»human requiem« im Radialsystem
Rundfunkchor Berlin zeigt seine Erfolgsproduktion erneut in Berlin
Nach erfolgreichen Gastspielen im In- und Ausland kehrt der Rundfunkchor Berlin mit der international gefeierten Produktion human requiem von Regisseur Jochen Sandig und einem Team von Sasha Waltz & Guests an ihren Berliner Ursprungsort zurück. Vor dem Hintergrund aktueller Kriege und globaler Krisen rücken Fragen nach Trost, Hoffnung und Menschlichkeit in den Vordergrund, denen der Rundfunkchor Berlin mit seiner Inszenierung von Johannes Brahms’ Ein deutsches Requiem begegnet – einem Werk mit tröstender Botschaft für die Lebenden. Die Aufführungen unter der Leitung von Gijs Leenaars und Justus Barleben finden am 8., 10. und 11. April 2026 jeweils um 20 Uhr im Radialsystem statt.
Neue, intensive Form
Mit dem human requiem hat der Rundfunkchor Berlin dem Chorerlebnis eine neue, immersive Form gegeben. Die Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum ist aufgehoben: Die Sängerinnen und Sänger bewegen sich frei im Raum, das Publikum steht oder sitzt mittendrin im Klang. Text, Körper, Raum und Musik werden so neu miteinander in Beziehung gesetzt.
»Wir erleben immer wieder, wie unmittelbar dieses Format Menschen erreicht – unabhängig davon, wie vertraut sie mit Brahms’ Requiem sind. Wenn Chor und Publikum sich durch den Raum bewegen, entsteht eine besondere Atmosphäre, die viele Menschen spürbar und manchmal ganz überraschend zu Tränen rührt«, sagt Chefdirigent Gijs Leenaars.
»Die Botschaft ›Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden‹ öffnet die Herzen. Das human requiem ist ein gemeinschaftliches Ritual der Trauer und des Trostes. Hier begegnen wir einander als Menschen, mit allem, was uns verbindet – in Freud und Leid«, sagt Regisseur und Kulturunternehmer Jochen Sandig. »Ich bin dem Rundfunkchor Berlin dankbar für sein Vertrauen und dafür, dass wir diese Reise gemeinsam begonnen haben und kontinuierlich fortsetzen«, so Sandig weiter.
In den Aufführungen übernehmen die Sopranistin Victoria Randem und der Bariton Ansgar Theis die Solopartien. Beide waren bereits im November 2025 Teil bei der Baltikum-Premiere des human requiem im Rahmen des Festivals »Open To The World« in Vilnius – zugleich das erste Gastspiel des Chores in dieser Region.
Auführungen auf vier Kontinenten
Seit der Uraufführung 2012 im Radialsystem war das human requiem über 60 Mal in 15 Städten, 11 Ländern und auf vier Kontinenten zu sehen. Darunter Gastspiele in Amsterdam, Paris, Hongkong und Granada sowie in Elefsina, der Europäischen Kulturhauptstadt 2023, wo die Produktion auch filmisch dokumentiert wurde.
Vielfache Auszeichnungen
Die New York Times bezeichnete Brahms’ Requiem nach einer Aufführung des human requiem in New York als »anthem of our time« und nahm die Inszenierung 2016 in die Jahresbestenliste »Best Classical Music« auf. Außerdem wurde die Produktion mit dem Classical:NEXT Innovation Award ausgezeichnet. Auch die Einspielung von Brahms’ Ein deutsches Requiem mit dem Rundfunkchor Berlin und den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle ist preisgekrönt – sie erhielt 2008 einen Grammy für die beste Choraufführung und 2007 eine Auszeichnung von EMI Classics.
Mi, 8. April 2026, 20 Uhr
Fr, 10. April 2026, 20 Uhr
Sa, 11. April 2026, 20 Uhr
Radialsystem
Holzmarktstraße 33
10243 Berlin
