Immer noch scheinen manche Klassikhörer überrascht, wenn sie bemerken, dass Niccolò Paganini nicht nur hochvirtuoses Repertoire für seine legendären Auftritte als „Teufelsgeiger“ komponiert hat, sondern auch eine beachtliche Menge an Kammermusik mit Gitarre. Das Münchner Goldmund Quartett spielt seit einigen Jahren auf einem kompletten Satz von Stradivari-Instrumenten, die alle einst im Besitz Paganinis waren. Dazu gesellt sich nun noch Carlotta Dalia mit einer äußerst wohlklingenden Gitarre, an der Paganini ebenfalls bis zu seinem Tod festhielt und diese wohl stets auf seinen Reisen mitnahm, auch weil er sie als ganz schlechter Pianist beim Komponieren zu Hilfe nahm. So ergibt sich ein Ensemble mit historischen Instrumenten besonderer Art.
Carlotta Dalia (Gitarre)
Goldmund Quartet (Streichquartett)
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Nürnberger Symphoniker stellen neue Intendantin vor
Madeleine Landlinger übernimmt ab November 2026 die Intendanz
Madeleine Landlinger, Foto: Torsten Hoenig
Zum Auftakt der neuen Spielzeit mit Ariel Barnes und Chefdirigent Jonathan Darlington präsentiert das Orchester eine wegweisende Personalentscheidung: Madeleine Landlinger wird neue Intendantin der Nürnberger Symphoniker. Mit ihrer internationalen Erfahrung, ihrer ausgeprägten Nähe zur Musik und ihrem Gespür für innovative Orchesterarbeit wird sie ab November 2026 die Zukunft des renommierten Klangkörpers mitgestalten. Die Entscheidung für Madeleine Landlinger fiel nach einem umfassenden und sorgfältigen Auswahlprozess einstimmig. In den Prozess waren alle maßgeblichen Funktionen der Nürnberger Symphoniker eingebunden – der kaufmännische Leiter, der Chefdirigent, der Orchestervorstand, der Betriebsrat und der Vorstand. Das einstimmige Votum unterstreicht die große Zustimmung und das Vertrauen in die künftige Intendantin. [29.09.2026]
Generationenwechsel an der Spitze des Heidelberger Frühling
Intendanz von Thorsten Schmidt endet nach der Jubiläumssaison 2026/27
Thorsten Schmidt, Foto: Annemone Taake
Nach 30 Jahren an der Spitze des Heidelberger Frühling wird sich Thorsten Schmidt mit dem Ende der Jubiläumssaison 2026/27 aus der Künstlerischen Leitung und Intendanz des Heidelberger Frühling zurückziehen. Schmidt hat den Heidelberger Frühling 1997 mitbegründet und die Entwicklung des Festivals seither maßgeblich geprägt. Ab Oktober 2027 wird er sich auf seine Funktion als Vorsitzender der Heidelberger Frühling Musikstiftung konzentrieren. Diese ist seit Sommer 2026 neben der Stadt Heidelberg Mehrheitsgesellschafterin der Heidelberger Frühling gGmbH. [29.09.2026]
Konzerte des Symphonieorchester des BR in der Isarphilharmonie und im Videostream
Sir Simon Rattle, Foto: Severin Vogl
Ein Schwerpunkt der neuen Saison 2026/27 liegt beim Symphonieorchester des BR auf Werken von Igor Strawinsky. Den Anfang macht Chefdirigent Sir Simon Rattle am 1./2. Oktober mit einem Strawinsky-Programm aus Klassikern (Psalmensymphonie, Le sacre du printemps) und Raritäten (Le roi des étoiles). ARD Klassik streamt am 2. Oktober live. Am 3. Oktober gesellt sich Rachmaninows berühmtes Klavierkonzert Nr. 3 dazu, interpretiert von Sir Stephen Hough. [29.09.2026]
Zehn Stipendien für die nächste Generation der Filmmusik
GEMA-Stiftung und Franz Grothe-Stiftung starten das „GEMA Center of Film Music Excellence“
Mit dem gemeinsamen Programm „GEMA Center of Film Music Excellence“ setzen die GEMA-Stiftung und die Franz Grothe-Stiftung ein Zeichen für die Zukunft des Filmmusikstandorts Deutschland. Zum Auftakt werden zehn Stipendien für ein zwölfmonatiges Mentoring-Programm vergeben, das Nachwuchskomponistinnen und Nachwuchskomponisten beim Einstieg in die Filmmusikbranche unterstützt. Bewerben können sich GEMA Mitglieder zwischen 18 und 35 Jahren bis zum 15. November 2026. [29.09.2026]
dass Ruth Zechlin die erste Professorin für Komposition in Deutschland war, als sie 1955 ihre Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin aufnahm?
„...“
Die Absicht der Musik liegt nicht nur darin, dem Ohr zu gefallen, sondern auch darin, Gefühle auszudrücken, das Herz zu rühren und über die Leidenschaft zu gebieten.