von Hexen, Geistern und Dämonen ist die große Sängerin nun erneut zu Gast mit diesem ungewöhnlichen Genre, im Gepäck Werke von Robert Schumann, Franz Liszt, Carl Reinecke und Franz Schubert. (11. Dezember 2021, Wilhelma Theater Stuttgart)
Die Stuttgarter Opernsängerin Helene Schneiderman hat Ich sang um mein Leben ihrer Mutter gewidmet, der Holocaust-Überlebenden Judith Schneiderman. Der bewegende musikalisch-literarische Abend kombiniert Lieder unter anderem von Franz Schubert, Gustav Mahler und Jerry Bock mit jiddischen Volksliedern sowie gelesenen Auszügen aus der gleichnamigen Autobiographie ihrer Mutter. Das Konzert ist Teil des Festjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland und wird flankiert von dem Education-Projekt Der Mensch muss eine Heimat haben. An der Seite von Helene Schneiderman: André Morsch (Bariton), Franziska Walser (Lesung) und Götz Payer am Klavier. (15. & 16. November 2021, Theaterhaus Stuttgart)
Der Bassist Günther Groissböck war zuletzt im Januar 2019 mit Franz Schuberts Winterreise zu Gast bei der IHWA. Nun kehrt er zusammen mit den Philharmonia Schrammeln und Wiener Liedern von Ferdinand Raimund bis André Heller nach Stuttgart zurück. S’ist einmal im Leben so… sorgt für einen schwungvollen, dezidiert Wienerischen Auftakt zu einem hoffentlich besseren Jahr 2022. (16. Januar 2022, Neues Schloss Stuttgart, Weißer Saal). Weitere Informationen unter www.ihwa.de - Kartenreservierungen unter Tel.L 0711 - 722 33 699 oder per e-mail unter karten@ihwa.de
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