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Meldung vom 15.10.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Erste Spielzeit-Premiere im Opernhaus Düsseldorf

Daniel Kramer inszeniert Wagners Die Meistersinger von Nürnberg

Am Samstag, 17. Oktober 2026, 17.00 Uhr, ist Premiere im Opernhaus Düsseldorf: In einer Neuinszenierung von Daniel Kramer kommen Die Meistersinger von Nürnberg auf die Bühne – Richard Wagners vielleicht tiefgründigste Oper und seine einzige Komödie. Christoph Gedschold hat die musikalische Leitung inne. Ursprünglich in der Mitte des 16. Jahrhunderts angesiedelt, holt Kramer Die Meistersinger in unsere Zeit: Der junge Walther von Stolzing liebt Eva, die nur den Sieger eines Meistersinger-Wettstreits heiraten darf. Da Walther die strengen Regeln nicht beherrscht, scheitert er zunächst. Doch der Schuster und Dichter Hans Sachs, humanistischer Dreh- und Lichtpunkt der reaktionären Stadtgesellschaft, erkennt Walthers Talent für die Kunst und versucht, den Konflikt zwischen Tradition und Neuerung zu lösen. Gegen alle Widerstände und Beckmessereien gewinnt Walther schließlich den Wett­be­werb durch Sachs’ Hilfe, verzichtet jedoch auf den Titel und verlässt gemeinsam mit Eva das Feld.

Im Spannungsfeld zwischen Tradition und Erneuerung

Der amerikanische Regisseur Daniel Kramer durchleuchtet das breite Bild einer Gesellschaft im Spannungs­feld zwischen Tradition und Erneuerung. Sein Ausgangspunkt – die ewig nostalgische Gesellschaft der Meistersinger, ihr romantisierender Blick auf die Vergangenheit – wandelt sich im Laufe der drei Akte und Kramer fragt: Was ist Deutschland heute? Welche Funktion übernehmen Kunst und Kultur in der heutigen Gesellschaft? Was ist das Gemeinsame (in Kunst, Ästhetik und Sprache) und an welchem Kipppunkt kann es in Gewalt umschlagen?

Dirigent und Solisten

Die musikalische Leitung übernimmt Christoph Gedschold, ein Wagner-Experte an führenden europäischen Opernhäusern und auch mit den Düsseldorfer Symphonikern bestens vertraut. Axel Kober, der langjährige Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein, konnte die Produktion aus familiären Gründen nicht zur Premiere führen, wird aber zwei der fünf Vorstellungen dirigieren.

An der Seite erfahrener Wagner-Interpreten wie Martin Gantner (als Hans Sachs, alternierend mit Simon Bailey) und Hans-Peter König (Veit Pogner) geben profilierte Gäste und Solisten aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein ihr Rollendebüt – etwa Daniel Frank (Walther von Stolzing), Anke Krabbe (Eva), Christoph Pohl (Sixtus Beckmesser), David Fischer (David), Anna Harvey (Magdalena) und Bogdan Baciu (Fritz Kothner).

Tickets und weitere Informationen unter www.operamrhein.de

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