Singende Damen-Trios waren in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts an den Höfen von Ferrara und Mantua und schließlich in Rom außerordentlich erfolgreich und inspirierten zahlreiche Komponisten der Monteverdi-Ära zu Kompositionen. Vor allem Andreana Basile und ihre Töchter Leonora und Caterina gelangten als „Le Canterine Romane“, die ihren Gesang selbst auf verschiedenen Instrumenten begleiteten, zu internationaler Berühmtheit. Der englische Dichter John Milton würdigte sie in drei lateinischen Epigrammen, der französische Musiker André Maugars geriet bei ihrem Auftreten so in Verzückung, dass er sich „unter den Engeln“ wähnte. In einer neuen Publikation des Boston Early Music Festival lassen Amanda Forsythe, Dorothee Mields und Cecilia Duarte, drei Diven der Barock-Musik, diese alte Konzertform wieder lebendig werden.
Amanda Forsythe (Sopran)
Dorothee Mields (Sopran)
Boston Early Music Festival Chamber Ensemble
Cecilia Duarte (Mezzosopran)
Paul O'Dette (Leitung)
Stephen Stubbs (Leitung)
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Digital Concert Hall überträgt Konzert der Berliner Philharmoniker
Abschlusskonzert der Südamerikatournee am 23. Oktober aus Argentinien
Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker, Foto: Stephan Rabold
Das Abschlusskonzert der Südamerikatournee der Berliner Philharmoniker am Freitag, den 23. Oktober, um 20 Uhr (UTC-3) im Teatro Colón in Buenos Aires wird weltweit live und kostenlos in der Digital Concert Hall übertragen. Die Konzerte in Buenos Aires sind der Schlusspunkt einer umjubelten Tournee, die mit vielen bewegenden Begegnungen des Orchesters mit seinen Fans bereits jetzt einen wichtigen Platz in der Geschichte der Berliner Philharmoniker einnimmt. Unter der Leitung ihres Chefdirigenten Kirill Petrenko interpretieren die Berliner Philharmoniker Johannes Brahms‘ Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15 mit dem isländischen Pianisten Víkingur Ólafsson als Solist und Richard Strauss‘ sinfonische Dichtung Also sprach Zarathustra op. 30. [22.10.2026]
2. Abo Konzert der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Eva Gevorgyan, Foto: Evgeny Evtyukhov
Beim zweiten Abo Konzert der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz erklingen am Freitag, 23. Oktober 2026, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 25. Oktober 2026, um 11.00 Uhr Werke von Franz Liszt und Antonín Dvořák. Am Pult steht Julian Rachlin, Artistic Partner der Staatsphilharmonie. Den Solopart in Liszts erstem Klavierkonzert übernimmt Eva Gevorgyan. Den Auftakt bildet Franz Liszts zweite Ungarische Rhapsodie in der Orchesterbearbeitung von Franz Doppler. Zwischen getragenen Melodien und rasantem Tanz entfaltet sich ein Wechselspiel aus Spannung, Temperament und überschäumender Energie. [22.10.2026]
Oratorium "Isacco" von Marianna Martines in Kassel
Aufführung im Rahmen der Kasseler Musiktage 2026
Ainars Rubikis leitet die Aufführung des Oratoirums "Isacco" bei den Kasseler Musiktagen. Foto: Janis Porietis
Im Zentrum der diesjährigen Kasseler Musiktage steht ein Oratorium, das bei seiner Uraufführung 1782 im Wiener Hofburgtheater Aufsehen erregte – und danach nahezu in Vergessenheit geriet: Isacco von Marianna Martines. Es war das einzige Oratorium einer Frau, das an diesem renommierten Ort aufgeführt wurde. Die Komponistin, Sängerin und Pianistin Marianna Martines erhielt ihre Ausbildung u.a. von Joseph Haydn und Johann Adolph Hasse und zählte zu bedeutendsten Persönlichkeiten des Wiener Musiklebens. [22.10.2026]
Sebastian Studnitzky und das Kammerorchester der Philharmonie Odesa
Jährliche Benefiztournee im November und Dezember 2027
Sebastian Studnitzky, Foto: Alina Dichkova
Der November steht vor der Tür und damit die jährliche Benefiztournee von Sebastian Studnitzky und dem Kammerorchester der Philharmonie Odesa. In vielen Städten waren wir bereits zu Gast, in diesem Jahr kommen neue Spielorte wie u. a. das Deutsche Theater Göttingen oder das Theater Heidelberg hinzu. Gleich geblieben ist die Motivation der Musikerinnen und Musiker, mit ihren Konzerten auf den andauernden Krieg in der Ukraine aufmerksam zu machen. Dafür kommt das Orchester in einer dreitägigen Busfahrt direkt aus Odesa. Die ukrainische Bevölkerung geht in den vierten Winter unter Kriegsbedingungen. [22.10.2026]