Staatstheater Cottbus: Premiere von "AscheMOND oder The Fairy Queen"
Oper von Helmut Oehring unter Verwendung von Musik von Henry Purcell
Am Freitag, 23. Januar 2025, 19.30 Uhr, hat im Großen Haus des Staatstheater Cottbus AscheMOND oder The Fairy Queen Premiere, eine Oper von Helmut Oehring unter Verwendung von Musiken Henry Purcells auf ein Libretto von Stefanie Wördemann mit Texten von William Shakespeare, Adalbert Stifter, Heinrich Heine und Helmut Oehring.
Die musikalische Gesamtleitung hat GMD Alexander Merzyn. Regie führt Sebastian Baumgarten.
„AscheMOND oder The Fairy Queen“ ist eine „Hymne auf die Vergänglichkeit“ – so nannten Helmut Oehring und Librettistin Stefanie Wördemann ihre Oper im Verlauf einer Sommernacht und zugleich im unendlichen und doch Ende bringenden Fluss der Jahreszeiten. Sie erzählt von der existenziellen Verbindung aller Menschen zueinander, malt Bilder von Grundkonflikten und Loyalitäten. Vor dem Hintergrund einer Sonnenfinsternis als Sinnbild gesellschaftlicher Umbrüche entfaltet AscheMOND die Vision einer Versöhnung des scheinbar Unvereinbaren. Als Antwort-Oper auf Shakespeares Sommernachtstraum und der Adaption The Fairy Queen von Henry Purcell emanzipiert sie die Tragödie in der Komödie und blickt auf den Schwebezustand zwischen Diesseits und Jenseits, Leben und Tod, Lieben und Verlieren. Alles funkelt und verglüht doch gleich wieder, Traurigkeit hinterlassend – und doch glimmt am Ende ein neuer Funken auf: Utopie.
Verschiedene Zeit- und Ausdrucksebenen
In AscheMOND oszillieren verschiedene Zeit- und Ausdrucksebenen: Stille, Visualität und Klang treten zueinander in Beziehung. Dabei umkreisen die durch Oehring modern übermalten Purcellschen Barocksongs und seine eigene vielgestaltige Musik einander wie Planeten. Die gehörlose Schauspielerin und Tänzerin Kassandra Wedel verkörpert die Fairy Queen in einer durch den Komponisten choreografierten Gebärdenpoesie, die nicht nur ihre, sondern auch die Partien der Sänger und des Chores prägt.
Reduzierte Fassung für Cottbus
Für das Staatstheater Cottbus haben Helmut Oehring und sein künstlerisches Team eine reduzierte Fassung der Oper erarbeitet, die 2013 als Auftragswerk von Berliner Staatsoper, Staatskapelle und Akademie für Alte Musik als Berliner Fassung und 2017 in Wuppertal in der Urfassung aufgeführt wurde. Es entsteht eine Inszenierung der Cottbuser Opernfassung, in der Vergangenheit und Gegenwart, Stille und Klang, Sprache und Gebärde zu einer intensiven Theatererfahrung verschmelzen.
Helmut Oehring wurde 1961 in Ost-Berlin als Sohn gehörloser Eltern geboren und zählt seit Anfang der 1990er Jahre zu den herausragenden internationalen Komponisten unserer Zeit. Seine Muttersprache ist die Gebärdensprache der Gehörlosen, die bestimmten Ebenen seiner audiovisuellen Musik durch das ihr innewohnende räumliche Moment eines körpersprachlichen Ausdrucks verwandt ist.
Die Besetzung:
Mit Kassandra Wedel, Sigrun Fischer, Anne Martha Schuitemaker, Luzia Tietze, Georg Bochow, Dirk Kleinke, Heiko Walter, Helmut Oehring, Felix Kroll, Damen und Herren des Opernchores, Statisterie. Es spielen das Philharmonische Orchester des Staatstheater Cottbus und das Bach Consort Cottbus.
Karten: im Besucherservice (im Großen Haus, Schillerplatz 1, 0355 7824 242) sowie online über www.staatstheater-cottbus.de
Alle Vorstellungstermine:
- Freitag, 23. Januar 2026, 19.30 Uhr (Premiere)
- Samstag, 24. Januar 2026, 19.30 Uhr
- Sonntag, 25. Januar 2026, 16.00 Uhr
- Donnerstag, 26. März 2026, 19.30 Uhr
- Samstag, 28. März 2026, 19.30 Uhr
- Sonntag, 29. März 2026, 19.00 Uhr
