Wiener Symphoniker: Saisonantritt mit Petr Popelka
Im September tritt der neue Chefdirigent den Posten bei den Wiener Symphonikern an
Gerade einmal zwei Jahre ist es her, dass Petr Popelka erstmals bei den Wiener Symphonikern auf dem Podium stand. Als der Dirigent 2022 für ein Mahler-Programm nach Wien kam, war die Zusammenarbeit so harmonisch und erfolgreich, dass die Symphoniker ihn bereits ein Jahr später zu ihrem neuen Chefdirigenten wählten. Petr Popelka erinnert sich immer wieder gern an die Mahler-Aufführungen: „Das war die wohl schönste Konzertwoche in meinem bisherigen Leben. Das Orchester hat mich mit großer Offenheit aufgenommen. Ich fühlte mich von Anfang an unglaublich wohl. Wenn man so herzlich empfangen wird, dann traut man sich auch gleich viel mehr, geht viel mehr aus sich heraus.“
Erste Karriere als Kontrabassist
Einfühlsam, menschlich, uneitel – Popelka ist der Gegenentwurf zum Klischee des despotischen Maestros; das gemeinsame Musizieren steht immer im Zentrum seiner Arbeit. Die meisten Klangkörper spüren schnell, dass er aus der Mitte des Orchester heraus musiziert, denn Popelka war viele Jahre lang selbst Instrumentalist in der Staatskapelle Dresden. Diese Mischung aus einem tief empfundenen, über Jahrzehnte gewachsenen Zugang zur Musik und einer partizipativen, offenen Grundhaltung war es auch, die Popelka nach Beendigung seiner Karriere als Kontrabassist einen rasanten Aufstieg als Dirigent bescherte, inklusive Positionen in Hamburg, Oslo und seiner Heimat Prag. Gastdirigate führten ihn u.a. zum Chicago Symphony Orchestra, Cleveland Orchestra, Pittsburgh Symphony Orchestra, zum Gewandhausorchester Leipzig und ans Opernhaus Zürich (Mozarts Don Giovanni), an die Semperoper Dresden (Schostakowitschs Nase) oder ans MusikTheater an der Wien (Weinbergers Schwanda).
Konzerttournee schon vor dem Amtsantritt
Bereits vor seinem Amtsantritt im Spätsommer war Petr Popelka mit den Wiener Symphonikern auf großer Tournee live zu erleben. Mit einem Programm aus Dvořáks Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op.104 sowie Richard Strauss‘ Don Juan und Till Eulenspiegels lustige Streiche machten sie im April 2024 gemeinsam mit Gautier Capuçon Station im Musikverein Wien, in der Alten Oper Frankfurt, der Elbphilharmonie, der Tonhalle Düsseldorf, der Philharmonie Berlin, der Isarphilharmonie, den Musikfestspielen Saar, im Muziekgebouw Eindhoven sowie in der Antwerpener Queen Elizabeth Hall. Zum 150. Geburtstag Arnold Schönbergs bringen Petr Popelka und die Wiener Symphoniker im September 2024 weitere Schlüsselwerke auf die Bühne: die Gurre-Lieder, im Musikverein Wien, wo diese 1913 uraufgeführt wurden. Ganz offiziell wird es dann noch einmal am 18. und 19. September 2024 im Wiener Konzerthaus. Mit Tschaikowskis Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 und Bartóks Konzert für Orchester Sz 116 tritt Petr Popelka endgültig seinen Posten als Chefdirigent der Wiener Symphoniker an.
13./14. September: Musikverein Wien
Gurre-Lieder zum 150. Geburtstag Arnold Schönbergs
18./ 19. September: Wiener Konzerthaus
Pjotr Iljitsch Tschaikowski:
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-moll op. 23
Solistin: Anna Vinnitskaya
Béla Bartók: Konzert für Orchester Sz 116.
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