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Im Barock waren Multi-Instrumentalisten eher die Regel, denn die Ausnahme. So wurden Blockflöte, Oboe und Traverso häufig demselben Spieler in einer kombinierten Stimme zugewiesen. Dass jedoch heutzutage eine Solistin wie die Japanerin Miho Fukui sowohl das Barockfagott als auch die Barockoboe hochvirtuos und hochmusikalisch beherrscht, muss als alleinstellendes Ausnahmemerkmal gewertet werden. Selbst wenn man – wie ich – kein Verehrer Vivaldis ist, lauscht man ihren Aufnahmen mit wachsender Begeisterung.
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| ...? |
Wussten Sie, ...dass Hans Pfitzner, der Komponist der Oper "Palestrina", 115 klavierbegleitete Lieder geschrieben hat, davon allein 19 auf Texte von Joseph von Eichendorff? |
| „...“ | Musik ist angenehm zu hören, doch ewig braucht sie nicht zu währen. Wilhelm Busch |
Das geschah am 29. Juli
Komponisten * Geburtstage
- 1646 Johann Theile (dt. Komponist und Kapellmeister)
- 1846 Sophie Menter (dt. Komponistin und Pianistin)
- 1884 Boris Asafiev (russ. Komponist)
- 1887 Sigmund Romberg (US-amer. Komponist ungar. Herkunft)
- 1887 Rudi Stephan (dt. Komponist)
- 1906 Walter Gronostay (dr. Komponist)
1937 ist der deutsche Komponist Walter Gronostay völlig überraschend im Alter von erst 31 Jahren in Berlin gestorben. Er galt damals in der Musikszene als Pionier für die neu entstandenen Medien Rundfunk, Schallplatte und Film und hatte bereits zahlreiche Film- und Hörspielmusiken verfasst. Dabei war der am 29. Juli 1906 in Berlin geborene Walter zunächst Autodidakt. Mit seiner ersten Komposition tat er sich bereits als 13jähriger hervor, erst danach hatte er Kompositionsunterricht. Mit 16 Jahren besuchte er die Hochschule für Musik im Fach Klavier, mit 19 Jahren erhielt er ein Stipendium und wurde zur Meisterklasse für Komposition an der Akademie der Künste zugelassen. Sein Lehrer war Arnold Schönberg. Den ersten größeren Erfolg hatte er 1928 mit seiner Kurzoper In zehn Minuten.
→ - 1911 Ján Cikker (slowak. Komponist)
- 1916 Charlie Christian (US-amer. Jazz-Gitarrist und Komponist)
- 1925 Mikis Theodorakis (griech. Komponist)
- 1928 Bidzina Kvernadze (georg. Komponist)
- 1929 Avet Terterian (aserbaidschan. Komponist)
- 1936 Frans Geysen (belg. Komponist)
- 1939 Annea Lockwood (neuseeländ.-amer. Komponistin)
- 1943 Marta Ptaszynska (poln. Komponistin)
Komponisten † Gedenktage
- 1856 Robert Schumann (dt. Komponist)
Robert Schumann ist einer der bedeutendsten Komponisten der Romantik. Er wurde am 8. Juni 1810 als jüngstes von fünf Kindern des Buchhändlers und Verlegers August Schumann in Zwickau geboren. Nach anfänglichen juristischen Studien 1928 in Leipzig und Heidelberg wandte er sich 1830 ganz der Musik zu. Er nahm Unterricht bei dem Klavierpädagogen Friedrich Wieck in Leipzig, bis ihn eine Fingerlähmung zwang, die angestrebte Virtuosenlaufbahn aufzugeben. Von da an widmete er sich mit aller Kraft der Komposition und betätigte sich als Musikschriftsteller. 1834 gründete er die „Neue Zeitschrift für Musik“ und machte sich mit seinen geistvollen Musikkritiken in der europäischen Musikwelt bald einen Namen.
