Förderung von Chorangeboten zur generationenübergreifenden Teilhabe gefordert
Deutscher Chorverband fordert eine umfassende Förderung von qualifizierten Musik- und Chorangeboten für alle Generationen
Im Rahmen eines Spitzengesprächs im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Ministerin Karin Prien hat der Präsident des Deutschen Chorverbandes, Bundespräsident a.D. Christian Wulff, nachdrücklich für eine Förderung von Chorangeboten zur generationenübergreifenden Teilhabe und die Verbesserung der Ausbildung von Musikpädagog:innen, Chorleiter:innen und Erzieher:innen geworben.
„Das gemeinsame Singen in allen Generationen stärkt unsere Gesellschaft, ihren Zusammenhalt und festigt das demokratische Handeln und Miteinander. Unsere Chöre sind Orte des lebenslangen Lernens und bilden kulturelle Gemeinschaften. Das ehrenamtliche Engagement tausender Vereine in diesem Bereich muss langfristig gestärkt und erhalten werden. Denn von einer Förderung der Angebote von Chören und Chorverbänden profitieren am Ende alle Bürgerinnen und Bürger.“
Chöre befördern die Demokratie und das kollektive Lernen
Von Verbandsseite wurde herausgestellt, wie das Chorwesen in jeden Bereich der Gesellschaft positiv hineinwirkt. Chöre befördern die Demokratie und das kollektive Lernen, sie leisten generationenübergreifend einen Beitrag gegen die zunehmende Vereinsamung. Zudem trägt das gemeinsame Singen maßgeblich zur physischen und psychischen Gesundheit des Menschen bei und ist wichtig für die Persönlichkeitsentfaltung von Kindern und Jugendlichen. Speziell in diesem Bereich setzen sich der Deutsche Chorverband mit seiner Bildungsinitiative für kindgerechtes Singen „Die Carusos“ wie auch die Deutsche Chorjugend mit ihren Projekten und Programmen ein. Zugleich ist die Nachwuchsförderung die entscheidende Grundlage für den Erhalt und die Zukunftsfähigkeit des gesamten Musikbetriebs.
Verbesserung der Rahmenbedingungen für Maßnahmenentwicklung nötig
Dementsprechend lauten die Forderungen des Deutschen Chorverbands und der Deutschen Chorjugend, dass grundsätzlich bessere Rahmenbedingungen für die innerverbandliche Beratung und Maßnahmenentwicklung im Chorbereich allgemein geschaffen werden müssen. Neben der Unterstützung über den Kinder- und Jugendplan des Bundes geht es um zusätzliche Förderung über den Bundesaltenplan für den Ausbau der Verbands- und Organisationsarbeit zur generationengerechten Teilhabe, insbesondere mit Blick auf Seniorinnen und Senioren. Zugleich stellen der Fachkräftemangel und fehlender Chorleitungsnachwuchs im Amateurmusikbereich eine existenzielle Bedrohung für Chöre und Musikvereine dar, dem durch gezielte Förder- und Qualifizierungsangebote entgegenzuwirken ist. Dazu gehört auch, den Stellenwert des gemeinsamen Singens in Kindergarten, Schule und damit auch Familien zu erhöhen sowie die Ausbildung von Erziehern und Lehrkräften zu verbessern. Parallel ist die Stärkung des Kinder- und Jugendplans des Bundes notwendig, um Perspektiven und inhaltliche Ausrichtung der Jugendverbandsarbeit nachhaltig zu sichern.
