Im Fach Orgel ist Iris Rieg eine der wenigen Frauen, die sich gegen die männlichen Kollegen in dieser hauptsächlich männerdominierten Domäne international durchsetzen und behaupten konnte. Sie wurde am 18. Juni 1972 in Schwäbisch Gmünd geboren und studierte nach dem Abitur Schulmusik und katholische Kirchenmusik in Stuttgart und Detmold. Zu ihren prägenden Lehrern zählt sie Konrad Elser, Dieter Kurz, Klaus Fessmann, Bernhard Haas, Gerhard Weinberger und Renate Zimmermann. Das Konzertexamen und Orgeldiplom schloss sie mit sehr gut ab, in Improvisation mit Auszeichnung. Dank eines Stipendiums konnte sie ihr Studium am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse in Paris bei Olivier Latry und Michel Bouvard vertiefen und nahm darüber hinaus auch an verschiedenen Meisterkursen teil. Der Lohn ihrer Arbeit waren Preise bei den Internationalen Orgelwettbewerben in Fürth, Laubach, Linz und Brixen. Neben der klassischen Orgel fühlt sich Iris Rieg auch zum Jazz hingezogen und lässt sich gerne davon inspirieren. Zwischen 2003 und 2011 war sie Kirchenmusikerin in Düsseldorf und Köln. Von da an betätigte sie sich freiberuflich als Konzertorganistin, Pianistin, Dozentin und Pädagogin. Ihre rege Konzerttätigkeit führte sie unter anderem nach Notre Dame in Paris, an viele Domorgeln europaweit sowie zu den bedeutendsten Orgelfestivals. Sie bekleidet eine Donzentenstelle an der Erzbischöflichen Musikschule des Kölner Domchores und ist Dozentin an der Universität Köln. Mehrere CD-Einspielungen bieten die Möglichkeit, die Spielfreude der Künstlerin auch außerhalb des Live-Konzertes kennenzulernen und zu genießen (Orgeltanz – Motette Ursina; Today... Organ Works – crescendoaudio; OHO – Hear Gbr; Weihnachten in New York – Hear Gbr).
»Iris Rieg: Biographie und Einspielungen«
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