Bachs Goldberg-Variationen, die in den 1730er Jahren für zweimanualiges Cembalo entstanden, sind zweifelsohne das wichtigste Variationswerk der Musikgeschichte vor Ludwig van Beethovens Diabelli-Variationen. In absoluter Vollendung ist bereits die grobe formale Anlage: Eine Aria, bestehend aus 32 Takten, welche die 30 Variationen einrahmt und als solche wie ein Mikrokosmos bereits zu Beginn alles beinhaltet, was Bach später in den Variationen herausarbeiten wird. Bach hält die Vorstellung der Variation streng ein, indem der in der Aria verwendete Ostinato-Bass in jeder einzelnen Variation erkennbar bleibt. Lediglich Taktart, Tempo und Melodie werden nach Belieben verändert, Taktzahl und die Aufteilung in zwei jeweils 16-taktige Teile bleibt in allen Variationen gleich.
Eckart Runge (Violoncello)
Asya Fateyeva (Saxophon)
Andreas Borregaard (Akkordeon)
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Saisonfinale mit Hilary Hahn in Hamburg
Konzerte des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg und GMD Omer Meir Wellber
Hilary Hahn, Foto: Michael Patrick O'Leary
Mit der ersten Saison unter dem neuen Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber begibt sich das Philharmonische Staatsorchester Hamburg auf eine spielerische und zugleich tiefgehende Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Unter dem Titel ZeitSpiele entstehen neue Perspektiven auf das klassische Repertoire: Für alle Philharmonischen Konzerte der Saison wurden zeitgenössische Komponistinnen und Komponisten eingeladen, einen neuen Satz zu bestehenden Werken zu schreiben – ein bewusst offener Dialog zwischen Tradition und Gegenwart. [26.06.2026]
Heinrich Schütz Musikfest vom 2. bis 11. Oktober 2026
Der Kartenvorverkauf hat begonnen
Vokalensemble The Present, Foto: Theresa Pewal
Wie heutig ist die Musik von Heinrich Schütz? Dieser Frage widmet sich das Heinrich Schütz Musikfest 2026. Unter dem Titel „Spurensuche. Anstoß und Aufbruch“ macht es die Rezeption, das Nachleben und die Wirkungsgeschichte des Werks und der historischen Figur Heinrich Schütz‘ zum gestaltenden Gedanken. Das hochkarätig besetzte Festival findet vom 2. bis zum 11. Oktober 2026 in Dresden, Bad Köstritz, Gera, Weißenfels und Zeitz statt – veranstaltet von der Mitteldeutschen Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V. (MBM) in Zusammenarbeit mit ihren Kooperationspartnern in den Schütz-Orten Mitteldeutschlands. Auf dem Programm stehen Konzerte, Vorträge, Ausstellungen und Führungen ebenso wie musikalische Gottesdienste und Vespern. [26.06.2026]
Göttinger Sonderpreis bei kanadischem Wettbewerb vergeben
Internationale Händel-Festspiele Göttingen und Early Music Vancouver vereinbaren intensiven Austausch
Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen haben mit der renommierten kanadischen Institution für Alte Musik Early Music Vancouver (EMV) einen intensiven künstlerischen Austausch für die kommenden Jahre vereinbart. Im Mittelpunkt steht dabei zunächst die gemeinsame Förderung junger Ensembles. So wurde bei der diesjährigen Emerging Artist Competition von EMV erstmals auch ein Sonderpreis der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen vergeben. Gewinner des Preises, der mit einer Einladung zu den Festspielen 2027 verbunden ist, ist das Trio Turbulences aus Genf. [26.06.2026]
Zugang zur Plaza der Elbphilharmonie ist ab 5. Oktober nicht mehr kostenfrei
Plaza der Elbphilharmonie, Foto: Michael Zapf
Nachdem der Zugang zur Plaza der Elbphilharmonie ursprünglich nur im ersten Jahr nach der Eröffnung kostenfrei sein sollte, wurde der freie Eintritt seit nunmehr fast zehn Jahren von der Stadt finanziert. Zuletzt wurden jährlich 3,6 Millionen Euro aus der Kultur- und Tourismustaxe bereitgestellt, um den freien Eintritt zu finanzieren. Im Zuge der aktuellen Haushaltsverhandlungen hat der Senat beschlossen, diese Mittel künftig zu nutzen, um ansonsten drohende Kürzungen bei anderen Kulturprojekten und -institutionen zu verhindern. Daher wurde mit der Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft (ELBG) vereinbart, ab dem 5. Oktober 2026 den seit Beginn vorgesehenen Eintritt für die Plaza zu erheben. [26.06.2026]
dass Johann Sebastian Bach von seiner berühmten h-Moll-Messe (entstanden zwischen 1724 und 1749) zu Lebzeiten nur Teile aufführen konnte, das komplette Werk aber nie gehört hat?
„...“
Ein russischer Opernstoff würde mir gar nicht zusagen. Ich bin zwar ein Russe, aber nach meiner Herkunft halb französisch und halb italiensich, und ich habe nicht den Sinn für russische Musik in meinen Adern.