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Der Schweizer Organist Andreas Jetter ist ein Mann für die ganz dicken Bretter: nachdem er das Orgelwerk von Franz Schmidt aufgenommen hat, widmet sich auf dieser CD nun zwei Orgelsonaten von Hans Fährmann, wie Schmidt spätromantische Kost, aber mit deutlich konservativerem Zuschnitt. Überspitzt formuliert müsste man bei Fährmann eigentlich von einem Zu-Spätromantiker sprechen, denn während die Tonalität schon munter in Auflösung begriffen war, huldigte er einem romantischen Stilideal – das allerdings durchaus originell, wie Jetter mit den beiden hier eingespielten Sonaten beweist. Die dreisätzige sechste und die viersätzige siebte Orgelsonate zeigen einen Komponisten, der einen durchaus individuellen Stil an den Tag legt und ebenso ungewöhnliche wie überzeugende Lösungen findet.
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Übrigens...
| ...? |
Wussten Sie, ...dass Beethoven im 5. Klavierkonzert als erster Komponist ein dreifaches piano (ppp) und dreifaches forte (fff) notierte? |
| „...“ | Berg hat die neue musikalische Konstruktion, welche die alte zerstört und abgelöst hat, um die Schönheit der zerfallenden zu besingen. Ernst Krenek |
Das geschah am 4. Juli
Komponisten * Geburtstage
- 1694 Louis-Claude Daquin (frz. Komponist)
- 1826 Stephen Foster (US-amer. Komponist)
- 1850 Ole Olsen (norweg. Komponist)
- 1852 Alfred Grünfeld (österr. Pianist, Komponist und Musikpädagoge)
- 1854 Heinrich Zöllner (dt. Komponist, Dirigent und Librettist)
- 1884 Leopold Pals (dän.-niederl. Komponist)
- 1884 Leopold Van der Pals (dt. Komponist)
- 1886 Heinrich Kaminski (dt. Komponist)
Vor 140 Jahren, am 4. Juli 1886, wurde der deutsche Komponist Heinrich Kaminski in Tiengen im Schwarzwald geboren. Er war der Sohn eines altkatholischen Pfarrers. Seine Mutter war Opernsängerin. Nach dem Abitur begann er zunächst eine Banklehre in Offenbach, zog dann jedoch nach Heidelberg, um Politikwissenschaft zu studieren. Die schicksalhafte Begegnung mit Martha Warburg änderte seine Pläne: sie erkannte seine musikalische Begabung und wurde seine Förderin. Er erhielt Klavierunterricht und studierte ab 1907 Musiktheorie und evangelische Kirchenmusik.
→ - 1888 Vito Carnevali (ital. Komponist)
- 1897 Carlo Sigmund Taube (österr. Komponist und Pianist)
- 1903 Flor Peeters (belg. Komponist)
Der belgische Komponist und Organist Flor Peeters wurde am 4. Juli 1903 in Tielen geboren. Sein Vater versah das Küster- und Organistenamt, so dass Peeters von frühester Kindheit an mit Kirchenmusik und Liturgie vertraut war. Mit acht Jahren vertrat er bereits seinen Vater gelegentlich an der Orgel. Ab 1916 studierte er am Institut Saint-Victor de Turnhout, wo er bereits seine ersten Kompositionen entstanden. 1919 begann er das Studium am Lemmens-Institut bei Oscar Depuydt im Fach Orgel und machte bereits zwei Jahre später den Abschluss. 1922 erhielt er den Exzellenzpreis, 1923 wurde er mit dem „Prix Lemmens-Tinel“ ausgezeichnet.
→ - 1904 Artur Malawski (poln. Komponist, Dirigent und Pädagoge)
- 1909 Alec Templeton (brit. Komponist und Pianist)
- 1938 Bill Withers (US-amer. Sänger und Songschreiber)
- 1943 Markus Fricker (Schweizer Komponist)
Komponisten † Gedenktage
- 1603 Philippe de Monte (niederl. Komponist)
- 1623 William Byrd (engl. Komponist)
- 1891 August Haupt (dt. Komponist und Organist)
- 1891 Frédéric Louis Ritter (frz. Komponist)
- 1921 Gabrielle Ferrari (frz. Komponistin)
- 1986 Flor Peeters (belg. Komponist)
Der belgische Komponist und Organist Flor Peeters wurde am 4. Juli 1903 in Tielen geboren. Sein Vater versah das Küster- und Organistenamt, so dass Peeters von frühester Kindheit an mit Kirchenmusik und Liturgie vertraut war. Mit acht Jahren vertrat er bereits seinen Vater gelegentlich an der Orgel. Ab 1916 studierte er am Institut Saint-Victor de Turnhout, wo er bereits seine ersten Kompositionen entstanden. 1919 begann er das Studium am Lemmens-Institut bei Oscar Depuydt im Fach Orgel und machte bereits zwei Jahre später den Abschluss. 1922 erhielt er den Exzellenzpreis, 1923 wurde er mit dem „Prix Lemmens-Tinel“ ausgezeichnet.
