Christian Gerhaher gastiert beim Sinfonieorchester Basel
Der Bariton interpretiert eine Auswahl aus Gustav Mahlers Liedern aus "Des Knaben Wunderhorn"
Mit Christian Gerhaher gastiert einer der profiliertesten Sänger unserer Zeit beim Sinfonieorchester Basel. Der deutsche Bariton interpretiert eine Auswahl aus Gustav Mahlers Liedern aus Des Knaben Wunderhorn, scharfsinnige Miniaturen zwischen Ironie und existenzieller Tiefe. Chefdirigent Markus Poschner leitet das Orchester in Richard Strauss’ farbenfroher Tondichtung Also sprach Zarathustra nach dem gleichnamigen Vers-Epos von Friedrich Nietzsche. Das fünfte Abokonzert ‹Also sprach Zarathustra› findet am Mi, 28. Januar und Do, 29. Januar 2026 im Stadtcasino Basel statt.
«Sozialisiert ist Mahler romantisch, von seiner Wirkung her aber modern», sagt Christian Gerhaher. Genau diesen Bruch findet der weltberühmte Bariton in Gustav Mahlers Vertonungen von Liedern aus Des Knaben Wunderhorn. Die Sammlung deutscher romantischer Gedichte und Volkslieder wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Achim von Arnim und Clemens Brentano herausgegeben. Für Mahler waren die Gedichte «Felsblöcke, aus denen jeder das Seine formen darf».
Kaum ein Sänger verfügt über ein vergleichbar breites Repertoire wie der Bariton Christian Gerhaher. Er wurde unter anderem von Dietrich Fischer-Dieskau und Elisabeth Schwarzkopf unterrichtet. Gerhaher arbeitete mit Dirigenten wie Kirill Petrenko, Simon Rattle, Daniel Harding, Nikolaus Harnoncourt und Bernard Haitink. 2022 erschien sein Lyrisches
Tagebuch, in dem Gerhaher Einblicke in die Liedästhetik und seine Arbeitsweise gibt.
Fest der Klangfarben
Richard Strauss hatte keine zehn Jahre nach Friedrich Nietzsches gleichnamigem Vers-Epos erste Pläne zur Tondichtung Also sprach Zarathustra. Frei nach Nietzsches um einen «Übermenschen» und dessen ewige Wiederkunft kreisendes Werk ist Strauss’ Musik ein Fest der Klangfarben. Vom Sonnenaufgang über einem tiefen Orgelpunkt (Stanley Kubrick verwendet ihn in seinem Film 2001 – A Space Odyssey) über das hochvirtuose Tanzkapitel bis hin zum diffus-abgeklärten Schluss in den beiden Tonarten C-Dur und H-Dur gleichzeitig.
Kaum ein Sänger verfügt über ein vergleichbar breites Repertoire wie der Bariton Christian Gerhaher. Er wurde unter anderem von Dietrich Fischer-Dieskau und Elisabeth Schwarzkopf unterrichtet. Gerhaher arbeitete mit Dirigenten wie Kirill Petrenko, Simon Rattle, Daniel Harding, Nikolaus Harnoncourt und Bernard Haitink. 2022 erschien sein Lyrisches
Tagebuch, in dem Gerhaher Einblicke in die Liedästhetik und seine Arbeitsweise gibt.
International profilierter Dirigent
Markus Poschner ist seit der Saison 2025/26 Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel. Mit dem Orchester hat er einen Zyklus aller Sinfonien Gustav Mahlers begonnen, der auch weitere Werke wie die Wunderhorn-Lieder umfasst. Zu seinen Engagements zählen Chefpositionen beim Orchestra della Svizzera Italiana (2015–2025), beim Brucknerorchester Linz (2017–2026), Dirigate beim Deutschen Sinfonieorchester Berlin, der Staatskapelle Berlin, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Bamberger Symphonikern und den Opernhäusern von Wien, Berlin, Zürich, Prag, sowie an den Bayreuther Festspielen. Ab 2026 wird Poschner eine zusätzliche Chefposition beim ORF Radio-Symphonieorchester übernehmen, ab 2027 zudem jene des Music Director beim Utah Symphony.
