Mit seiner neuen Einspielung von Benjamin Brittens drei Solosuiten für Violoncello legt Pieter Wispelwey nicht einfach nur eine weitere Aufnahme vor – er bietet ein künstlerisches Resümee jahrzehntelanger Auseinandersetzung. Der niederländische Cellist, der diese Werke seit 45 Jahren spielt, präsentiert eine Interpretation, die von innen heraus gewachsen wirkt und in ihrer erzählerischen Souveränität neue Maßstäbe setzt. Britten komponierte seine drei Cello-Suiten zwischen 1964 und 1971 für Mstislaw Rostropowitsch, der sie auch uraufführte. Sie gelten als die bedeutendsten Solowerke für das Instrument seit Bach und verbinden Referenzen an frühmusikalische Traditionen mit einer unverwechselbar modernen Tonsprache.
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Arpi Sinanyan und Jiazhou Wang sind die Gewinner der "Neuen Stimmen 2026"
Hinter den jungen Sängern liegt eine intensive Wettbewerbswoche
Die Preisträger des Wettbewerbs "Neue Stimmen" mit Liz Mohn. Foto: Besim Mazhiqi
Arpi Sinanyan aus Armenien und Jiazhou Wang aus China sind die Gewinner der Neuen Stimmen 2026. Mit 22 Jahren ist Jiazhou Wang damit der jüngste Gewinner in der Geschichte des Wettbewerbs. Im Finalkonzert am Freitagabend setzten sie sich unter acht Finalisten durch. Beide erhalten ein Preisgeld von jeweils 15.000 Euro. Hinter den jungen Sängern liegt eine intensive Wettbewerbswoche, in der sie sich vor Publikum und einer international renommierten Fachjury sowie weiteren Persönlichkeiten der Opernwelt präsentieren konnten. [13.10.2026]
Klassik in vielen Facetten auf zwei Berliner Bühnen
Opus Klassik Gala im Konzerthaus Berlin, Foto: Markus Nass
Zwei Tage, zwei Bühnen und zahlreiche Facetten klassischer Musik: Am Wochenende des 10. und 11. Oktober hat der Opus Klassik 2026 Künstler, Ensembles und Projekte aus unterschiedlichen Bereichen der Klassik in Berlin zusammengebracht. Beim Opus Klassik Konzert in der Fotografiska und bei der Gala im Konzerthaus Berlin zeigte sich die ganze künstlerische Vielfalt der Preisträger – von etablierten Künstlern bis zu Nachwuchstalen. [13.10.2026]
Drummado Wijnhamer gewinnt Internationalen Solti-Dirigierwettbewerb
Wijnhamer ist Absolvent der Weimarer Musikhochschule
Drummado Wijnhamer, Foto: Kirsten van Santen
Aus fast 400 Bewerbern ging Drummado Wijnhamer im Finale des Internationalen Solti-Dirigierwettbewerbs in Budapest als Sieger hervor. Die Jury unter dem Vorsitz von Pinchas Steinberg vergab zwar den 1. Preis nicht, doch unter den vier Finalisten setzte sich der Absolvent der Dirigierklasse von Prof. Gregor Bühl und Prof. Ekhart Wycik an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar durch und errang den mit 12.000 Euro dotierten 2. Preis und weitere Sonderpreise. Den 3. Preis gewann Yu-Te Wu aus Taiwan. [13.10.2026]
SWR / Donaueschinger Musiktage 2026 starten vielstimmig
Vom 15. bis 18. Oktober: 20 Klanginstallationen, Ur- und Erstaufführungen
Präparierte Kontrabässe bei den Proben zu den Donaueschinger Musiktagen 2026, Foto: SWR Hans Fahr
Die Donaueschinger Musiktage 2026 stehen unter dem Leitgedanken der Polyphonie und verstehen das Thema auch als Spiegel unserer komplexen Gegenwart, die sich nicht auf wenige Perspektiven reduzieren lässt. Das Festival beginnt am Donnerstagnachmittag, 15. Oktober, mit der Eröffnung von drei Klanginstallationen, die während der Musiktage und teilweise darüber hinaus bei freiem Eintritt erlebbar sein werden. Um 16 Uhr startet Yann Leguays interaktive Klanginstallation in der Alten Molkerei, die sich dem drängenden Problem der Energieerzeugung widmet. Inspiriert durch seine Residenz „Mechanical Forests“ in St. Georgen im Schwarzwald erkundet Leguay Formen der Energieerzeugung aus der Zeit vor der Elektrizität und lädt die Besucher ein, selbst den Klang eines jeden Objektes zu aktivieren. [13.10.2026]
dass die Berliner Philharmoniker 1913 unter der Leitung von Arthur Nikisch mit Beethovens fünfter Sinfonie ihre erste Schallpaltte für die Deutsche Grammophon aufgenommen haben?
„...“
Einen schönen Klang zu produzieren, daran arbeitet man ein Leben lang.