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Meldung vom 14.04.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Neues Werk von Salvatore Sciarrino in Bern

Uraufführung von "L'Agamennone" am 30. Mai 2026

Der Großmeister der italienischen Gegenwartsoper übertrug die Erstaufführung seines neusten Antiken-Werks der Oper Bern. Auf der Grundlage von Aischylos’ Tragödie Die Orestie komponierte Salvatore Sciarrino ein packendes, atmosphärisch dichtes Werk, in dem der zurückgekehrte Agamemnon im Zentrum steht. Es ist der erste Teil von Aischylos' Trilogie mit dem italienischen Titel und Namen des Rückkehrers. Auf die Frage «Weshalb L’Agamennone?» antwortet der Komponist: «Zu den Ursprüngen Aischylos’ zurückzukehren bedeutet, die eigene Identität zu entdecken und an den Punkt zu gelangen, an dem die Demokratie geboren wurde.» Sciarrino geht in seiner Oper der Frage nach: Wie ist ein Leben möglich, in einer Welt, die so geprägt ist von Krieg und von Traumata gezeichneten Menschen?

Anspruchsvolle Solistenrollen

In der Titelrolle des Agamemnon ist der nordirische Bariton Timothy Connor zu erleben. Er erhielt 2023 den Österreichischen Musiktheaterpreis als besten Nachwuchssänger und debütierte unter anderem in der Rolle des Pulchino in Bambino an der Scottish Opera, am Théâtre du Châtelet in Paris und an der Metropolitan Opera in New York.

Iris van Wijnen singt die Rolle der Klytaimnestra, Ehefrau des Agamemnon. Van Wijnen ist Absolventin des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper und war an mehreren international führenden Opernhäusern engagiert, darunter die La Monnaie in Brüssel, die Dutch National Opera sowie die Bayerische Staatsoper. Sie arbeitete zudem bereits mit Salvatore Sciarrino zusammen, ebenfalls als Klytaimnestra in der Hauptrolle seiner Uraufführung Il canto s'attrista perché?.

Zudem ist Ensemblemitglied Patricia Westley in L’Agamennone in der Rolle der verzweifelten Seherin Kassandra zu erleben. Als Susanna in Le nozze di Figaro und als Gretel in Hänsel und Gretel begeisterte sie in dieser Spielzeit das Berner Publikum.

Immersive Produktion

Bühnenbildnerin Bettina Meyer gestaltet für die Uraufführung eine immersive Raumbühne im Berner Stadttheater: Sie lässt Agamemnon auf einem Steg direkt ins Publikum schreiten und setzt das Berner Symphonieorchester auf die Bühne. Der international renommierte Regisseur David Hermann inszeniert die Uraufführung. 2018 wurde er bei den International Opera Awards in London als bester Regisseur nominiert. Im Jahr 2023 erhielt er für seine Inszenierung von Gordon Kampes Dogville den Deutschen Theaterpreis Der Faust. Axel Aust gestaltet die Kostüme für L’Agamennone nachdem er bei Bühnen Bern bereits die Kostümbilder zu Verdis Don Carlos sowie Strauss’ Arabella verantwortete.

Die musikalische Leitung hat der Erster Kapellmeister Clément Lonca inne.

Premiere feiert die Uraufführung am Samstag, 30. Mai 2026, 19:30 Uhr im Stadttheater Bern.

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