Anzeige

Teilen auf Facebook RSS-Feed Klassik Heute
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Meldung vom 20.05.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Szenische Erstaufführung: Hanns Eislers Deutsche Symphonie

Inszenierung von Paul-Georg Dittrich am Staatstheater Kassel

Am Staatstheater Kassel kommt am 30. Mai Hanns Eislers legendäre Deutsche Symphonie erstmals szenisch zur Aufführung. Die Inszenierung von Paul-Georg Dittrich vergegenwärtigt mit poetischen, berührenden Bildern sowohl den künstlerisch-politischen Weg Eislers als auch den historischen Hintergrund – immer angebunden an die Gegenwart. Eingebettet ist die Premiere in ein Festival, das sich dem Musiktheater im Präfaschismus widmet.

Künstler und politischer Aktivist

Hanns Eisler, der sich immer zugleich als Künstler und politischer Aktivist verstand, schuf mit seiner Deutschen Symphonie ein vokalsinfonisches Großwerk der antifaschistischen Emigration zwischen Oratorium und politischem Lied. In einem über zwei Jahrzehnte währenden Kompositionsprozess (1935–1959) reagierte Eisler mit diesem Werk auf die deutsche Zeitgeschichte. Als politisches Bekenntnis gegen den rechten Terror zeichnet seine kompromisslose Komposition ein eindrückliches Bild von der Endzeit der Weimarer Republik über das Erstarken rechter Tendenzen hin zur Nachkriegszeit und der Teilung Deutschlands – immer mit Blick auf den möglichen Widerstand, der auch heute bitter nötig ist.

Aufführungen im Interim

Im Interim auf dem Gelände der ehemaligen Jägerkaserne, wo junge Männer aus Kassel und Umgebung gemustert wurden und 1947 ein Lager für Displaced Persons entstand, wird das monumentale Werk jetzt so sinnlich wie berührend in Szene gesetzt. Regisseur Paul Georg Dittrich, der in Kassel bereits La muette de Portici und Don Giovanni inszeniert hat, beschwört zusammen mit Dirigent Kiril Stankow die Geister der Vergangenheit als warnende Stimmen der Gegenwart.

Gelegenheit für erste Einblicke in die Inszenierung bietet für nur 8,50 Euro Eintritt ein Sneak In – eine öffentliche Bühnen-Orchesterprobe – am Dienstag, 26. Mai, um 19 Uhr im Interim.

Die Premiere am 30. Mai ist eingebettet in das Festival „Deutschland, Deutschland unter anderem“, mit dem die Musiktheatersparte vom 29. bis 31. Mai das nationale Kulturerbe kritisch durchleuchtet. Informationen zum Festivalprogramm unter: www.staatstheater-kassel.de/play/deutschlanddeutschlandunteranderem-3342

Weitere Meldungen vom 20.05.2026

[20.05.2026] Johannes Wiedenhofer erhält Fanny Mendelssohn Kompositionspreis 2026

Die Auszeichnung ist verbunden mit einer Auftragskomposition

[20.05.2026] Münchner Rundfunkorchester: Zum 100. Geburtstag von Hans Werner Henze

"Requiem" des Komponisten am 3. Juli in der Herz-Jesu-Kirche, München-Neuhausen

[20.05.2026] Omer Meir Wellber dirigiert Wagners „Tristan und Isolde“

Rückkehr der Inszenierung von Ruth Berghaus an die Hamburgische Staatsoper

[20.05.2026] Szenische Erstaufführung: Hanns Eislers Deutsche Symphonie

Inszenierung von Paul-Georg Dittrich am Staatstheater Kassel

Anzeige

Weitere Meldungen der letzten 14 Tage

Anzeige

Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Anzeige