Schnäppchen-Alarm: 3 komplette Quartettabende für eine Eintrittskarte
Das Finale der Streichquartette im 75. Internationalen Musikwettbewerb der ARD
Folgende Auswahl zu interpretierender Werke stand den drei Finalisten offen: je eines der sechs Streichquartette von Béla Bartók sowie der mittleren und späten Quartette Beethovens für die russischen Fürsten Rasumowsky (Op. 59) oder Galitzin (Opp. 127, 130 und 132) nebst Op. 131 oder eines der drei letzten Quartette Franz Schuberts. Da der Quartettsatz Schuberts bereits Pflichtprogramm im Semifinale war und man nur als Spitzenquartett gelten kann, wenn man auch die „großen Beethovens“ beherrscht, war es von vornherein klar, dass Letzterer das Rennen machen würde. Da alle drei Quartette komplett unterschiedliche Programme spielten, blieb dem Publikum der Worst Case mit dreimal demselben Beethoven und Bartók erspart. [13.09.2026]
Für das „große Finale“ hatten die Probanden die Auswahl zwischen dem sonst auch gern im Semifinale geforderten Mozart-Konzert und einem der beiden größer dimensionierten Konzerte von Carl Maria von Weber oder Johann Nepomuk Hummel. Letztere weisen beide einen Mozart-Bezug auf: Hummel war Schüler des Salzburgers, Weber bekanntermaßen ein Vetter von dessen Frau Constanze. [12.09.2026]
Es hat bisweilen etwas Floskelhaftes, die hohe Leistungsdichte im Teilnehmerfeld beim ARD-Musikwettbewerb zu beschwören. Aber beim Schlagzeug-Semifinale des diesjährigen Wettbewerbs hatte man als Außenstehender auf jeden Fall das Gefühl, dass hier ausnahmslos starke Persönlichkeiten um den Einzug in die letzte Runde spielten. Auch deshalb stellte sich überhaupt keine Langeweile ein, wenn man insgesamt sechsmal Béla BártoksSonate für 2 Klaviere und Schlagzeug von 1937 im Arrangement von Martin Grubinger sen. erlebte. [11.09.2026]
Das Semifinale der letzten sechs im Rennen verbliebenen Streichquartette umfasst beim ARD-Wettbewerb grundsätzlich zwei gut dreistündige Konzerte. Neben der Auftragskomposition Impermanence von Camille Pépin waren der Quartettsatz c-Moll, D 703 von Franz Schubert und eines der mittlerweile 6 Streichquartette von Pēteris Vasks zu gestalten. [11.09.2026]
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Letztes Finale beim ARD-Musikwettbewerb
Nur zwei Schlagzeuger haben es ins Finale geschafft
Yuan Xia, einer der beiden Finalisten im Fach Schlagzeug. Foto: Daniel Delang
Nach den obligaten ersten beiden Wettbewerbsdurchgängen und dem Semifinale findet heute das Finale im Fach Schlagzeug ab 16 Uhr im Prinzregententheater statt. Die Fachjury unter Vorsitz von Martin Grubinger hat nur zwei Finalisten zugelassen: Yuan Xia und Gabriel Michaud. Mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Bar Avni müssen beide Finalisten Friedrich Cerhas Konzert für Schlagzeug und Orchester sowie aus J.S. Bachs Lautensuite IV die Sarabande e-Moll BWV 996 spielen. [13.09.2026]
Am 24. September begrüßt die Kammerakademie Potsdam erstmals den aufstrebenden Geiger Jacques Forestier in Potsdam. Der Gewinner des Joseph Joachim Violinwettbewerbs 2024 bestreitet in der Spielzeit 2026.27 seine erste vollständige Konzertsaison. In Potsdam gestaltet er gemeinsam mit den Orchestermitgliedern Roman Tulchynsky, Jennifer Anschel und Ulrike Hofmann einen Musikalischen Salon im historischen Palais Lichtenau. Das Streichquartett kombiniert Werke von Antonín Dvořák, Clarice Assad und Samuel Barber zu einem Programm, das europäische Kompositionstradition und amerikanische Musik miteinander verbindet. [13.09.2026]
