HfM Percussion verabschiedet sich von Peter Prommel
Zwei Konzerte rücken zentrale Werke der Schlagzeugliteratur in den Fokus
Das Ensemble HfM Percussion ist eng mit einem Namen verbunden, der die Schlagzeugtradition an der Hochschule für Musik Detmold über Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt hat: Peter Prommel. Nach fast 30 Jahren Lehrtätigkeit verabschiedet sich der niederländische Schlagzeuger und Pädagoge aus Detmold. Prommel, der sein Studium in Amsterdam sowie am Oberlin Conservatory of Music absolvierte, war charismatischer Professor und Mitbegründer des Ensembles HfM Percussion, das sich seither als zentrales künstlerisches und pädagogisches Forum des Fachs Schlagzeug etabliert hat.
Zwei Abschiedskonzerte
Prommels Abschied ist Anlass für zwei Konzerte, die Werke der Schlagzeug- und Orchesterliteratur in den Mittelpunkt stellen und zugleich Studierende wie Ehemalige des Ensembles nach Detmold zurückkehren lassen. Die Veranstaltungen finden am 07.02. um 19.30 Uhr sowie am 08.02. um 18.00 Uhr im Konzerthaus Detmold statt. Neben dem ersten Konzert, das u.a. Werke von Bach und Vieuxtemps enthält, steht besonders der zweite Anlass im Zeichen der Verabschiedung Prommels. Die musikalische Leitung liegt bei ihm selbst, den Schlagzeugdozierenden Fumito Nunoya und Ayami Okamura sowie Dirigierprofessor Florian Ludwig. An den Instrumenten zu erleben sind Studierende und Lehrende der Hochschule für Musik Detmold.
Eröffnet wird das Programm mit der Festlichen Ouvertüre op. 96 von Dmitri Schostakowitsch. Ein Werk, das nicht nur energiegeladen daherkommt, sondern zugleich die für den Komponisten typische rhythmische Prägnanz und ironische Zuspitzung erkennen lässt. Es folgt das Little Interlude for nine percussionists von Martin Christoph Redel. Das Stück hat der Komponist und ehemalige Detmolder Rektor seinem Kollegen Prommel gewidmet. Mit Kyoto von John Psathas erklingt ein Schlüsselwerk der zeitgenössischen Schlagzeugliteratur. Das Stück ist von der japanischen Kultur inspiriert und vereint pulsierende Rhythmen und meditative Passagen.
Transkription für Schlagzeugensemble
Um die Transkription für Schlagzeugensemble hat sich vor allem Fumito Nunoya verdient gemacht. Zum Klingen kommt neben Maurice Ravels Ma mère l’oye für Schlagwerkensemble auch Nikolai Rimski-Korsakows Scheherazade, ein weiterer orchestraler Klassiker, der hier nicht nur als exotische Erzählung erscheint, sondern auch als inneres Drama seiner Erzählerin.
Tickets sind im Vorverkauf online unter hochschule-detmold.reservix.de sowie an der Abendkasse erhältlich. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro für Besucherinnen und Besucher unter 30 Jahren.
