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Meldung vom 03.10.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Die Gaechinger Cantorey mit Händels vieldeutiger »Theodora«

Konzerte in Ludwigsburg und Stuttgart

Mit Georg Friedrich Händel eröffnet die Internationale Bachakademie Stuttgart ihre Saison. Nach Jephtha, Samson und zuletzt Messiah stellen Hans-Christoph Rademann und die Gaechinger Cantorey in diesem Jahr Händels Theodora vor. Das selten aufgeführte Spätwerk erklingt am 24. Oktober im Forum am Schlosspark Ludwigsburg und am 25. Oktober in der Liederhalle Stuttgart. Die Titelpartie der Märtyrerin Theodora übernimmt Elisabeth Breuer, den ihr ergebenen Soldaten Didymus singt der Countertenor Terry Wey, ihren Widersacher, den römischen Statthalter Valens, verkörpert Tobias Berndt. Zudem sind Marie Henriette Reinhold als Irene und Guy Cutting als Septimius zu hören. Beginn ist jeweils um 19 Uhr, vor beiden Konzerten wird um 18.20 Uhr eine Einführung angeboten.

Dramatisches Oratorium

Während mit Ausnahme des Messiah alle religiösen Oratorien Händels auf dem Alten Testament beruhen, liegt Theodora eine Legende des 4. Jahrhunderts zugrunde: Im römisch beherrschten Antiochien bleiben die christliche Prinzessin und ein durch sie zum Christentum bekehrter Soldat gegen Gesetz und Gewalt ihren Überzeugungen treu bis in den Tod. Mit innigen Monologen und starken Chorakzenten leuchtet Händel die individuellen und die politischen Seiten des Dramas aus. Indem seine Musik beharrlich zu Moll-Tonarten zurückkehrt, stellt sie den Heroismus der Figuren in ein unerwartetes Licht und verleiht der Handlung eine zusätzliche, klingende Deutungsebene. Der nachdenkliche Schluss mag mit Schuld daran tragen, dass das Stück bei seiner Londoner Premiere durchfiel. Theodora blieb für Händel dennoch sein liebstes Oratorium.

Informationen zum Werk

Im Musikalischen Salon am 22. Oktober um 19 Uhr im Hospitalhof spricht die Barockmusik-Expertin Prof. Dr. Silke Leopold mit Dr. Mar Alonso, der Dramaturgin der Bachakademie, über die Hintergründe des Librettos und die nuancenreiche Komposition von Händels vieldeutigem Meisterwerk.

Mit Theodora werden die Ausführenden am 6. Juni 2027 bei den Händel-Festspielen in Halle (Saale) zu Gast sein.

Georg Friedrich Händel: »Theodora« HWV 68

Samstag, 24. Oktober 2026, 19.00 Uhr

Konzert Stuttgart

Sonntag, 25. Oktober 2026, 19.00 Uhr

Karten und Auskunft:

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