Heinrich-Schütz-Preis 2026 für Dr. Christina Siegfried
Die silberne Ehrenmedaille wird am 7. Oktober 2026 in Dresden verliehen
Dr. Christina Siegfried, Foto: Mathias Marx
Der Internationale Heinrich-Schütz-Preis geht im Jahr 2026 an Dr. Christina Siegfried, die ehemalige Intendantin des Heinrich Schütz Musikfests. Die Verleihung der silbernen Ehrenmedaille findet im Rahmen des diesjährigen Festivals am 7. Oktober 2026 in Dresden statt. Mit dem undotierten Preis ehren das Heinrich Schütz Musikfest und seine Kooperationspartner an den Schütz-Orten in Mitteldeutschland Dr. Christina Siegfried für ihre außerordentlichen Verdienste um die Vermittlung und Verbreitung des musikalischen Erbes Heinrich Schütz‘ und seiner Zeit. [13.09.2026]
Premiere am Aalto Musiktheater: "Das Wunder der Heliane"
Die selten gespielte Oper ist zum ersten Mal überhaupt in Essen zu erleben
Regisseurin Elisabeth Stöppler, Foto: Sandra Than
Als erste Premiere der Spielzeit 2026/2027 zeigt das Aalto Theater Essen Erich Wolfgang KorngoldsDas Wunder der Heliane. Die Premiere findet am Samstag, 03. Oktober 2026, um 19:00 Uhr im Aalto-Theater statt. Die selten gespielte Oper ist damit zum ersten Mal überhaupt in Essen zu erleben. Das künstlerische Team um die mit dem Faust-Preis geehrte Regisseurin Elisabeth Stöppler siedelt die Oper in einer dystopischen Welt an, in der das Wasser nahezu erschöpft und nur den Mächtigen vorbehalten ist. [13.09.2026]
Alle drei Orgel-Finalisten mussten im Herkulessaal der Münchner Residenz das Orgelkonzert g-Moll für Orgel, Streicher und Pauke von Francis Poulenc spielen. Partner dabei war das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das unter der Leitung von Bar Avni, die mit ebenso einfühlsamen wie elegant-suggestiven Gesten dirigierte und alle drei Finalisten gleich engagiert begleitete. [10.09.2026]
Das Semifinale erwies sich für die sechs Preis-Kombattanten als echter Härtetest hinsichtlich Konzentration und Ansatz. Diesmal galt es, die gestrenge Jury mit zwei Konzerten und der Auftragskomposition Settling von Nina Ŝenk zu überzeugen. Bezüglich der Konzerte von Antonio Vivaldi bestand die Auswahlmöglichkeit aus einer Liste von 10 Werken. Hinzu kam das 1979 vollendete Konzert für Fagott und 11 Streichinstrumente von Jean Françaix. [09.09.2026]
Der 13. September 2026 wäre der 90. Geburtstag des Tenors Werner Hollweg. Er entschied sich nach einer Banklehre für die künstlerische Laufbahn und debütierte 1962 an der Wiener Kammeroper. Nach Stationen in Gelsenkirchen und Bonn gelang ihm mit seiner Darstellung des Belmonte 1969 beim Maggio Musicale Fiorention der internationale Durchbruch. Karajan engagierte ihn für die Tenorpartie in Beethovens neunter Sinfonie, die er anläßlich der Weltausstellung in Osaka aufführte.
dass die Mailänder Scala 1778 mit der Salieri-Oper "L'Europa riconosciuta" eröffnet wurde, weshalb das heute fast vergessene Werk auch zur Wiedereröffnung des Hauses nach der Renovierung 2005 gespielt wurde?
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Ich weiß, daß man schnell komponieren könnte, aber schnell und gut zusammen geht nicht.