→ - 1962 Leonardo Lorenzo (ital. Komponist und Flötist)
- 1970 George Szell (ungar. Dirigent)
- 1992 William Mathias (walis. Komponist)
- 2016 Peter Sadlo (dt. Perkussionist)
Der deutsche Schlagzeuger Peter Sadlo gilt international bis heute als einer der herausragendsten Percussionist, der dem Schlagzeug im klassischen Symphonieorchester weit über den Einsatz als „Bassfundament“ eine neue, eigenständige Bedeutung als Orchester- und Solo-Instrumentarium verliehen hat und die Weiterentwicklung und Erweiterung des Einsatzgebietes im klassischen Instrumentarium entscheidend mitgeprägt hat. Er wurde am 28. April 1962 in Zirndorf geboren. „Eine Nachbarin hat alles ausgelöst“, erinnert er sich. „Sie hat mich beobachtet, wie ich als Fünfjähriger auf meine Spielzeugtrommeln einschlug.“ Die Besitzerin eines Tante-Emma-Ladens in Zirndorf (in der Nähe von Nürnberg), der Heimat Sadlos, glaubt, eine Begabung erkannt zu haben und meldet den kleinen Peter kurzerhand beim örtlichen Spielmannszug an – ohne Wissen von Sadlos Eltern. Bald sind die Provinz-Musiker vom außergewöhnlichen Talent des Kindes überzeugt, von seinem Rhythmusgefühl und seiner extrem raschen Auffassungsgabe. Kurze Zeit später erhält der junge Sadlo Privatunterricht. Im Alter von zwölf Jahren ist er Gaststudent am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg, zwei Jahre später musiziert er im Bayerischen Landesjugendorchester.
Dann folgte die erste wegweisende Begegnung im Leben des Trommel-Talents: Der Wechsel an die Musikhochschule Würzburg, wo Sadlo auf den damaligen Doyen der deutschen Schlagzeugkunst trifft, auf Siegfried Fink. Der fördert ihn nach Kräften, und so fällt das Meisterklassen-Diplom auch dementsprechend gut aus.
→ - 2023 Nancy van de Vate (US-amer. Komponistin)
Interpreten * Geburtstage
- 1925 Mikis Theodorakis (griech. Komponist)
- 1935 Peter Schreier (dt. Sänger,Tenor)
- 1939 Annea Lockwood (neuseeländ.-amer. Komponistin)
- 1943 Leili Tammel (estn. Sängerin, Mezzosopran)
- 1946 David Geringas (litau. Cellist)
Am 29. Juli 2026 feiert der im litauischen Vilnius geborene Cellist und Dirigent David Geringas seinen 80. Geburtstag. Er begann seine Studien ab 1963 am Moskauer Konservatorium und kam eher zufällig in die Klasse von Mstislav Rostropowitsch. 1970 gewann der den Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb und übersiedelte 1976 zusammen mit seiner Frau, der Pianistin Tatjana Schatz, nach Hamburg, wo er mehrere Jahre die Position des ersten Solo-Cellisten im NDR Sinfonieokrchester einnimmt.
