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Besprechung heute

John Hingeston

Fantasy-Suites
Echo du Danube • Christian Zincke

cpo 1 CD 555 557-2

Die Lebensdaten von John Hingeston (1599/1606-1683) sind ebenso unklar wie die Schreibweise seines Namens, die zwi­schen Hingeston und Hingston variiert, allerdings die Aussprache „Hingston“ nahelegt. Jedenfalls ist sein Todesjahr 1683 zweifelsfrei überliefert, was dafür spricht, dass er als bekannter und geachteter Mann starb. Hing(e)ston brachte sein Le­ben in für England turbulenten Zeiten zu: Er diente den Stuart-Monarchen ebenso wie der Republik Oliver Cromwells und wurde von beiden ob seiner musikalischen Fähigkeiten geschätzt. Das spricht dafür, dass heutige Zuhö­rer dieser CD genau zuhören sollten, enthält sie doch offensichtlich Musik eines Komponisten, der nach seinemTod durchaus unberech­tigt in eine jahrhundertelange Vergessenheit geriet.

Echo du Danube Christian Zincke (Leitung)

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Aktuelle Meldungen

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Kasseler Musiktage mit dem Motto "Was bewegt Dich?"

Klassische Formate und experimentelle Ansätze

Die Kasseler Musiktage 2026 fragen nach dem, was Musik in uns und zwischen uns in Bewegung setzt: körperlich, gedanklich, emotional und im Raum. Vom 22. Oktober bis 1. November laden zehn Veranstaltungen in der documenta-Halle, Weinkirche, Alten Brüderkirche, Martinskirche, im Schauspielhaus und in der UK14 dazu ein, vertraute Konzertformen neu zu erleben, besondere Orte in Kassel klanglich zu entdecken und musikalischen Bewegungen vom Barock bis in die Gegenwart zu folgen. Unter dem Motto „Was bewegt Dich?“ entfaltet sich ein Festival, das klassische Formate ebenso ernst nimmt wie performative, genreübergreifende und experimentelle Ansätze.
[17.08.2026]

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Deutscher Kammermusikkurs Jugend musiziert

Konzerte in Rottweil, Donaueschingen und Trossingen

Vom 20. bis zum 30. August erarbeiten im Deutschen Kammermusikkurs Jugend musiziert rund 50 herausragende Bundespreisträgerinnen und Bundespreisträger Jugend musiziert im Alter zwischen 14 und 20 Jahren Ensemblewerke. 2026 findet der Kurs unter der künstlerischen Leitung der Pianistin Angelika Merkle, Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, in der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen statt. Der Deutsche Kammermusikkurs zählt zu den renommiertesten Förderprojekten unter dem Dach des Deutschen Musikrats. Seit mehr als 50 Jahren ist er für herausragende Musiker, die sich zuvor beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert bewährt haben, Verlockung und Ansporn gleichermaßen.
[17.08.2026]

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Tiroler Festspiele Erl: Konzert der Orchesterakademie

Abschlusskonzert mit Vinzenz Praxmarer am 11. September

Im vergangenen Jahr feierte die Orchesterakademie ihren erfolgreichen Auftakt, 2026 gibt es die Neuauflage: Von 5. bis 11. September treffen sich im Festspielhaus Erl die talentiertesten Nachwuchsmusiker des Landes und darüber hinaus, um Teil der Orchesterakademie Tirol zu sein. Die diesjährige Besetzung steht bereits fest: Rund 65 junge Instrumentalistinnen und Instrumentalisten im Alter zwischen 14 und 24 Jahren haben sich für die Teilnahme beworben und erfolgreich ein mehrstufiges Auswahlverfahren durchlaufen. Höhepunkt der Akademiewoche ist das große Abschlusskonzert am 11. September um 18 Uhr im Festspielsaal.
[16.08.2026]

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Kalenderblatt

Johann Kaspar Mertz 220. Geburtstag

Johann Kaspar Mertz war ein Gitarrist und Komponist der Romantik. Er wurde am 17. August 1806 in Pressburg (heute Bratislava, damals die Hauptstadt Ungarns) geboren. Über seine Kindheit sind keine Einzelheiten überliefert. Die Familie war arm, so dass er bereits mit 12 Jahren Gitarren- und Flötenunterricht gab. Zwischen 1840 und 1856 trat er in Wien als Gitarrist, Lehrer und Konzertmusiker in Erscheinung. Dort wirkten auch zahlreiche andere prominente Gitarristen wie Anton Diabelli, Mauro Giuliani, Wenceslaus Matiegka und Simon Molitor. Mertz machte sich neben diesen Künstlern einen Namen als Virtuose und Konzertgitarrist. Allerdings verlor die Gitarre allmählich immer mehr an Bedeutung und galt als „undankbares Konzertinstrument“, so dass Mertz seine Existenz kaum als Konzertmusiker bestreiten konnte, sondern hauptsächlich vom Unterrichten in Gitarre, Zither und Flöte lebte. Trotzdem unternahm er Konzertreisen durch Mähren, Polen und Russland und gab Konzerte in Berlin und Dresden.

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Weitere Infos

Übrigens...

...?

Wussten Sie, ...

dass beinahe der Komponist Christoph Graupner (1683-1760) an stelle von J. S. Bach 1722 Thomaskantor geworden wäre? Sein Dienstherr, Landgraf Ernst Ludwig von Hessen Darmstadt ließ ihn jedoch nicht ziehen und machte ihm die Absage mit einer großzügigen Erhöhung seiner Bezüge schmackhaft.

„...“

Leichte Musik bezieht sich nur auf die Leichtigkeit des Zuhörers, nicht auf diejenige des Komponierens.

Nino Rota

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