Oper Leipzig: Constantin Trinks dirigiert Lortzings Revolutionsoper "Regina"
Premiere am 25. April, weitere Aufführungen am 2., 13. und 17. Mai sowie 12. Juni 2026
Der international gefragte Dirigent Constantin Trinks wird an der Oper Leipzig eine der bemerkenswerten Wiederentdeckungen der laufenden Saison dirigieren: Albert Lortzings fast vergessene Revolutionsoper Regina von 1848, die erst posthum uraufgeführt wurde. Die Neuproduktion entsteht im Rahmen des Lortzing-Festivals, das die Stadt Leipzig und das Opernhaus zum 225. Geburtstag und 175. Todestag des Komponisten ausrichtet. Constantin Trinks, ausgewiesener Wagner- und Strauss-Spezialist, setzt mit Lortzings Oper seine Auseinandersetzung mit den historischen Wurzeln der deutschen Operntradition konsequent fort. Regina hat in der Inszenierung von Bernd Mottl am 25. April 2026 Premiere, weitere Vorstellungen finden am 2., 13. und 17. Mai sowie 12. Juni 2026 statt. Es spielt das Gewandhausorchester Leipzig.
Schöpfer bühnenwirksamer Opern
Albert Lortzing (1801–1851) ist untrennbar mit Leipzig verbunden: Hier lebte und wirkte er über viele Jahre, prägte als Komponist, Sänger, Schauspieler und Dirigent das musikalische Leben der Stadt und brachte zentrale Werke seines Schaffens zur Uraufführung. Zwischen 1835 und 1850 galt er als einer der führenden deutschen Opernkomponisten; seine Werke blieben bis weit ins 20. Jahrhundert hinein fester Bestandteil des Repertoires. Allgemein bekannt als Schöpfer populärer komischer Opern wie Zar und Zimmermann oder Der Waffenschmied zeigt sich Lortzing mit seiner „Freiheits-Oper“ Regina von einer ganz anderen Seite: Sie ist gefärbt von den revolutionären Ereignissen des Jahres 1848, die er – und übrigens mit ihm auch Wagner – hautnah miterlebt hat. In diesem musikdramatisch packenden und gesanglich höchst anspruchsvollen Werk stellt er seine Vision von Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit in den Mittelpunkt. „Musikalisch besticht die Partitur durch hochdramatische Arien und Duette, durch die gewohnt meisterhaft gestalteten Ensembles mit großen dramatischen Steigerungsbögen sowie kraftvolle Chöre“, so Constantin Trinks. „Zugleich offenbart sie einen Reichtum der Instrumentation und Harmonik, wie er in Lortzings Schaffen wohl einzigartig ist. Ein Werk, das es wahrhaft verdient, neu entdeckt zu werden!“
International gefragter Dirigent
Neben den großen Werken des deutschen Fachs, die Constantin Trinks regelmäßig an den großen internationalen Opernhäusern wie der Bayerischen Staatsoper, der Wiener Staatsoper und der Staatsoper Berlin dirigiert, widmet er sich ebenso zeitgenössischen Werken (z. B. Kaija Saariahos L'amour de loin an der Oper Köln), Giacomo Puccini und Giuseppe Verdi sowie der klassischen Operette. An der Semperoper Dresden leitete er Jaromír Weinbergers Schwanda, der Dudelsackpfeifer, am Theater an der Wien Carl Maria von Webers Euryanthe sowie Heinrich Marschners Hans Heiling und an der Oper Lyon eine szenische Produktion von Felix Mendelssohns Elias. In der Saison 2025/26 debütierte er am Teatro Carlo Felice in Genua mit Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni und an der Ungarischen Staatsoper mit Richard Wagners Parsifal, leitete Neuproduktionen von Imperial Ball in Genf und bei Johann Strauss 2025 in Wien. Außerdem setzt er in Sofia seine Arbeit mit dem Ring des Nibelungen und Tannhäuser fort. Im Januar 2026 kehrte er zudem mit Don Giovanni an die Bayerische Staatsoper zurück. Auch im symphonischen Bereich ist Constantin Trinks international gefragt. So war er im Herbst 2025 mit Anton Bruckners 5. Sinfonie erneut beim Vancouver Symphony Orchestra und mit Edward Elgars Enigma-Variationen bei der George Enescu Philharmonie Bukarest zu erleben.
Oper Leipzig
Albert Lortzing, Regina
Premiere: Samstag, 25. April 2026
Weitere Aufführungen: 2., 13. und 17. Mai sowie 12. Juni 2026
Gewandhausorchester Leipzig
Constantin Trinks, Dirigent.
