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Meldung vom 12.06.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

GMD Cornelius Meister verabschiedet sich mit Mahler-Zyklus

Ab Herbst wird der Australier Nicholas Carter nächster GMD in Stuttgart

Cornelius Meister verabschiedet sich als Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart: Im 6. Sinfoniekonzert führt er an insgesamt drei Terminen mit dem Staatsorchester die Sinfonien 1, 6 und 9 von Gustav Mahler in der Liederhalle Stuttgart auf. Seit 2018 haben Meister und das Staatsorchester dann alle neun Sinfonien des Komponisten aufgeführt. Beim ersten Termin am 21. Juni um 11 Uhr erklingt neben Joseph Haydns 7. Sinfonie die Erste von Gustav Mahler. Am 22. Juni um 19:30 Uhr steht Mahlers 6. Sinfonie auf dem Programm. Im Anschluss an den zweiten Konzerttermin findet außerdem eine Signierstunde mit Cornelius Meister statt. Zum Abschluss am 27. Juni um 19:30 Uhr dirigiert Meister schließlich die 9. Sinfonie sowie Alexander Zemlinskys Psalm 23 für gemischten Chor und Orchester op. 14. Es singt der Staatsopernchor Stuttgart. Innerhalb von einer Woche bietet sich damit in der Stuttgarter Liederhalle ein besonderer Überblick über Mahlers sinfonisches Schaffen.

Emotionsgeladene Tumulte bei Mahlers Sinfonien

Bereits mit der Uraufführung seiner ersten Sinfonie entfachte Mahler 1889 emotionsgeladene Tumulte. Anfangs präsentierte er das Werk als sinfonische Dichtung und gab ihm den Titel Titan, den er von Jean Pauls gleichnamigem Roman übernahm. Auch wenn Mahler die Komposition zehn Jahre später dann als Sinfonie und ohne Programm publizierte, macht die mitreißende Musik dem ursprünglichen Titel alle Ehre. Zum Auftakt des ersten Konzerttermins erklingt Joseph Haydns siebte Sinfonie. Sie ist die einzige seiner über hundert Beiträge zu dieser Gattung, bei dem er selbst auf dem Autograph einen Titel notiert hat: Le Midi (Der Mittag).

Mit seiner sechsten Sinfonie löste Mahler besonders starke Kontroversen aus. Der Komponist bekennt sich darin in besonderem Maße zu seinen wechselnden Gemütslagen. Um auszudrücken, was ihn bewegte, brauchte Mahler ein höchst differenziertes Orchester – was eine riesige Besetzung nach sich zog. Für viele Zeitgenossen überstieg dies die Grundsätze guten Geschmacks. Insbesondere beim Schlagwerk zieht Mahler alle Register. Für Überraschung sorgte seinerzeit vor allem ein ganzes Arsenal von Kuhglocken.

UA von Mahlers letzter Sinfonie nach seinem Tod

Als Mahlers Neunte im Juni 1912, ein Jahr nach seinem Tod, uraufgeführt wurde, war die Spannung im Publikum groß: Welche Klänge würde es vernehmen? Der Komponist wendet sich in diesem Werk den letzten Dingen zu. Wie ein großer auskomponierter Abschied klingt diese Sinfonie. Doch bei diesem Verklingen überwiegt nicht Trauer, sondern ein großer innerer Frieden. Der findet sich auch in der Vertonung des 23. Psalms durch Alexander Zemlinsky. „Gutes und Barmherzigkeit“, so insistiert hier der Chor.

6. Sinfoniekonzert - Sonntag, 21. Juni, 11 Uhr

Mahler-Zyklus I

Joseph Haydn Sinfonie Nr. 7 C-Dur Hob. I:7 Le Midi

Gustav Mahler Sinfonie Nr. 1 D-Dur

Montag, 22. Juni, 19:30 Uhr

Mahler-Zyklus II

Gustav Mahler Sinfonie Nr. 6 a-Moll

Samstag, 27. Juni, 19:30 Uhr

Mahler-Zyklus III

Alexander Zemlinsky Psalm 23 für gemischten Chor und Orchester op. 14

Gustav Mahler Sinfonie Nr. 9 D-Dur

Choreinstudierung Manuel Pujol

Staatsopernchor Stuttgart

Staatsorchester Stuttgart

Cornelius Meister, Musikalische Leitung

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