Abschiedskonzert von Heribert Breuer und der Berliner Bach Akademie
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium I, II und VI - am 19. Dezember in der Philharmonie Berlin
Am 19. Dezember 2026 dirigiert Heribert Breuer im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie zum letzten Mal Chor und Orchester der Berliner Bach Akademie. Mit den Kantaten I, II und VI verabschiedet er sich von dem Ensemble, das er 1991 ins Leben gerufen hat. Zugleich ist es das letzte Konzert des Chores Berliner Bach Akademie.
Von der Gründung zur Berliner Bach Akademie
Die Geschichte des Ensembles begann im Frühjahr 1991. Heribert Breuer, seit 1982 Professor für Chorleitung an der damaligen Hochschule der Künste, suchte neben seiner Lehrtätigkeit wieder eine kontinuierliche künstlerisch-praktische Arbeit als Dirigent. Seine damalige Kantorenstelle an der St. Matthäus-Kirche am Berliner Kulturforum bot dafür den Ausgangspunkt.
Am 01. Mai 1991 wurde zunächst der Neue Berliner Bach-Chor gegründet. Im Rahmen der ersten von Breuer initiierten „Bachwoche St. Matthäus“ folgte am 01. Dezember das Gründungskonzert mit den ersten drei Kantaten des Weihnachtsoratoriums. Noch im selben Jahr erhielt das Ensemble den Namen Berliner Bach Akademie.
Bereits in den ersten Konzeptionspapieren formulierte Breuer einen Anspruch, der die Arbeit des Chores prägen sollte: Besonders qualifizierte Sängerinnen und Sänger sollten in intensiven Probenphasen zusammenkommen, um die großen Chorwerke der Vergangenheit lebendig zu interpretieren und ihre Inhalte für die Gegenwart erfahrbar zu machen.
Künstlerische Freiheit als Markenzeichen
In den folgenden dreieinhalb Jahrzehnten erarbeitete die Berliner Bach Akademie ein breites Repertoire von Monteverdi über Bach, Händel und Mozart bis zu Mendelssohn, Brahms und Orff. Ein besonderes Profil erhielt die Arbeit durch Heribert Breuers Doppelrolle als Dirigent und Komponist.
Immer wieder entstanden daraus ungewöhnliche Programmkonzeptionen, Bearbeitungen und Ergänzungen – beispielsweise ein Schlusssatz für Mozarts unvollendete c-Moll-Messe, die Verbindung von Bachs Kunst der Fuge mit Brahms’ Vier ernsten Gesängen oder zuletzt eine Kammermusikfassung von Brahms’ Deutschem Requiem.
Mit Blick auf seine 35 Jahre mit der Berliner Bach Akademie sagt Breuer:
„Ich blicke mit großer Dankbarkeit auf meine ‚Spielwiese‘ zurück. Konnte ich mich doch von allen anderen dirigierenden Kollegen durch meine kompositorischen Zutaten unterscheiden und damit der Berliner Bach Akademie den Stempel der Besonderheit verleihen.“
Viele dieser für die musikalische Praxis entstandenen Arbeiten sind inzwischen als Editioon Berliner Bach Akademie im Simrock Verlag veröffentlicht. Ein Teil dieser künstlerischen Arbeit wird damit auch über das Ende des Chores hinaus weiterwirken.
Der Kreis schließt sich
Für den Abschied kehrt die Berliner Bach Akademie an ihren musikalischen Ausgangspunkt zurück. Nach 35 Jahren endet damit nicht nur Heribert Breuers Arbeit mit dem von ihm gegründeten Ensemble. Auch der Chor selbst verabschiedet sich von seinem Publikum.
Heribert Breuer stellt seinen Rückblick auf diese gemeinsame Zeit unter einen Satz, der den Abschied vielleicht am treffendsten beschreibt: „Chöre gründen und Chöre aufgeben hat seine Zeit.“
- Kammermusiksaal Philharmonie
- Johann Sebastian Bach, Weihnachtsoratorium I, II und VI
- 19. Dezember 2026 um 20 Uhr
- Herbert-von-Karajan-Str. 1 | 10785 Berlin
- Christina Roterberg, Sopran
- Katharina Kammerloher, Alt
- Maximilian Vogler, Tenor
- Philipp Jekal, Bass
- Chor und Orchester der Berliner Bach Akademie
- Leitung: Heribert Breuer
- Karten: 30 bis 45 Euro zzgl. VVK
- Eventim: 01806 57 00 70 | www.eventim.de
- Kasse Philharmonie: 030 254 88 132 sowie an den Theaterkassen
- E-Mail: info@berlinerbachakademie.de
- Website: www.berlinerbachakademie.de
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