→ - 1992 Astor Piazzolla (argent. Komponist)
- 2007 Ruth Zechlin (dt. Komponistin und Organistin)
Interpreten * Geburtstage
- 1852 Alfred Grünfeld (österr. Pianist, Komponist und Musikpädagoge)
- 1854 Heinrich Zöllner (dt. Komponist, Dirigent und Librettist)
- 1909 Alec Templeton (brit. Komponist und Pianist)
- 1921 Tibor Varga (ungar. Geiger und Dirigent)
- 1959 Hei-Kyung Hong (südkor. Sängerin, Sopran)
- 1963 Thomas Dausgaard (dän. Dirigent)
- 1975 Ivana Dimitrijevic (serb. Sängerin, Mezzosopran)
- 2002 Zala Kravos (slowen. Pianistin)
Interpreten † Gedenktage
- 2007 Ruth Zechlin (dt. Komponistin und Organistin)
- 2023 Jenő Jandó (ungar. Pianist)
Uraufführungen im Juli
| 01.07.1933 | Richard Strauss Arabella (Lyrische Komödie in drei Akten; Libretto von Hugo von Hofmannsthal) Dresden |
| 02.07.1946 | Benjamin Britten The Rape of Lucretia op. 37 Glyndebourne |
| 07.07.1961 | Benjamin Britten Sonate C-Dur op. 65 für Violoncello und Klavier Aldeburgh |
| 08.07.1899 | Heinrich Zöllner Die versunkene Glocke op. 80 (Musikdrama in 5 Aufzügen nach der Märchendichtung Gerhart Hauptmanns) Berlin |
| 09.07.1978 | Aribert Reimann Lear (1978) München |
| 13.07.1722 | Georg Philipp Telemann Sieg der Schönheit TWV 21:10 (Singspiel in drei Akten) Hamburg |
| 16.07.1782 | Wolfgang Amadeus Mozart Die Entführung aus dem Serail KV 384 (Singspiel in 3 Aufzügen; Libretto: Gottfried Stephanie d.J.) Wien |
| 22.07.1919 | Manuel de Falla El sombrero de tres picos London |
| 22.07.2009 | Norbert Jürgen Schneider Orgelsinfonie Nr. 9 (Pathétique) München, Frauendom durch Johannes Skudlik |
| 23.07.1771 | Georg Joseph Vogler Der Kaufmann von Smyrna SCHV 14 (Singspiel) Mannheim |
| 25.07.1882 | Richard Wagner Parsifal Bayreuth |
| 28.07.1823 | Louis Spohr Jessonda (Große Oper in drei Akten, 1822) Kassel |
| 28.07.2014 | Marc-André Dalbavie Charlotte Salomon Salzburg |
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Der Schweizer Organist Andreas Jetter ist ein Mann für die ganz dicken Bretter: nachdem er das Orgelwerk von Franz Schmidt aufgenommen hat, widmet sich auf dieser CD nun zwei Orgelsonaten von Hans Fährmann, wie Schmidt spätromantische Kost, aber mit deutlich konservativerem Zuschnitt. Überspitzt formuliert müsste man bei Fährmann eigentlich von einem Zu-Spätromantiker sprechen, denn während die Tonalität schon munter in Auflösung begriffen war, huldigte er einem romantischen Stilideal – das allerdings durchaus originell, wie Jetter mit den beiden hier eingespielten Sonaten beweist. Die dreisätzige sechste und die viersätzige siebte Orgelsonate zeigen einen Komponisten, der einen durchaus individuellen Stil an den Tag legt und ebenso ungewöhnliche wie überzeugende Lösungen findet.
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