→ - 1946 Enoch Guttenberg (dt. Dirigent)
Am 29. Juli 2021 hätte der Dirigent und Chorleiter Enoch zu Guttenberg seinen 80. Geburtstag gefeiert. Nach seinem Studium in Münchenund Salzburg übernahm er 1967 mit 21 Jahren die Chorgemeinschaft Neubeuern und 1997 die Leitung des projektbezogenen Orchesters KlangVerwaltung
→ - 1970 Pasi Hyökki (finn. Dirigent)
- 1971 Sebastian Knauer (dt. Pianist)
- 1972 Dascha Lenek (ukrain. Pianistin)
- 1981 Lucas Blondeel (belg. Pianist)
Interpreten † Gedenktage
- 1970 John Barbirolli (brit. Dirigent und Cellist)
- 1970 George Szell (ungar. Dirigent)
- 2016 Günter Kannen (dt. Opernsänger, Bassbariton)
- 2016 Peter Sadlo (dt. Perkussionist)
Der deutsche Schlagzeuger Peter Sadlo gilt international bis heute als einer der herausragendsten Percussionist, der dem Schlagzeug im klassischen Symphonieorchester weit über den Einsatz als „Bassfundament“ eine neue, eigenständige Bedeutung als Orchester- und Solo-Instrumentarium verliehen hat und die Weiterentwicklung und Erweiterung des Einsatzgebietes im klassischen Instrumentarium entscheidend mitgeprägt hat. Er wurde am 28. April 1962 in Zirndorf geboren. „Eine Nachbarin hat alles ausgelöst“, erinnert er sich. „Sie hat mich beobachtet, wie ich als Fünfjähriger auf meine Spielzeugtrommeln einschlug.“ Die Besitzerin eines Tante-Emma-Ladens in Zirndorf (in der Nähe von Nürnberg), der Heimat Sadlos, glaubt, eine Begabung erkannt zu haben und meldet den kleinen Peter kurzerhand beim örtlichen Spielmannszug an – ohne Wissen von Sadlos Eltern. Bald sind die Provinz-Musiker vom außergewöhnlichen Talent des Kindes überzeugt, von seinem Rhythmusgefühl und seiner extrem raschen Auffassungsgabe. Kurze Zeit später erhält der junge Sadlo Privatunterricht. Im Alter von zwölf Jahren ist er Gaststudent am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg, zwei Jahre später musiziert er im Bayerischen Landesjugendorchester.
Dann folgte die erste wegweisende Begegnung im Leben des Trommel-Talents: Der Wechsel an die Musikhochschule Würzburg, wo Sadlo auf den damaligen Doyen der deutschen Schlagzeugkunst trifft, auf Siegfried Fink. Der fördert ihn nach Kräften, und so fällt das Meisterklassen-Diplom auch dementsprechend gut aus.
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Uraufführungen im Juli
| 01.07.1933 | Richard Strauss Arabella (Lyrische Komödie in drei Akten; Libretto von Hugo von Hofmannsthal) Dresden |
| 02.07.1946 | Benjamin Britten The Rape of Lucretia op. 37 Glyndebourne |
| 07.07.1961 | Benjamin Britten Sonate C-Dur op. 65 für Violoncello und Klavier Aldeburgh |
| 08.07.1899 | Heinrich Zöllner Die versunkene Glocke op. 80 (Musikdrama in 5 Aufzügen nach der Märchendichtung Gerhart Hauptmanns) Berlin |
| 09.07.1978 | Aribert Reimann Lear (1978) München |
| 13.07.1722 | Georg Philipp Telemann Sieg der Schönheit TWV 21:10 (Singspiel in drei Akten) Hamburg |
| 16.07.1782 | Wolfgang Amadeus Mozart Die Entführung aus dem Serail KV 384 (Singspiel in 3 Aufzügen; Libretto: Gottfried Stephanie d.J.) Wien |
| 22.07.1919 | Manuel de Falla El sombrero de tres picos London |
| 22.07.2009 | Norbert Jürgen Schneider Orgelsinfonie Nr. 9 (Pathétique) München, Frauendom durch Johannes Skudlik |
| 23.07.1771 | Georg Joseph Vogler Der Kaufmann von Smyrna SCHV 14 (Singspiel) Mannheim |
| 25.07.1882 | Richard Wagner Parsifal Bayreuth |
| 28.07.1823 | Louis Spohr Jessonda (Große Oper in drei Akten, 1822) Kassel |
| 28.07.2014 | Marc-André Dalbavie Charlotte Salomon Salzburg |
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Im Barock waren Multi-Instrumentalisten eher die Regel, denn die Ausnahme. So wurden Blockflöte, Oboe und Traverso häufig demselben Spieler in einer kombinierten Stimme zugewiesen. Dass jedoch heutzutage eine Solistin wie die Japanerin Miho Fukui sowohl das Barockfagott als auch die Barockoboe hochvirtuos und hochmusikalisch beherrscht, muss als alleinstellendes Ausnahmemerkmal gewertet werden. Selbst wenn man – wie ich – kein Verehrer Vivaldis ist, lauscht man ihren Aufnahmen mit wachsender Begeisterung.
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